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Stiftung Warentest gerät zunehmend in die Kritik: Risiken aufgebauscht

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Risiken aufgebauscht  

Stiftung Warentest gerät zunehmend in die Kritik

04.05.2014, 14:36 Uhr | cme

Stiftung Warentest gerät zunehmend in die Kritik: Risiken aufgebauscht. Die Testkriterien der Stiftung Warentest werden zunehmend kritisiert.  (Quelle: imago/Stefan Zeitz)

Die Testkriterien der Stiftung Warentest werden zunehmend kritisiert. (Quelle: Stefan Zeitz/imago)

Kaum eine Organisation genießt bei den Verbrauchern so viel Vertrauen wie die Stiftung Warentest. Doch das Image als neutrale und unabhängige Stiftung gerät ins Wanken. Jüngstes Beispiel ist der Streit um das schlechte Testurteil einer "Ritter Sport"-Schokolade. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" üben inzwischen auch Wissenschaftler und Politiker scharfe Kritik an den Methoden der Warentester.

Im Fall "Ritter Sport" hatte Warentest behauptet, der Schokoladenhersteller verwende in seiner Nuss-Schokolade ein chemisch hergestelltes Aroma - und vergab dafür ein mangelhaftes Testurteil. "Ritter Sport" konterte und gewann den Rechtsstreit in erster Instanz. Denn die Herkunft des Aromas lässt sich nicht nachvollziehen. Die Stiftung Warentest darf nun nicht mehr behaupten, das Aroma sei chemisch hergestellt.

Gesundheitsrisiken übertrieben dargestellt?

Laut der "Welt am Sonntag" ist dies nicht das einzige zweifelhafte Testergebnis. Auch Wissenschaftler zweifeln inzwischen an der Neutralität des Verbrauchermagazins. "Problematisch kann es sein, wenn die Stiftung ihre Testergebnisse so kommuniziert, dass diese zu vermeintlichen Gesundheitsrisiken aufgeblasen werden", sagte der Vizepräsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Reiner Wittkowski gegenüber der Zeitung. Das BfR ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die Gutachten zur Sicherheit von Lebensmitteln, Chemikalien und Produkten erarbeitet.

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Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts, ergänzt: Die Stiftung schüre "Ängste unter den Verbrauchern, die teils völlig unberechtigt sind".

Transparenz auch bei Warentest gefordert

Der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Die Grünen) mahnte ebenfalls zur Transparenz: "Auch die Stiftung muss sich bei den Prüfkriterien an dem Transparenz-Gedanken messen lassen", sagte er gegenüber dem Blatt. Jede zusätzliche Information sei ein Zugewinn für die Verbraucher.

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