Sie sind hier: Home > Leben >

Neues Medikament könnte gegen Alzheimer oder Parkinson helfen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

An Mäusen getestet  

Neues Medikament könnte gegen Alzheimer oder Parkinson helfen

11.10.2013, 18:31 Uhr | AFP

Neues Medikament könnte gegen Alzheimer oder Parkinson helfen. Alzheimer ist die häufigste Form der Deemenz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein bei Mäusen getestetes Medikament könnte gegen Alzheimer helfen. Der Wirkstoff sorgt für die Fortsetzung der Eiweiß-Produktion im Gehirn. Allerdings ist das Alzheimer-Medikament noch weit von einer Marktreife entfernt.

Britische Wissenschaftler haben bei Mäusen mit Erfolg ein Medikament getestet, das künftig im Kampf gegen Alzheimer oder Parkinson eingesetzt werden könnte.

Das am Donnerstag im US-Fachmagazin "Science Translational Medicine" vorgestellte Medikament sorgt dafür, dass die Produktion von Proteinen im Gehirn trotz bestimmter neuronaler Erkrankungen fortgesetzt wird.

Alzheimer äußert sich in Eiweißablagerungen

Krankheiten wie Alzheimer äußern sich in der Ablagerung von fehlgeformten Eiweisstrukturen im Gehirn. Um sich davor zu schützen, stoppt das Gehirn die Produktion neuer Proteine. Die Ansammlung der fehlgeformten Proteinklumpen - bei Alzheimer sind solche Ablagerungen als Plaques bekannt - führt aber dazu, dass dieser Schutzmechanismus nicht mehr abgeschaltet wird.

Dadurch wird auch die Produktion von für das Überleben des Gehirns lebenswichtigen Proteinen gestoppt. In der Folge sterben Nervenzellen ab, die Folge ist der Verlust des Gedächtnisses.

An 29 Mäusen getestet

Wissenschaftler der Universität Leicester testeten nun ein Medikament, das dafür sorgt, dass die Eiweißproduktion im Gehirn fortgesetzt wird. Das Medikament testeten sie an 29 mit Prionen infizierten Mäusen.

Prionen sind infektiöse Partikel, die unter anderem für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit verantwortlich sind. Auch hier kommt es zur Bildung von Proteinklumpen im Gehirn. Das Medikament setzt an einem Enzym namens PERK an, das bei der Proteinproduktion im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.

Studienergebnis ist ein Erfolg

Mäuse, die sieben Wochen nach einer Prionen-Infektion mit dem Medikament behandelt wurden, wiesen bei Tests keinen Gedächtnisverlust auf. Eine Untersuchung der Gehirne der getöteten Mäuse bestätigte, dass kaum Gehirnzellen abgestorben waren.

Das Ergebnis sei zwar ein Erfolg, sagte die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Giovanna Mallucci. Noch sei man aber weit entfernt von einem Medikament für Menschen, zumal es noch sehr starke Nebenwirkungen gebe.

35 Millionen Menschen leiden an Alzheimer

Auch die britische Alzheimer-Gesellschaft mahnte, die Ergebnisse von Tierversuchen seien nicht direkt auf den Menschen übertragbar. Es sei noch viel Forschung notwendig.

Weltweit leiden laut der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 35 Millionen Menschen an Alzheimer, der am weitesten verbreiteten Form der Demenz. Die Zahl der Patienten dürfte bis 2030 auf mehr als 65 Millionen ansteigen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Mutig oder völlig verrückt? 
Dieser Mann klettert in Vulkane

Chris Horsley hat eine ziemlich außergewöhnliche Passion. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Samsung Galaxy S8 für nur 1,- €*

Im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone. Jetzt vorbestellen bei der Telekom. Shopping

Meistgesuchte Themen

Anzeige
shopping-portal