Sie sind hier: Home > Leben >

Lebensmittel: Eklige Zustände in deutschen Betrieben

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Foodwatch  

Horror-Zustände in deutschen Lebensmittelbetrieben

12.12.2013, 17:04 Uhr | dpa, AFP, stw

Lebensmittel: Eklige Zustände in deutschen Betrieben . Lebensmittel: Eklige Zustände in deutschen Betrieben.  (Quelle: foodwatch)

In dieser Pfanne sollten besser keine Lebensmittel zubereitet werden. (Quelle: foodwatch)

Eine verdreckte Eiswürfelmaschine, eine tote Ratte und pechschwarzes Frittier-Fett: Das sind nur einige der katastrophalen Hygienemängel in deutschen Lebensmittel-Betrieben. Die amtliche Lebensmittelüberwachung in Deutschland kann weder Skandale verhindern noch ihre gesetzliche Aufgabe erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und hat erneut die Lebensmittelüberwachung in Deutschland kritisiert. In ihrem Report "Von Maden und Mäusen", zeigt sie die Zustände der Schmuddelbetriebe.

Kontrollen reichen nicht aus

Die derzeitigen Lebensmittelkontrollen reichten nicht aus und Informationen über Beanstandungen seien für Bürger kaum zu bekommen, heißt es in dem Bericht. "Die Politik schützt die Schmuddelbetriebe besser als die Verbraucher", klagt Matthias Wolfschmidt von Foodwatch.

Fast jede fünfte Fleischprobe wird beanstandet

Seit Jahren werde in Deutschland bei Kontrollen jeder vierte Lebensmittelbetrieb und fast jede fünfte Fleischprobe beanstandet, ohne dass Verbraucher die Namen von Unternehmen und Produkten erfahren würden.

Die Ekel-Liste der Kontrolleure, die in Betrieben vor Ort waren, ist lang und reicht laut Foodwatch von vergammelten Konserven, dreckigen Pfannen bis hin zu Mäusen, die in der Bäckerei spazieren gehen. Auch Käfer und lebende Motten waren keine Seltenheit.

Auf Beanstandungen wird nicht reagiert

Für ihren Report stellte die Organisation 54 Anfragen an zuständige Behörden in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Sie wollte wissen, in welchen Betrieben oder Produkten die Kontrollen Probleme bei der Hygiene oder den Lebensmitteln ans Licht gebracht hatten. Allein für die Herausgabe der als gesundheitsgefährdend oder -schädlich eingestuften Proben aus einem Jahr verlangten die niedersächsischen Behörden 10.000 Euro. Die Stadt Essen wollte für 140 beanstandete Fleischproben fast 20.000 Euro haben, heißt es in dem Bericht.

Nur in sieben Fällen sei vollständig und kostenfrei informiert worden, erklärte Foodwatch. Wegen Klagen von Betrieben gegen eine Veröffentlichung gebe es in vielen Fällen gar keine Informationen. 

Verbraucher gucken in die Röhre

Auch mit der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung von Grenzwertüberschreitungen bei Schadstoffen und Verstößen über der Bußgeldgrenze von 350 Euro sei es nicht weit her: Fast alle Bundesländer haben die Veröffentlichungen wegen zahlreicher Klagen aus der Wirtschaft ausgesetzt. Auch seien die Informationen im Internet für Bürger kaum aufzufinden. 

Foodwatch fordert mehr Transparenz

Foodwatch fordert daher, dass alle Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung veröffentlicht werden müssen – im Internet und an der Tür eines jeden Betriebes, Supermarktes oder Restaurants, mit einem Smiley-Symbol, so wie es beispielsweise bereits in Dänemark passiert.

"Verbraucher müssen endlich erfahren, wer die Gammelfleisch-Händler, Pferdefleisch-Panscher oder Schmuddel-Wirte sind – ansonsten fehlt den Betrieben der Anreiz, sich an die Gesetze zu halten und der nächste Lebensmittelskandal ist nur eine Frage der Zeit", so die Organisation.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Perfekt aussehen in nur einer Minute mit Magic Finish
jetzt entdecken bei asambeauty
Shopping
Bis zu 1,5 GB Datenvolumen - ab 2,95 €* pro 4 Wochen
die neuen Prepaid-Tarife der Telekom
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys
Meistgesuchte Themen
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017