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Fleisch: Razzien in Fleischbetrieben

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Verbraucher  

Separatorenfleisch offenbar ohne Kennzeichnung verkauft

26.06.2013, 13:36 Uhr | dpa

Wegen des Verdachts von falsch deklarierter Wurst ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen der größten deutschen Fleischhersteller in Bremen. Es besteht der Verdacht, dass der Wurstwarenhersteller Könecke sogenanntes Separatorenfleisch verarbeitet hat, ohne die Produkte mit einem entsprechenden Hinweis zu versehen, sagte Oberstaatsanwältin Frauke Wilken. Für die Verbraucher besteht nach ihren Angaben keine Gefahr.

Fleisch war offenbar nicht gekennzeichnet

Separatorenfleisch wird maschinell von den Knochen gelöst. Es ist billiger und wird oft für Wurst verwendet. Solange das Fleisch eine entsprechende Kennzeichnung trägt, ist dies zulässig, erläuterte Wilken. Diese Kennzeichnung fehlte bei den Könecke-Produkten aber möglicherweise.

Könecke-Sprecher weist Vorwürfe zurück

Fahnder hatten am Dienstag das Unternehmen mit Sitz in Bremen und Delmenhorst sowie mehrere Zulieferbetriebe durchsucht. Gegen Zulieferbetriebe in Niedersachsen und anderen Bundesländern ermitteln die Behörden nach Angaben von Wilken jedoch nicht.

Könecke-Sprecher Markus Eicher bestätigte die Razzia, wies die Vorwürfe aber zurück. "Von uns wurden zu keinem Zeitpunkt Produkte mit falscher Kennzeichnung vermarktet." Er kündigte an, dass das Unternehmen die Vorgänge überprüfen und eng mit den Behörden zusammenarbeiten werde.

Ermittlungen laufen seit 2011

Lebensmittelkontrolleure sollen nach Medienberichten bereits vor zwei Jahren auf das Separatorenfleisch in der Wurst aufmerksam geworden sein. Dabei geht es um Proben aus den Jahren 2011 und 2012. Seitdem laufen die Ermittlungen. 

Betrieb beliefert fast den gesamten Einzelhandel

Könecke beliefert nach Angaben von Eicher fast den gesamten deutschen Einzelhandel. Das Traditionsunternehmen produziert mit rund 1.200 Mitarbeitern in Bremen, Delmenhorst und im polnischen Slubice. Seit 2006 gehört es zu der Zur Mühlen Gruppe aus Schleswig-Holstein. 

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