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Verbraucher: Gesundheitsgefahr für Verbraucher

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Verbraucher  

Diese Produkte gefährden Verbraucher

17.05.2013, 17:49 Uhr | dpa, dpa/tmn

Verbraucher: Gesundheitsgefahr für Verbraucher . Eine Spielzeugpuppe aus giftigem Kunststoff gehört zu den gefährlichen Produkten.  (Quelle:  Helen Maguire/dpa)

Besonders viele Spielwaren wurden als gesundheitsgefährdend eingeschätzt. (Quelle: Helen Maguire/dpa)

Eine Puppe voller verbotener Weichmacher, ein Wasserkocher, der in Flammen aufgeht auf und eine Handcreme voller Quecksilber. Dass all diese Produkte keinen weiteren Schaden anrichten, verdanken Europas Verbraucher dem Schnellwarnsystem der EU. Trotzdem finden Verbraucherschützer in Europa immer öfter gesundheitsgefährdende Produkte. Diese Waren sind betroffen.

"Rapex-Datenbank" zeigt betroffene Produkte

Tausende Prüfer der nationalen Behörden sind in den EU-Ländern im Einsatz, um riskante Waren an der Grenze, in Häfen oder im Laden zu beschlagnahmen oder zu verbieten. Die Warnung geht über die "Rapex"-Datenbank an alle EU-Länder - die dann handeln. So wird die Gefahr schneller gebannt. 

Besonders Textilien sind betroffen

Im vergangenen Jahr entdeckten die Tester fast 2.300 gefährliche Produkte. Das war über ein Viertel mehr als 2011 und eine ähnliche Menge wie 2010. Bei ein Drittel der beanstandeten Waren handelt es sich um Kleidungsstücke wie T-Shirts mit giftigen Chemikalien. 19 Prozent waren gefährliche Spielzeuge. Das Gefährliche: Vor allem Textilien und Spielzeugen bergen ein großes Verletzungsrisiko - etwa durch Kordeln und Aufhängebänder an Kleidung. Kinder können sich zudem an den Spielsachen verschlucken.

Noch immer gefährliche Produkte im Handel

Die Wirkungsweise des Schnellwarnsystems kann aber noch verbessert werden. So fällt auf, dass fünf Länder - darunter Deutschland - mehr als die Hälfte aller Warnungen in Europa verschickt hat. Andere Staaten handhaben das laut EU-Bericht sehr viel lascher. 

Chinesische Produkte besonders in der Kritik

Einige Lieferländer stehen unter besonderer Beobachtung. Als Problemland gilt nach wie vor China, das mit weitem Abstand am häufigsten unangenehm auffällt, und zwar seit Jahren. Ein Grund dafür ist, dass China den europäischen Markt mit billigen Textilien und Spielzeugen überschwemmt. Beide Produktgattungen tauchen bei den Warnungen besonders oft auf. Die Kunststoff-Puppe mit den verbotenen Weichmachern etwa kostete nur 4,75 Euro. Falls ein Kind daran lutschen würde, gelangten die hochtoxischen Weichmacher in den Körper - sie stehen im Verdacht, unfruchtbar zu machen. 

Neues Label soll für Sicherheit sorgen

Um den Herstellern mangelhafter Ware schneller auf die Schliche zu kommen, soll das Label "Made in" mit Angabe von Land und Hersteller bald zur Pflicht werden. Derzeit muss die Herkunft nur in den Importpapieren, aber nicht auf dem Produkt selbst stehen. Waren, die immer wieder mit Mängeln auffallen, sollen zudem dauerhaft vom Markt verbannt werden. 

So erkennen Sie schadhafte Produkte

Um als Verbraucher schadstoffbelastete Kleidung und Spielwaren zu erkennen, kann es helfen, daran zu riechen. "Zum Beispiel können viele gummierte Teile verbotene Weichmacher enthalten, die Krebs auslösen und die Hormone beeinflussen können", erläutert Ralf Diekmann, Experte für Produktsicherheit beim TÜV Rheinland in Köln. "Es geht hier um einen starken Geruch, der nicht produkttypisch ist. Leder riecht nach Leder, aber riechen Gummistiefel über die Maße nach Gummi, empfehlen wir, darauf zu verzichten."

Zudem sollten Eltern die Gegenstände vor dem Kauf abtasten und die Verarbeitung prüfen. Dabei sollten sie darauf achten, ob es scharfe Kanten und Ecken gibt und ob sich etwa Knöpfe an einem Shirt oder Teile einer Puppe leicht lösen können.

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