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Kaffeekapseln: Kauftipps für die Kapselmaschine

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Kaffee auf Knopfdruck  

Was bei Kapselmaschinen zu beachten ist

30.10.2013, 11:53 Uhr | afp/ag, AFP

Kaffeekapseln: Kauftipps für die Kapselmaschine. Kaffeekapseln liegen im Trend - obwohl sie teuer sind und der Umwelt schaden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kaffeekapseln liegen im Trend - obwohl sie teuer sind und der Umwelt schaden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die gute alte Kaffeemaschine hat einen zunehmend schweren Stand: Immer mehr Kaffeetrinker in Deutschland schwören auf die Zubereitung von Espresso, Cappuccino oder Latte macchiato mit bequemen Kaffeekapsel-Maschinen, die mittlerweile auch Einzug ins Sortiment der Discounter gehalten haben. Allein im vergangenen Jahr stieg der Kapselabsatz nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands um 16 Prozent. Lesen Sie hier, was Sie beim Kauf einer Kapselmaschine beachten sollten.

Bequeme Zubereitung ist ein Vorteil

Ein Vorteil von Kapselkaffeemaschinen ist die bequeme Zubereitung: Zum anderen ermöglichen sie die Zubereitung der diversen Kaffeevarianten, die Verbraucher inzwischen aus Cafés oder von internationalen Coffeeshop-Ketten bestens kennen. Die jeweilige Kaffeemischung ist in den kleinen Kapseln bereits fertig portioniert und wird von den dazugehörigen Maschinen auf Knopfdruck automatisch mit heißem Wasser aufgebrüht. Weil diese mit hohem Druck arbeiten, können sie anders als normale Kaffeemaschinen auch Espresso und darauf basierende Varianten wie einen Cappuccino zubereiten. Welche Rezepturen im Einzelnen verfügbar sind, richtet sich aber nach den Anbietern.

Kaffee aus Kapselmaschinen ist teurer

Bequemlichkeit hat ihren Preis: Kapselmaschinen-Kaffee ist deutlich teurer als aus der Zubereitung von Hand. Einzelne Portionspatronen des führenden Anbieters, die je sechs Gramm Kaffee enthalten und für eine Tasse reichen, kosten zwischen 30 und 40 Cent. Es gibt auch Kapseln von Drittanbietern, die günstiger sind. Aldi Süd verkauft seine eigenen Kapseln zum Preis von 19 Cent je Tasse. Bei den genannten Markenkapseln entspricht das umgerechnet einem Preis von immerhin bis zu 30 Euro und mehr je Pfund Kaffee. Bei der Aldi-Version ist es etwa die Hälfte. Ein Pfund Filterkaffee ist je nach Qualität ab etwa drei Euro zu haben. Eine 250-Gramm-Packung Espresso gibt es in Supermärkten zwischen drei bis acht Euro. Wer Espresso oder Kaffee selbst zubereitet, zahlt in der Regel höchstens zehn Cent pro Tasse - meist wohl deutlich weniger.

Kapseln von Fremdfirmen passen oft nicht

Bei Kapseln von Fremdfirmen sollte allerdings geprüft werden, ob diese tatsächlich passen. In der Regel eignet sich nur eine bestimmte Kaffeekapsel für ein Kapselsystem. Die Döschen können oft nur bei der Firma gekauft werden, die den Kaffee und die entsprechenden Maschinen vermarktet. Die Stiftung Warentest kritisiert, hierbei werde der Kunde "zum Sklaven des jeweiligen Systems". Es gibt jedoch ein wachsendes Angebot Kapseln von Fremdherstellern. Diese sind oft günstiger als die Originale. Allerdings sollte bei solchen Produkten genau geprüft werden, ob sie tatsächlich passen. Die Original-Hersteller wehren sich gegen derartige Drittanbieter unter anderem mit technischen Tricks und auf juristischem Weg.

Tipp: Kostprobe vor dem Kauf

Neben der Preisfrage ist es auch eine Geschmacksfrage, denn so mancher Kaffeefan schwört auf das spezielle Aroma seiner Lieblingsmarke. Tipp: Ehe Sie sich für ein bestimmtes Kaffeesystem entscheiden, probieren Sie, ob Ihnen die Kaffeemischungen der zugehörigen Marke überhaupt schmecken, beziehungsweise ob es ebenso schmackhafte Billig-Alternativen gibt. Die angenehmste Vergleichsmöglichkeit bietet sich bei der Kaffeeverkostung im Freundes- und Bekanntenkreis.

Alles andere als umweltfreundlich

Die Umweltbilanz der Kapseln wird aufgrund der aufwändigen Verpackung oft kritisiert. Die aromaversiegelten Mini-Packungen bestehen entweder aus Aluminium oder - wie auch im Fall von Aldi - aus Kunststoff. Für jede Tasse Kaffee fällt also Abfall an, der entsorgt werden muss. Vor allem die Produktion von Aluminium kostet generell viel Energie. Aluminium ist allerdings auch wiederverwertbar, sofern es in den entsprechenden Abfalltonnen landet. Hersteller verweisen deshalb auf die in Deutschland bestehende Recyclingsysteme, um die Bedenken zu mildern. Es gibt außerdem auch Drittanbieter, die kompostierbare Kapseln aus einem biologisch abbaubarem Kunststoff anbieten.

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