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Küche: Im Spülschwamm wimmelt es von Keimen

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Küchen-Hygiene  

Im Spülschwamm wimmelt es von Keimen

07.06.2013, 16:29 Uhr | mew, t-online.de

Küche: Im Spülschwamm wimmelt es von Keimen. Putz-Utensilien in der Küche sollten regelmäßig ausgetauscht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Putz-Utensilien in der Küche sollten regelmäßig ausgetauscht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In der Küche spült so mancher tage- bis wochenlang mit demselben Schwamm. Dabei bieten Spülschwämme ein ideales Klima für Bakterien. Innerhalb von Stunden können sich Millionen Keime darin sammeln.

In Küchenschwämmen tummeln sich Millionen von Bakterien

"Es gibt Küchen, da riecht es wie in einer Hundekiste, weil so ein Schwämmchen vor sich hin gammelt", sagt Dr. Ernst Tabori, ärztlicher Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene. "So ein Geruch ist ein Zeichen für einen bakteriellen Abbauprozess organischer Substanzen. Selbst dort wo kein Sauerstoff hinkommt, findet in dem Schwamm ein Gärungsprozess statt, wenn damit Nahrungsmittel aufgewischt wurden und Reste im Schwammgeflecht verbleiben", erklärt der Experte. Küchenschwämme und -handtücher seien wahre Brutorte für Bakterien. Der Experte warnt: "In kürzester Zeit werden in so einem Schwamm aus ein paar aufgewischten Keimen Millionen, und einige davon können uns krank machen."

Vom Magengrimmen bis zur Blutvergiftung

Einer von diesen Keimen ist das Bakterium "Staphylococcus aureus". Es kann beim Menschen Hautinfektionen, Knochenentzündungen und wenn es in die Blutlaufbahn gelangt, sogar Blutvergiftungen auslösen. "Man stelle sich vor, dass man mit so einem besiedelten Schwamm ein Schneidebrett abwischt, auf dem man anschließend einen Kartoffelsalat vorbereitet. Den walkt man dann noch mit den Händen durch, packt Mayonnaise dazu, und schon hat man ein Schlaraffenland für die Bakterien geschaffen. Denn mit dem Fett haben sie ordentlich zu fressen, dazu ist es warm und feucht", erklärt Dr. Tabori. Lässt man den Salat dann eine Weile ziehen und bringt ihn vielleicht zu einer Grillparty mit, kann er im ungünstigen Fall bei den Partygästen bereits auf dem Heimweg Bauchgrimmen auslösen und ihnen eine Nacht auf der Toilette bescheren.

Am gefährlichsten ist rohes Fleisch

Das ganzjährig warme Klima einer Küche ist es auch, das die Bakterien im feuchten Milieu des Spülschwammes wuchern lässt. Hinzu kommt, dass mit den Schwämmen meist Nahrungsmittel aufgewischt werden. Dr. Tabori erklärt: "Man nehme zum Beispiel Käse. Der enthält viel Fett, Zucker und Eiweiß und ist deshalb ein gutes Nahrungsmittel für Menschen, aber eben auch für Bakterien. Wischt man mit dem Schwamm Käsekrümel oder auch Ölspritzer auf und wäscht ihn anschließend nicht sehr gründlich aus, vermehren sich die Bakterien schnell." Noch schlimmer sei es, wenn man rohes Fleisch schneidet und den Auftausaft aufwische. "Dieser blutige Saft ist ein ideales Nährmedium für Keime." Dann mutiert der Schwamm sozusagen zu einer Petrischale.

Wann man den Schwamm entsorgen sollte

Dr. Tabori rät deshalb dazu, Küchenschwämme regelmäßig auszutauschen: "Am besten wechselt man ihn immer, wenn er schmutzig ist, sprich, wenn man Reste von Nahrungsmitteln oder Schmutz damit aufgewischt hat. Eine Faustregel ist: Wenn du etwas aufgewischt hast, das du nicht im Mund haben willst, wirf den Schwamm anschließend weg."

Waschen bei 60 Grad ist ausreichend

Alternativ können die Schwämme natürlich auch gewaschen werden. Selbst bei stark von Bakterien besiedelten Geschirrtüchern und Spülschwämmen ist Waschen bei 60 Grad mit Vollwaschmittel völlig ausreichend. Dann sind die Schwämme desinfiziert. "Am besten legt man sich einen Vorrat an Schwämmchen zu, damit man sie regelmäßig austauschen und waschen kann. Die kosten ja nicht viel und das ist definitiv nicht die richtige Stelle, um Geld zu sparen", sagt Dr. Tabori.

Schneidebrettchen für Fleisch und Salat nicht vertauschen

Auch Handtücher sollten regelmäßig gewechselt und gewaschen werden, rät der Hygiene-Experte. Und auch für Schneidebrettchen hat er einen Tipp: Mindestens zwei davon sollte man sich zulegen. Eines sollte ausschließlich zum Schneiden von Rohkost verwendet werden, das andere zum Verarbeiten von Fleisch und Fisch. Vertauschen sollte man sie keinesfalls, denn, so erklärt Dr. Tabori, "sonst werden die Bakterien vom Fleisch auf die Rohkost übertragen, die vor dem Verzehr - im Gegensatz zum Fleisch - nicht gekocht wird, wodurch die Keime abgetötet würden". Und dann droht schon wieder eine Magenverstimmung.

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