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Tuberkulose geht weltweit zurück - WHO beklagt dennoch Rückschläge

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Tuberkulose geht weltweit zurück - WHO beklagt dennoch Rückschläge

24.10.2013, 15:22 Uhr | t-online.de, dpa

Die Zahl der an Tuberkulose Erkrankten geht weltweit zurück – doch die WHO beklagt einige Rückschläge. So machen resistente Erreger und Fehler im System Medizinern zu schaffen.

Gegen herkömmliche Medikamente resistente Erreger drohen den Kampf um die Auslöschung der Tuberkulose zu verzögern.

Auch drei Millionen Kranke, die durch das Raster der Gesundheitssysteme fallen, seien ein Rückschlag, sagte Mario Raviglione von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in London bei der Vorstellung eines neuen Berichts.

Tuberkulose-Kranke fallen durchs Raster

Weltweit sterben demnach immer weniger Menschen an der von Bakterien verursachten Tuberkulose. "Qualitativ hochwertige Tuberkulose-Behandlung für Millionen hat die Zahlen nach unten gedrückt", sagte Raviglione. 2012 erkrankten weltweit 8,6 Millionen Menschen an Tuberkulose, 1,3 Millionen starben. Das sind jeweils 100.000 weniger als im Jahr zuvor.

Es gehe jetzt vor allem darum, die drei Millionen Menschen zu erreichen, die an der Erkrankung litten, aber durch das Raster der Gesundheitssysteme fielen, sagte Raviglione, WHO-Direktor für das weltweite Tuberkulose-Programm. "Bei weitem zu viele Menschen werden von den Behandlungen nicht erfasst. Sie werden nicht diagnostiziert, nicht behandelt oder sie können mit den Informationen, die sie bekommen, nichts anfangen."

Wenn Behandlung bei Tuberkulose nicht mehr greift

Außerdem gelte es, multiresistente Tuberkulose-Erreger zu bekämpfen. Allein im vergangenen Jahr seien 450.000 Menschen an einer Tuberkulose-Form erkrankt, bei der herkömmliche Behandlungsmethoden nicht wirken. Betroffen seien vor allem China, Indien und Russland. "Wir haben Patienten, bei denen die Erkrankung diagnostiziert ist, aber die Versorgung mit Medikamenten ist nicht ausreichend und es steht nicht genügend ausgebildetes Personal zur Verfügung", sagte der Italiener.

"Vor allem die Verbreitung der medikamentenresistenten Tuberkulose (MDR-TB) macht uns große Sorgen", sagte Philipp Frisch von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland zu dem WHO-Bericht. "In vielen Ländern, in denen wir arbeiten, gibt es immer mehr Fälle von MDR-TB, die ungleich schwieriger zu behandeln ist." Die Behandlung rufe schwere Nebenwirkungen hervor, dauere lange und sei deutlich teurer. "Dazu kommt, dass die Heilungschancen bei unter 50 Prozent liegen."

Wie kann man sich vor Tuberkulose schützen?

Schützen kann man sich nur durch die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Tröpfcheninfektion wie gründliches Händewaschen und Abstand halten. Die Impfung gegen Tuberkulose wird für Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit 1998 nicht mehr empfohlen. Es ist nicht sicher, ob die Impfung wirkt, und das Risiko an Tbc zu erkranken ist in der Bundesrepublik vergleichsweise gering.

Der Impfstoff ist wegen dieser Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr zugelassen, international ist er jedoch verfügbar. Wer einen längeren Auslandsaufenthalt in Asien oder Afrika plant, sollte sich über die jeweiligen Impfbestimmungen informieren.

Raucher sind besonders gefährdet

Patienten mit einer herabgesetzten Immunabwehr sind besonders gefährdet, an einer Tuberkulose zu erkranken. Dazu gehören Menschen mit Krebs, Niereninsuffizienz, Diabetes und HIV-Infizierte, aber auch Raucher, wie eine Studie aus Taiwan mit über 17.000 Teilnehmern belegt hat. Rauchen verringere die Abwehrkraft bei Infektionen, so dass die Gefahr einer Erkrankung steigt, erklärten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Das Risiko einer Tbc-Erkrankung sei davon abhängig, wie viele Zigaretten am Tag geraucht werden und seit wie vielen Jahren. "Oder anders gesagt: Das Risiko ist umso größer, je mehr Packungsjahre ein Raucher auf dem Buckel hat", warnten die Experten.

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