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Die feinsten neuen Spirituosen

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Feine Spirits - Whisky, Rum und co.

05.03.2015, 18:03 Uhr | Uwe Kauss - wanted.de

Die feinsten neuen Spirituosen. Rum und Whisky auf dem Vormarsch (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rum und Whisky auf dem Vormarsch (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frohe Kunde für Genießer: Die Destillen sind mit neuen Spezialitäten auf dem Weg zum Kunden. Welche edlen Brände Gourmets bald im Handel finden, beleuchtet wanted.de. Die neuen Top-Produkte und Edel-Trends bei Whisky, klaren Bränden und Rum. So viel vorweg: Auf das Fass kommt es an.

Foto-Serie mit 14 Bildern

Rum ist in. Jahrzehntelang war er meist nur Teil eines guten Drinks – viel Farbe, viel Alkohol. Doch nun lassen sich fassgereifte oder unfiltrierte Produkte kosten, mit langer Reifezeit im Holzfass oder aus ungewöhnlichen Ländern. Rum sei eine bislang zu wenig beachtete Spirituose, zudem sensorisch hoch interessant, erzählt Frank-Michael Böer, der gerade die Messe "Finest Spirits" organisiert hat. Und zwar zum zehnten Mal.

Rum ist im Kommen

Rückblende auf die Messe - und Ausblick auf die Neuheiten in den Läden. Böer urteilt: "Rum kann eine enorme Komplexität von Aromen bieten", erzählt er, "doch das muss sich erst herumsprechen." Nur wenige wüssten zudem, in wie vielen Ländern Rum außerhalb der Karibik produziert würden. Das seien gute Gründe, ihn verstärkt in den Mittelpunkt zu stellen.

wanted.de stimmt dem zu: Wir haben in einem großen Test einige interessante Rum-Sorten getestet. Und wir waren positiv überrascht. Wer auf süßen Speyside-Whisky steht, wird sich gerne auch an Rum gewöhnen. Denn die Rum-Destillen experimentieren nun auch mit langer Lagerung und diversen Fässern. Vor allem preisbewusste Genießer seien beim Rum genau richtig, betont Böer.

Denn beim Whisky hören die Preise gar nicht auf zu steigen. "Whisky ist en vogue, die Produzenten können gar nicht so viel produzieren, wie sie verkaufen könnten", erzählt er, "und das macht bislang unterschätzte und viel günstigere Spirituosen-Segmente wie Rum nun interessant." Whisky bleibt für Frank-Michael Böer dennoch weiterhin im Vordergrund, auch wenn sich die Trends immer wieder verändern. Erst trat der Gin aus dem Schatten, nun steht Rum vorne. Doch das Whiskygeschäft verändert das nicht. Whisky wird immer populärer – und ist richtig teuer, denn die Kunden werden anspruchsvoller. Um im Wettbewerb der Brennereien zu bestehen, setzen viele Produzenten auf die Reife >>

in alten Portwein- oder Sherryfässern, durch die Whisky eine sehr eigene, intensive Süße erhalten. Doch Port und Sherry wird immer weniger verkauft, zudem steigt der Whisky-Absatz in Europa und China. So nimmt die Zahl der Fässer im Weltmarkt ab, und das verknappt die Menge des Whiskys, der darin heranreift. Die schottische Brennerei Macallan etwa arbeitet daher eng mit der spanischen Sherry-Bodega Gonzales Byass zusammen, um an genügend erstbelegte Sherryfässer zu kommen.

Edler ist auch bei Glenlivet besser: Die Destille bringt ab April ihre "Founders Reserve Edition Livet" in die Läden. 14 Jahre lang ließ Master Distiller Alan Winchester die Füllung in einem einzelnen spanischen Sherry-Fass namens "Livet" reifen. Sein Aroma sollen reifer Pfirsich und Vanille sowie etwas Orangenmarmelade mit etwas Lakritz prägen. Die 450 Flaschen sind exklusiv in Deutschland zu haben, der Preis ist noch nicht bekannt. Der neue zweite neue Whisky der Brennerei ist die "Founders Reserve". Er kommt ohne Altersangabe auf dem Etikett und soll den "Glenlivet 12 years old" ablösen, der in der Szene einen hervorragenden Ruf genießt. Der Neue ist ein zeitloser Single Malt mit fruchtigen Noten nach Orangenzesten und Birnen, der sehr mild mit angenehmer Süße schmecken soll. Dafür sei der "besonders hohe Anteil an amerikanischen First-Fill Fässern verantwortlich", heißt es beim Produzenten. In Großbritannien kostet er 36 Pfund, also knapp 50 Euro. Der deutsche Preis war noch nicht bekannt.

Ein altes Getreide im Whisky

In diesen Tagen trifft von Glenmorangie der "Túsail" im Handel ein. Es ist die sechste Flasche in seiner feinen "Private Edition", die um 80 Euro zu haben ist. Die Brenner verwenden für ihren neuen Single Malt – "Túsail" bedeutet "Ursprung" - die fast vergessene Gerstensorte Maris Otter. Sie bietet hervorragende Eigenschaften zur Whisky- und Bierproduktion, wurde aber vor Jahrzehnten von ertragreicherer Aussaat verdrängt. Jetzt gibt Glenmorangie ihr ein neues Leben.

Talisker setzt mit seiner Neuheit dazu den Kontrast: Torfig, salzig, ein paar Meeresalgen, etwas Zitrus und ein wenig modische Süße von Apfel und roten Beeren – das sind die Aromen des neuen "Skye", der ebenfalls ab sofort für etwa 38 Euro zu haben sein wird. Selbst die Brennerei Kavalan aus Taiwan will nun einen Versuch in Deutschland wagen. Dazu treten zwei neue Whiskys aus zwei noch recht unbekannten japanischen Brennereien an: Akashi ist eine Marke von White Oak Destillery in der Nähe von Kobe. Die Flaschen sind noch eine Rarität in Europa. Togouchi ist die Marke der Destillerie Chugoku Jozo, sie benutzt zur Reifung ihrer Blends einen stillgelegten Eisenbahntunnel. Der Nippon steht im Fokus, seit Bill Murray in seiner "Whisky Bible" den "Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013" mit der Traumnote von 100 Punkten bewertete.

Neue Drinks aus Japan, Schottland, Deutschland

Nicht ganz neu, hier aber selten und spannend zu kosten sind die Jahrgangs-Scotchs "Glen Garioch - Berrys Own Selection", den der Produzent schon lange exklusiv für den hoch renommierten Wein- und Spirituosenhändler Berry Bros aus London produziert. Der hat mit Produkten seines Namens einen Ruf zu verlieren: Der Chef der ältesten Weinhandlung Großbritanniens ist zugleich der Kellermeister des Buckingham-Palastes. Je nach Jahrgang liegen die Preise in Großbritannien umgerechnet etwa zwischen 80 und 130 Euro pro Flasche. Unter den klaren Spirituosen dürfen sich die Genießer auf folgende Neuheiten freuen: Der Wodka "The Lion" wird in München hergestellt von der "Duke Distillery", die auch Gin gleichen Namens füllt. Gerste und Dinkel, nach Firmenangaben aus biologischem Anbau, sind die prägenden Geschmacksträger. Der Wodka schmeckt "eastern style", doch aufgrund einer schonenden Destillation sollen die süß-fruchtigen Getreidearomen erhalten bleiben. Er kostet knapp 30 Euro. Aus der bayrischen Oberpfalz stammt die fast 200 Jahre alte Steinwälder Hausbrennerei Schraml, die neben zehn Jahre gelagerten Whiskys auch einen Gin ins Rennen schickt: Der "Kaiser Hill 16 Bavarian Dry" für 26,50 Euro bringt die markante Würzigkeit und den kantigen Charakter der Wacholderbeere mit einem schön herausgearbeiteten Aromaprofil ins Glas. Andere Botanicals? Überflüssig. Der Top-Whisky "Stonewood 1818" von Schraml ist bereits ein Renner: Bis 2019 ist er im Direktverkauf ausgebucht. Die Halbliterflasche kostet übrigens 120 Euro. Trotz neuer Trends wie Gin und Rum wird damit klar: Der Whisky bleibt vorne. Und das hat seinen Preis. In unserer Fotoshow sehen Sie mehr.

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