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Lebensmittel reisen oft um die ganze Welt: Risiko für den Verbraucher

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Risiko für den Verbraucher  

Viele Lebensmittel haben bereits eine Weltreise hinter sich

07.04.2015, 10:26 Uhr | cme, dpa

Lebensmittel reisen oft um die ganze Welt: Risiko für den Verbraucher. Besonders in Fertiggerichten finden sich oft zahlreiche Zutaten mit unterschiedlicher Herkunft.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Besonders in Fertiggerichten finden sich oft zahlreiche Zutaten mit unterschiedlicher Herkunft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bevor eine Hühnerbrust auf unserem Teller landet, ist sie weit gereist. Noch weiter werden die Wege, wenn es sich um ein Fertiggericht handelt. So kann es sein, dass die Zutaten einer panierten und gefüllten Hähnchenbrust aus mehr als zehn verschiedenen Ländern stammen. Das birgt Gefahren. So steigt das Risiko, dass Keime oder Chemikalien ins Essen geraten. Darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des Weltgesundheitstages 2015 hin. Sein Motto lautet: "Lebensmittelsicherheit: vom Bauernhof zum Teller."

 (Quelle: WHO, A. Reilly, Amt für Lebensmittelsicherheit, Irland; Grafik: t-online.de) (Quelle: WHO, A. Reilly, Amt für Lebensmittelsicherheit, Irland; Grafik: t-online.de)

Für die gefüllte Hühnerbrust hat Professor Alan Reilly vom Amt für Lebensmittelsicherheit in Irland die Herkunft der verschiedenen Zutaten zusammengetragen. So stammt die Butter für das Geflügelgericht aus Irland, das Fleisch aus Belgien und das Knoblauchsalz aus China.

Klicken Sie auf die Grafik rechts, um für noch mehr Zutaten die Herkunft zu erfahren.

Beispiel EHEC: Globaler Handel birgt Risiken

Doch eine große Zahl an Zutaten und lange Wege bergen das Risiko, dass es zu einer Lebensmittelinfektion kommt. Weltweit sterben laut WHO jährlich zwei Millionen Menschen an den Folgen lebensmittelbedingter Krankheiten, so die WHO.

Dass auch Deutschland vor den Risiken durch den globalen Handel nicht gefeit ist, zeigt das Beispiel EHEC. Im Jahr 2011 erkrankten in Deutschland fast 3000 Menschen nach dem Verzehr von Salat an Durchfall, hervorgerufen durch eine neue Form des Darmkeims Escherichia coli. Mehr als 50 Patienten starben an einer schweren Form der Infektion, dem so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Ursache waren wohl aus Ägypten importierte Bockshornklee-Samen, aus denen Sprossen gezüchtet wurden.

Verseuchte Erdbeeren aus China

Im Herbst 2012 verursachten mit Noroviren verseuchte Erdbeeren aus China den größten lebensmittelbedingten Ausbruch von Brechdurchfall in Deutschland. Über 11.000 Kinder und Jungendliche vor allem in Ostdeutschland erkrankten an einer Magen-Darm-Infektion.

Die Epidemien zeigen, dass nicht nur Fleisch oder Eier eine potientielle Infektionsquelle sind. "Alle möglichen Lebensmittel können an Ausbrüchen beteiligt sein", sagt Hilde Kruse, die beim WHO-Regionalbüro Europa für Lebensmittelsicherheit zuständig ist.Weite Wege können zur Verunreinigung führen

Der globale Handel mache es noch notwendiger, international zusammenzuarbeiten, um Lebensmittel sicherer zu machen, warnt WHO-Direktorin Margaret Chan. "Die Veränderungen bringen viele neue Möglichkeiten für Essen mit sich, mit schädlichen Bakterien, Viren, Parasiten oder Chemikalien verunreinigt zu werden."

Ein lokales Problem könne schnell zu einem internationalen Notfall werden. "Die Untersuchung des Ausbruchs (...) ist viel komplizierter, wenn ein einzelner Teller oder ein Paket mit Essen Zutaten aus verschiedenen Ländern enthält." Unsicheres Essen oder Wasser könne verantwortlich für mehr als 200 Krankheiten sein - von Durchfall bis Krebs.

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