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Edle Whisky-Sondereditionen

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Edle Whisky-Sondereditionen

30.05.2014, 11:07 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Edle Whisky-Sondereditionen. wanted.de hat Sondereditionen aus Schottland verkostet (Quelle: t-online.de)

wanted.de hat Sondereditionen aus Schottland verkostet (Quelle: t-online.de)

Mit immer neuen Spezial-Abfüllungen bedienen die Brennereien die rasant steigende Whisky-Nachfrage. Die Preise für die Limited Editions und Refills liegen meist weit über den bekannten Abfüllungen der Destillen. Doch heißt edler und seltener auch besser?

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Für Helge Müller, Whisky-Sommelier und Ausbilder für Barkeeper, ist die Sache eindeutig: "Geschmacklich und von der Rendite her sind Sondereditionen immer ihr Geld wert – denn die Hersteller verwenden dafür stets die besten Fässer," sagt er im Gespräch mit wanted.de. "Das Ganze ist eine Speerspitze für das Image." Gerade bei kleinen Auflagen sei die Sache wie bei einem Picasso: "Die Anzahl ist begrenzt und nicht reproduzierbar. Da Flaschen getrunken werden, steigt der Wert der verbliebenen Abfüllungen."

Die Rendite stimmt

Auch Horst Lüning, der Deutschlands größten Online-Shop Whisky.de betreibt, zeigt sich überzeugt von Sondereditionen. Für eine größere Bandbreite sorgten die Hersteller durch Fässer unterschiedlicher Herkunft, andere Alkoholstärken oder eine besondere Fassauswahl, urteilt der Experte, der bei 1000 verkosteten Whiskys aufgehört hat zu zählen.

Auf Anfrage von wanted.de riet Lüning Sammlern, unbedingt einzusteigen: "Es gilt, preiswerte Flaschen zu finden, die in zehn Jahren das Zehnfache kosten. Das ist die Kunst des Sammelns."

Lüning riet zu den "üblichen Verdächtigen": "Besonders die Brennereien in der Südhälfte der Insel Islay: Ardbeg, Bowmore, Lagavulin, Laphroaig. Aber auch das Mainland hat einige Schätze zu bieten: Macallan und Glenmorangie sind die Brennereien mit höchstem Potenzial. Allerdings ist es wegen der extremen globalen Nachfrage bei Macallan sehr schwer geworden überhaupt noch Flaschen zu bekommen. Auch die vorgelagerten Inseln haben Schätze zu bieten: Highland Park, Springbank und Talisker sind die Wichtigsten."

Schmeckt teurer auch besser?

Damit sind sich die Experten aus der Branche also einig – Sondereditionen sind ihr Geld immer wert.

Die Redaktion von wanted.de machte sich nun an den Test. Das Fazit vorweg: Teurer ist im subjektiven Geschmack nicht immer besser. Wir schmeckten durchweg gute Whiskys mit kleineren geschmacklichen Varianten, aber auch wenige fulminante Neuerungen im Vergleich zu den Standard-Abfüllungen.

Zunächst schenkten wir uns den Highland Park Freya ein – die neueste Wikinger-Gottheit von der nördlichsten Brennerei Schottlands auf der Insel Orkney. Wie bei vielen Sonderabfüllungen üblich, liegt der Alkoholgehalt weit über den üblichen 40 Prozent. Freya deckt eine große Aromen-Bandbreite ab – der Whisky schmeckt sowohl salzig und jodig als auch leicht nach Eichenholz, Mandeln, Malz und Vanille. Auch ein Schuss Kräuter und Ingwer ist zu schmecken, bevor sich im Nachklang ein wenig Rauch ausbreitet. Viel von allem – aber wenig Wucht auf einer Geschmacksnote. Dieser Whisky ist handwerklich sicher hervorragend gemacht, blieb uns aber nicht besonders in Erinnerung. Die Edition, die anfangs für 140 Euro verkauft wurde, ist fast überall vergriffen, die Preise liegen aktuell bei 250 Euro.

Der Glenrothes Vintage aus den Highlands ist mild-fruchtig und kommt in diesen Wochen auf den deutschen Markt. Für die Edition 2001 – sie errang beim Internationalen Spirituosen-Wettbewerb die silberne Medaille - werden die besten Fässer einzelner Jahrhänge ausgewählt, verfüllt werden amerikanische Bourbon- und spanische Sherry-Fässer. Somit gelangt nur ein kleiner Teil der Casks eines Jahrganges in einen Vintage. Neben Vanille und Eiche zeigen sich die für Glenrothes typischen Gewürze, wie etwa ein Hauch von Muskat. Preislich wird der Glenrothes um die 40 Euro liegen, wobei übrigens der Speyside-Brand 1985 heute schon zum Zehnfachen gehandelt wird. Auch dieser Brand traf die Geschmäcker der Tester nicht unbedingt perfekt.

Süßer zeigt sich der Glenmorangie Lasanta Refill, der gerade in die Läden kommt: Die für ihre Toffeenoten bekannte Destille verwendet die längsten Brennblasen Schottlands, weswegen besonders leichte Alkohole und Aromen in die Flasche gelangen. Und auch hier dominieren die US-Bourbon-Fässer mit einer fruchtigen Würze, aber auch zum Abgang mit einem minimalen Hauch Schärfe, der im Gaumen an Ingwer erinnert. Die Neuauflage des Lasanta wird zehn Jahre in Bourbon-Fässern gelagert, schließlich in Oloroso-Sherry-Casks und in der neuen Edition in Pedro-Ximénez-Fässern. Diese süße, nur selten angebaute Weißweintraube ist die Basis für einen sehr üppigen Sherry, der das Aroma des Lasanta verstärkt. Dieser Trunk traf schon eher den Nerv der Redaktion.

Fulminanter und somit für uns gefälliger ist der Laphroaig Select. Wie üblich bei diesem super-herben Whisky begrüßt eine Wolke den Genießer, die nach angebranntem Autoreifen schmeckt. Dabei ist diese Edition flacher als der herkömmliche Laphroaig, was neue Kunden anlocken soll. Im Geschmack gesellt sich Jod zur Kohle und nun auch ein minimaler Einfluss von Mandeln. >>

Tatsächlich tritt die Select-Edition im Vergleich zu den sonstigen Abfüllungen einen Tick milder und süßer auf, was wir begrüßen.

Bleibt zum Abschluss der neue Ardbeg Auriverdes– er bleibt in seiner Rauchigkeit der Tradition der Insel Islay treu. Dieser Trunk blieb uns am stärksten im Gedächtnis, er ist der wohl sanfteste Ardbeg bislang und feiert mit den Farben Gold und Grün (Auriverdes) die brasilianische Nationalmannschaft. Die Bandbreite bei der Bewertung reichte hier von der Schulnote 1 bis 4 – so ist das meist bei Ardbeg. Dank der getoasteten Deckel bekommt der Auriverdes eine Mokkanote mit, die sich mit einem cremigen Vanilleton mischt. Soll heißen: Rauchschinken trifft auf Buttertorte, dazu gesellen sich ein wenig Teer und Kräuter.

Fazit: Sondereditionen bieten spezielle Nuancen, fallen aber keineswegs geschmacklich enorm aus dem Rahmen. Der Mini-Trend in der Redaktion geht auch diesmal zu rauchigen Whiskys, die süßer als bisher auftreten: Dreimal siegte der Ardbeg Auriverdes, einmal der Laphroaig Select, bei einem Tester lag der Glenmorangie Lasanta vorne. Wer eher feinere Nuancen schätzte, wird wohl den Freya oder den Glenrothes bevorzugen.

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