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Pferdefleisch: Ganze Pferdeviertel wurden als Rindfleisch gehandelt

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Pferdefleisch-Skandal  

Pferdefleisch-Skandal nimmt immer größere Ausmaße an

12.04.2013, 18:21 Uhr | dpa

Pferdefleisch: Ganze Pferdeviertel wurden als Rindfleisch gehandelt. Pferdefleisch: Spaghetti Bolognese, Lasagne und Chili con Carne: In welchen Fertigprodukten ist Pferdefleisch? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spaghetti Bolognese, Lasagne und Chili con Carne: In welchen Fertigprodukten ist Pferdefleisch? Verbraucher sind verunsichert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Pferdefleischskandal nimmt nach Darstellung der Verbraucherorganisation Foodwatch noch größere Ausmaße an. Es seien ganze gefrorene "Rinder-Vorderviertel" gehandelt worden, die tatsächlich aus Pferdefleisch bestanden, teilt Foodwatch mit.

Behörden haben Kenntnis von 58 Fällen

Zwischen dem 1. Februar und dem 10. April hätten die Behörden Kenntnis von 58 Fällen erhalten, in denen nicht-deklariertes Pferdefleisch in der EU vermarktet worden sei. Dies habe die Auswertung der Meldungen im europäischen Informationssystem RASFF ergeben. Weitere Betrugsfälle mit nur national gehandelten Lebensmitteln seien hinzuzählen. 

Fast alle europäischen Länder sind betroffen

Die Meldungen betreffen Produkte aus nahezu allen europäischen Ländern. Nicht deklariertes Pferdefleisch wurde danach in Fertiggerichten wie Lasagne, Ravioli und Pasta-Saucen, aber auch als Schmorfleisch gehandelt. Seien in einigen Fällen nur geringe Mengen Pferdefleisch beigemischt worden, hätten Unternehmen auch "gewürfeltes Rindfleisch", "Rindersteaks" oder Salami vertrieben, "die in Wahrheit zu 100 Prozent Pferdefleisch enthielten", meldet Foodwatch. 

Die Unternehmen haben versagt

Foodwatch-Sprecher Martin Rücker sagt, dass die Eigenkontrollen der Unternehmen versagt hätten. "Ein Betrug am Verbraucher ist es, dass die Behörden nach wie vor die Öffentlichkeit nicht automatisch über die Namen der Produkte informieren." Die frei zugänglichen RASFF-Meldungen informierten nur anonym über die Fälle.

"Kriminalisten gefragt und nicht Lebensmittelkontrolleure"

Bei dem Pferdefleischskandal handle es sich um Betrug, sagt Verbraucherschutzministerin Aigner. "Hier sind Kriminalisten gefragt und nicht Lebensmittelkontrolleure." Nach den Worten der Ministerin sind in Deutschland mehr als 120 Betriebe in fast allen Bundesländern betroffen. Es sei aber möglich, dass es mehr werden.

Mehr als zwei Jahre Pferdefleisch verkauft

Ein niederländischer Großhändler soll schon seit mehr als zwei Jahren Pferdefleisch falsch etikettiert und verkauft haben. Europaweit sollen es 500 Betriebe sein. Den niederländischen Behörden zufolge geht es um 50.000 Tonnen Fleisch. Das heiße aber nicht, dass die gesamte Menge mit Pferdefleisch vermischt oder anderweitig falsch deklariert wurde. Das meiste davon dürfte schon verzehrt sein. So wurde zum Beispiel in Rheinland-Pfalz ein Teil der Ware mit möglicherweise nicht deklariertem Pferdefleisch zu Wurst verarbeitet. Das teilte eine Sprecherin des Landesuntersuchungsamtes in Koblenz mit.

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