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Ausbreitung eines Malaria-Erreger in Südostasien alarmiert Forscher

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Wirksamkeit von Artemisinin  

Resistenter Malaria-Erreger greift in Südostasien um sich

01.08.2014, 18:59 Uhr | dpa, AFP

Die Ausbreitung eines Malaria-Erregers in Südostasien, der gegen das Standardmedikament Artemisinin resistent ist, lässt Wissenschaftler Alarm schlagen. Gegen das Medikament resistente Parasiten seien inzwischen in den Grenzregionen im Norden und Westen von Kambodscha, im Osten von Myanmar, in Thailand und Vietnam nachgewiesen, heißt es in einer im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie. Auch im Landesinneren von Myanmar, im Süden von Laos und im Nordosten von Kambodscha gebe es Anzeichen für Resistenz.

Die aktuelle Entwicklung gebe Anlass zu großer Sorge, heißt es in einer Mitteilung zur Studie. "Sollte sich die Resistenz von Asien aus nach Afrika ausbreiten, wäre viel des großen Fortschritts bei der Reduzierung von Todesopfern durch Malaria wieder rückgängig gemacht", wird Jeremy Farrar, Direktor des gemeinnützigen Wellcome Trust, zitiert.

Malaria-Erreger in Afrika noch nicht resistent

Die Wissenschaftler untersuchten Blutproben von 1241 Malaria-Patienten aus südostasiatischen Ländern und aus Kenia, Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo. Bei den Patienten aus den afrikanischen Staaten wurden keine gegen Artemisinin resistenten Erreger gefunden.

"Es könnte noch möglich sein, die Ausbreitung von Artemisinin-resistenter Malaria über Asien und dann nach Afrika zu verhindern und sie zu eliminieren", schreibt der Tropenmediziner Nicholas White von der britischen Oxford-Universität. "Aber dafür bleibt nur wenig Zeit." Eine mögliche Maßnahme sei, die Behandlung mit dem Medikament von bislang drei Tagen auf sechs Tage zu verlängern.

Beste Anti-Malaria-Mittel verlieren Wirkkraft

"Artemisinin-Medikamente sind wohl die besten Anti-Malaria-Mittel, die wir jemals hatten", erklärte die Hauptautorin der Studie, Elizabeth Ashley. "Wir müssen sie in Gebieten beibehalten, wo sie noch funktionieren."

Malaria-Erreger können unter anderem gegen Medikamente resistent werden, wenn die Behandlung zu früh beendet wird. Dann sind noch nicht alle Erreger abgetötet, die Parasiten mutieren und können gegen das Medikament immun werden. In der Vergangenheit entwickelten Parasiten-Stämme immer wieder eine Resistenz gegen bestimmte Malaria-Medikamente.

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