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Überweisung oder Gutschrift - Kundenrechte beim Online-Shopping

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Online-Shopping  

Ihre Rechte beim Online-Shopping

16.10.2013, 18:40 Uhr | dpa

Überweisung oder Gutschrift - Kundenrechte beim Online-Shopping. Online-Shopping: Kundenrechte beim Einkauf im Netz.  (Quelle: Andrea Warnecke )

Beim Online-Shopping haben Verbraucher nicht immer das Recht auf eine Rückzahlung auf das Bankkonto. (Quelle: Andrea Warnecke )

Von zuhause aus per Mausklick shoppen - das ist nicht nur bequem, sondern auch zeitsparend. Ärgerlich ist jedoch, wenn die bestellte Ware fehlerhaft ist oder einfach nicht den Erwartungen entspricht. Dann will man den Artikel auf schnellstem Wege zurücksenden und sein Geld zurück. Doch nicht alle Händler nehmen es mit der Rückzahlung so genau. Wir verraten, in welchen Fällen Sie im Recht sind und wann Sie sich mit einer Gutschrift begnügen müssen.

Bei Erstattung aus Kulanz: Gutschrift auf das Kundenkonto

Bei einer Erstattung muss man unterscheiden, ob der Händler einen Artikel freiwillig und aus Kulanz zurückgenommen hat, oder ob er dazu rechtlich verpflichtet war. "Es ist grundsätzlich so, dass der Händler bei allen freiwilligen Erstattungen eine Gutschrift auf dem Kundenkonto buchen darf", erklärt Thomas Bradler, Jurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Zweiwöchige Rückgabefrist beachten

In diesen Fällen hat der Kunde also keinen Anspruch darauf, das Geld ausbezahlt zu bekommen. Das gilt etwa dann, wenn die zweiwöchige Rückgabefrist bereits abgelaufen war und ein Händler einen fehlerfreien Artikel dennoch zurücknimmt. "Wenn es sich um eine reine Kulanz handelt, dann kann er natürlich sagen: Kauf wieder bei mir ein", erklärt Hannelore Brecht-Kaul, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Allzu lange sollte man eine Gutschrift nicht auf dem Kundenkonto liegen lassen. "Da gilt die gesetzliche Verjährung", erklärt Brecht-Kaul. Und die beträgt drei Jahre zum Ende des Kalenderjahrs. Danach hat der Kunde keinen Anspruch mehr darauf.

Vom Widerrufsrecht Gebrauch machen

Anders ist die Situation, wenn man einen Rechtsanspruch hat, den Vertrag rückgängig zu machen. So kann man etwa bei Bestellungen im Netz von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Dann darf man innerhalb von zwei Wochen den Artikel ohne Angabe von Gründen zurücksenden - und erhält sein Geld zurück.

Wenn man von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, ist der Vertrag nicht mehr gültig, erklärt Bradler. Dementsprechend habe der Kunde das Recht, sein Geld zurückzubekommen. Manche Händler versuchten aber, den Kunden zu einem Umtausch zu bewegen oder fordern ihn auf, andere Ware für den offenen Betrag zu kaufen. "Beide Reaktionen wären unrechtmäßig", so Anwalt Becker.

Wann das Gewährleistungsrecht zutrifft

Das Gleiche gilt auch, wenn man vom sogenannten Gewährleistungsrecht Gebrauch macht. Bei einem fehlerhaften Produkt muss man dem Händler zunächst das Recht einräumen, den Artikel zu reparieren oder umzutauschen. Scheitert dies, hat man Anspruch darauf, sein Geld zurückzubekommen.

Verzugszinsen einfordern und Händler verklagen

Verkäufer dürfen sich mit der Rückzahlung auch nicht beliebig Zeit lassen. Wenn das Geld nicht nach 30 Tagen beim Kunden eingeht, ist der Händler nach Angaben von Verbraucherschützerin Brecht-Kaul bereits im Verzug: "Dann könnte man Verzugszinsen geltend machen."

Ein Gesetz soll 2014 Details der Rückzahlung klären

Derzeit ist noch nicht festgelegt, auf welchem Weg das Geld bezahlt werden muss, sagt Becker. Erst am 13. Juni 2014 tritt eine neue gesetzliche Regelung in Kraft. "Sie legt fest, dass das Geld auf gleichem Weg zurückgezahlt werden muss", sagt Becker. Der Händler darf dann also beispielsweise nicht einfach einen Scheck schicken, wenn der Kunde ursprünglich per Überweisung gezahlt hat.

Bei einem Gutschein: Kein Anspruch auf eine Auszahlung

Eine Ausnahme von der Regel gibt es aber auch: Hat der Kunde ein Produkt ursprünglich per Gutschein bezahlt, muss ihm das Geld nicht ausgezahlt werden. "Dann hat er keinen Anspruch darauf", so Brecht-Kaul. Ist ein Artikel teilweise per Gutschein bezahlt worden, müsste bei einem Widerruf sauber getrennt werden. Der Gutscheinteil darf aufs Kundenkonto, der andere Teil gehört in jedem Fall ausgezahlt.

Gütesiegeln nicht blind vertrauen

Mit Gütesiegeln wollen viele Online-Shops die Zuversicht von Verbrauchern gewinnen. Die Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) warnen aber vor blindem Vertrauen. Besser sollten Verbraucher die Kriterien der Siegelvergabe auf der Webseite des Shops oder der des Siegelherstellers einsehen. Die Kriterien verraten, welche Bedingungen ein Shop für die Siegel erfüllen muss.

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