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Zeitumstellung Sommerzeit: Mit diesen Tricks klappt's leicht

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Zeitumstellung 2016  

In kleinen Schritten an die Sommerzeit gewöhnen

23.03.2016, 09:09 Uhr | dpa-tmn, dpa

Wann wird die Uhr vor- und zurückgestellt?
Tipps zur Zeitumstellung

Die Uhr wird umgestellt! Stichtag ist der letzte Sonntag im März für die Sommerzeit und der letzte Sonntag im Oktober für die Winterzeit.

Tipps zur Zeitumstellung


Langschläfer freut die Zeitumstellung eher weniger, denn am Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt. Ausnahmsweise kann man in diesem Jahr aber fast gelassen an die Sache herangehen: Schließlich fällt die Zeitumstellung auf das lange Osterwochenende. Trotzdem sollte man sich schrittweise umstellen. Mit ein paar kleinen Tricks lassen sich Schlafstörungen umgehen.

Beliebt ist die Zeitumstellung in Deutschland nicht. Das zeigen regelmäßig Umfragen – egal ob zur Sommerzeit oder zur Winterzeit. Denn die Zeitumstellung sorgt bisweilen für Probleme.

In Mini-Schritten an die Sommerzeit gewöhnen

Eigentlich gleicht die Zeitumstellung einem Mini-Jetlag, sagt Hans-Günter Weeß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster. Die meisten Menschen haben sich nach ein bis zwei Tagen daran gewöhnt. Aber: "Gerade Ältere, Kinder oder Menschen mit Schlafstörungen tun sich mit der Umstellung schwerer." Bei ihnen kann die Umstellung bis zu einer Woche dauern.

UMFRAGE
Was halten Sie von der Zeitumstellung?

Jeden Abend zehn Minuten früher ins Bett gehen

Im Idealfall beginnt man schon ein paar Tage vorher mit der Umstellung, rät Weeß. "Am besten geht man ab Gründonnerstag jeden Tag zehn Minuten früher ins Bett." Dann hat man sich bis Arbeits- oder auch Schulbeginn am Dienstag schrittweise umgewöhnt. So ist man gewappnet, wenn man mit der Zeitumstellung eine Stunde länger wach bleiben und eine Stunde länger schlafen darf - oder auch muss. Von Samstag auf Sonntag (27. März) wird die Uhr von 2.00 auf 3.00 Uhr gestellt - die Nacht ist also eine Stunde kürzer.

Auch Kinder sollten sich schrittweise umstellen 

Auch die Kinder sollten jeden Tag zehn Minuten früher ins Bett kommen, erklärt Weeß. Das kann vor allem bei Kindern, die schon die Uhr lesen können, schwierig werden. "Am besten locken Sie sie mit dem Vorlesen einer besonderen Geschichte ins Bett oder versprechen ihnen für den nächsten Tag etwas Schönes." Die Kinder mit Fernsehen oder Tablet ins Bett zu locken, hält er für keine gute Idee, weil Filme auf Kinder häufig anregend wirken und der Schlaf vor dem Fernseher wenig erholsam ist. Auch im Bett noch ins Internet zu gehen oder mit Freunden zu chatten, sollten Eltern nicht erlauben. Zwar sind die Kinder dann im Bett, schlafen tun sie aber nicht. Stattdessen bekommen sie so weniger Schlaf und sind noch müder.

Vorzeitige Müdigkeit vertreiben

Ist die Uhr umgestellt, wird manch einer abends "zu früh" müde. Eigentlich kein Problem, nur rächt sich das höchstwahrscheinlich am Morgen, und man wacht quasi mitten in der Nacht auf. "Mit Sport, leichteren Mahlzeiten am Abend sowie Verzicht auf Alkohol kann man die Müdigkeit abends vorübergehend vertreiben", empfiehlt Weeß.

Auf Mittagsschlaf verzichten

Können Erwachsene selbst abends nicht so gut früher einschlafen, sollten sie auf jeden Fall auf ausgedehnte Mittagsschläfchen verzichten, empfiehlt Weeß. "Ein langer Mittagsschlaf kann das Einschlafen erschweren." Wer es nicht ohne durch den Tag schafft, sollte höchstens zehn Minuten schlafen. "Das reicht aus, um sich für die nächsten Stunden fit und erfrischt zu fühlen und sollte den Abend nicht zu sehr beeinträchtigen." Wer morgens wegen der Zeitumstellung nicht so richtig in die Gänge kommt, greift am besten zu allen Maßnahmen, die wach machen: "Früh-Gymnastik, Wechselduschen und am besten rasch an die frische Luft und ins Tageslicht gehen", rät Weeß.

Bewegung im Freien gegen den Winterblues

Neben der Schlafproblematik steht manch einer im Winter auch vor einem weiteren Problem: Lichtmangel. "Lichtmangel fördert die Produktion des sogenannten Schlafhormons Melatonin und dämmt die Bildung des Glückshormons Serotonin ein." Das beeinflusst nicht nur den Tagesrhythmus, sondern kann auch auf die Stimmung schlagen: Mögliche Folgen sind ein Winterblues oder eine Winterdepression, erklärt Weeß. "Mit viel Licht, viel Bewegung im Freien kann man gegensteuern."

Er selbst habe außerdem eine Schreibtischlampe, deren Lichtspektrum dem Sonnenlicht nachempfunden ist. Solche Lampen werden eigentlich in der Lichttherapie eingesetzt. Man kann sie aber auch für zu Hause kaufen. "Man sollte darauf achten, dass die Lampe 10.000 Lux hat. Dann reicht es, eine halbe Stunde davor zu sitzen. Ein Spaziergang im Freien ist aber mindestens genauso ergiebig."

PTB läutet die Sommerzeit ein

In der Nacht zum Sonntag endet die Winterzeit und es wird an der Uhr gedreht. Um 2.00 Uhr morgens wird um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt. Für Langschläfer ist das keine gute Nachricht, denn sie können eine Stunde weniger im Bett bleiben. Die Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Ursprünglich ging es um bessere Energienutzung: Die Zeitverschiebung sollte im Sommer Unternehmen und Haushalten mehr Tageslicht verschaffen. Verantwortlich für die Zeitumstellung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Mitarbeiter programmieren einen Zeitsender im hessischen Mainflingen, der das Signal zur Umstellung aussendet. 

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