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Spülmaschine muss geputzt werden: So entfernen Sie Keime

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Sie reinigt sich nicht selbst  

So entfernen Sie Keime aus der Spülmaschine

05.04.2017, 17:02 Uhr | dpa-tmn

Spülmaschine muss geputzt werden: So entfernen Sie Keime. Eine Frau räumt die Spülmaschine aus (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/George Doyle)

Selbst die Spülmaschine muss gereinigt werden (Quelle: George Doyle/Thinkstock by Getty-Images)

Warum etwas reinigen, was sich ständig durchspült? Wer so denkt, liegt falsch. Denn die Spülmaschine ist kein Ort der absoluten Sauberkeit. Wie Sie Keime aus Ihrer Maschine entfernen, erfahren Sie hier.

Die Spülmaschine ist eine großartige Erfindung: Sie spült das Geschirr sauber und reinigt sich selbst gleich mit – könnte man meinen. Aber wenn Gläser und Besteck stumpf oder fleckig aus der Maschine kommen oder sich an Sieb und Besteckkorb ein Schmierfilm ausbreitet, ist eine Grundreinigung fällig.

"Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass ein Geschirrspüler sehr schmutzig werden kann, wenn man ihn nicht regelmäßig reinigt", sagt Monika Wittkowski vom DHB Netzwerk Haushalt. "Gerade an den Seiten, wo die Dichtungen sind, aber auch im Innenraum."

Ist Vorspülen nötig?

Damit Essensreste nicht die Maschine verkleben, sollten sie mit einem Holzschaber vom Geschirr gekratzt werden. Teller und Töpfe per Hand vorzuspülen, ist aber nicht nötig und verbraucht zudem mehr Wasser und Strom als das Reinigen mit der Spülmaschine.

Gut für die Maschine ist es auch, das dreckige Geschirr immer direkt einzuräumen und die Tür geschlossen zu halten: "Die Feuchtigkeit in der Spülmaschine verhindert, dass die Speisereste antrocknen", erklärt Wittkowski.

Maschinensieb und Spülarme regelmäßig säubern

Daneben sollte ein- oder zweimal im Monat das Maschinensieb gereinigt werden: einfach im Spülbecken gut durchspülen, erläutert Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). "Ein wenig Handspülmittel löst zusätzlich Fettablagerungen."

Auch in den Spülarmen können sich Essensreste festsetzen, denn das Wasser wird mehrmals aus dem Innenraum der Maschine abgepumpt und durch die Sprüharme wieder auf das Geschirr verteilt. "Hier sollte man ab und zu überprüfen, ob die Düsen frei sind, damit das Wasser überall hingesprüht werden kann", sagt Glassl. Die Spülarme lassen sich herausnehmen und unter fließendem Wasser durchspülen.

Türdichtungen können schnell klebrig werden

Damit der Innenraum glänzt, spülen Verbraucher die Maschine am besten einmal durch, ohne sie mit Geschirr zu beladen. Als Reiniger eignen sich hier normale Spülmaschinentabs und -pulver oder spezielle Pflegeprodukte.

Danach lohnt sich ein Blick auf die Türdichtungen, denn hier entsteht aus Fett und Schmutz schon mal ein klebriger Film. "Die Türdichtungen muss man regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen", erklärt Wittkowski. "Am besten dann, wenn die Maschine gerade gelaufen ist. So kann ich den Schmutz mit der Restfeuchte, die noch in der Spülmaschine ist, gleich wegwischen."

Klarspüler und Regeneriersalz sorgen für glänzendes Geschirr

Für glänzendes Geschirr braucht die Spülmaschine neben dem Reiniger Klarspüler und Regeneriersalz. Der Klarspüler sorgt dafür, dass sich die Oberflächenspannung des Wassers verändert. Das Wasser läuft so besser ab und hinterlässt keine störenden Flecken beim Trocknen.

Das Salz unterstützt eine Entkalkungsvorrichtung. Es gibt auch Kombiprodukte, meist in vordosierten Tabs. Beim Salz müsse man allerdings eines beachten, so Glassl: "Die Kombiprodukte funktionieren nur bis zu einer Wasserhärte von 21 Grad Deutscher Härte. Wenn man in einem Gebiet mit härterem Wasser wohnt, dann braucht man noch zusätzlich Regeneriersalz." Den Kalkgehalt kennt der Wasserversorger.

So entfernen Sie sogar Keime

Viele Geschirrspüler verfügen über spezielle Sparprogramme, die bei niedrigeren Temperaturen waschen. Das ist gut für die Umwelt, begünstigt aber die Entstehung von Keimen. In den Leitungen können nämlich Ablagerungen entstehen, etwa von gehärteten Fetten aus Fertignahrungsmitteln wie Tütensuppen.

Daher rät das Forum Waschen in Frankfurt am Main, etwa einmal im Monat ein Programm mit einer Wassertemperatur von 60 Grad oder höher laufen zu lassen. Für die sonstige Reinigung reiche daneben das kältere Eco-Programm. Schafft die Maschine auch im höheren Programm nicht Fett- und Kalkablagerungen, sollte ein spezieller Gerätereiniger genutzt werden.

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