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Haushaltsgeräte: Die fiesen Tricks der Gerätehersteller

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Mit diesen Tricks kurbeln die Hersteller ihren Umsatz an

29.08.2013, 18:17 Uhr | AFP

Haushaltsgeräte: Die fiesen Tricks der Gerätehersteller . Hersteller planen die Lebensdauer von ihren Geräten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hersteller planen die Lebensdauer von ihren Geräten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob hohe Reparaturkosten, billige Verschleißteile oder zu viel Wärme: Es gibt einige Mittel, um die Lebensdauer von Produkten zu begrenzen. Seit langem schwelt unter Verbrauchern der Verdacht, dass Hersteller die Lebensdauer ihrer Geräte gezielt verkürzen. Zwar liefert eine Auswertung von Dauertests der Stiftung Warentest aus den vergangenen zehn Jahren dafür keine Belege. Doch die Hersteller tricksen trotzdem. So kurbeln die Hersteller ihren Umsatz an.

Geräte gehen nicht schneller oder häufiger kaputt

"Insbesondere Haushaltsgeräte gehen heute nicht schneller und nicht häufiger kaputt als früher", berichtet die Stiftung Warentest.  Sie sie sieht keinen Hinweis dafür, dass Hersteller gezielte Schwachstellen in ihre Produkte einbauen, damit diese vorzeitig kaputt gehen, wie die Zeitschrift "test" in der aktuellen September-Ausgabe berichtet. 

Geplanter Verschleiß nicht auszuschließen

Nach Angaben der Tester planen die Unternehmen gleichwohl ein, wie lange eine elektrische Zahnbürste oder ein Staubsauger halten soll. In gewisser Weise gebe es damit einen geplanten Verschleiß. Die Konstrukteure planten dementsprechend die Einzelteile der Geräte, um die vorgesehene Gebrauchsdauer einzuhalten, wird Albert Albers vom Karlsruher Institut für Technologie zitiert.

Bauteile werden verklebt statt verschraubt

Stiftung Warentest nennt weitere "Tricks", mit denen die Hersteller ihren Umsatz ankurbeln. Dazu gehören hohe Reparaturkosten, fest eingebaute Akkus oder fehlende Ersatzteile. Bei Kaufpreisen um die 40 Euro für einen billigen DVD-Spieler beispielsweise besorgen sich viele Kunden lieber gleich ein neues Produkt. Bei manchen Produkten ist eine Reparatur gar nicht erst vorgesehen. So sind Bauteile verklebt statt verschraubt. 

Gesetzliche Regelungen gibt es nicht

In einem anderen Fall bot ein Fernsehhersteller dem Bericht zufolge für ein Produkt schon vier Jahre nach Markteinführung bestimmte Ersatzteile nicht mehr an. Eine klare gesetzliche Regelung, wie lange Hersteller Ersatzteile bereithalten müssen, gibt es nicht. Auch die Platzierung von wärmeempfindlichen Bauteilen an Stellen, an denen es zur Wärmeentwicklung kommt, führt demnach zu Verschleiß. Ähnliches gilt auch für Akkus von Notebooks, Elektrozahnbürsten und einigen Handys, die nicht durch den Nutzer gewechselt werden können. 

Der Preis ist keine Garantie für lange Haltbarkeit

Laut Stiftung Warentest sind im allgemeinen billige Geräte oft schneller kaputt als teure. Bei Waschmaschinen unter 550 Euro, Akkubohrern unter 50 Euro oder Staubsaugern unter 80 Euro sei die Gefahr groß, dass die Freude am neuen Gerät nicht lange währt. Eine Garantie ist der Preis allerdings nicht. Die Tester listen auch kostspielige Reinfälle auf, wie eine Espressomaschine für 985 Euro oder eine Küchenmaschine für 340 Euro, die sich als wenig robust und wenig ausdauernd erwiesen. 

Bereits eine im Frühjahr im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen vorgelegte Studie hatte gezeigt, dass die Wirtschaft bei der Konstruktion und Herstellung ihrer Produkte einen frühen Verschleiß häufig schon mit einplant. Dies wird auch als "geplante Obsoleszenz" bezeichnet.

Alternative Entsorgungs-Tipps

Als Alternative für die Entsorgung der Produkte empfiehlt Stiftung Warentest Eigeninitiative. Im Internet unter www.ifixit.com gibt es zum Beispiel - allerdings nur in englisch - Reparaturanleitungen für viele Geräte, vom Smartphone bis zur Spielkonsole. In vielen Städte entstehen aber auch immer mehr Selbsthilfe-Werkstätten, hier hilft www.repaircafe.de. 

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