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Warum Küchenmesser nicht in die Spülmaschine gehören

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Typische Geschirrspülfehler  

Küchenmesser sollten nicht in die Spülmaschine

08.06.2015, 12:38 Uhr | ag/dpa

Warum Küchenmesser nicht in die Spülmaschine gehören. Nicht jedes Besteck ist für den Geschirrspüler geeignet. Hochwertiges Tafelsilber, aber auch normale Küchenmesser sollten besser von Hand gereinigt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht jedes Besteck ist für den Geschirrspüler geeignet. Hochwertiges Tafelsilber, aber auch normale Küchenmesser sollten besser von Hand gereinigt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf die Spülmaschine möchten die wenigsten von uns verzichten. Tagtäglich spült sie dreckiges Geschirr, verschmutzte Töpfe und Besteck weg. Man spart damit nicht nur jede Menge Arbeit, sondern gegenüber der Handwäsche auch Wasser und Strom. Doch nicht jedes Besteck eignet sich für die Spülmaschine.

Eine besondere Behandlung benötigen Küchenmesser, denn ihre scharfen Klingen sind sehr empfindlich. "Sie müssen immer von Hand gespült werden", betont Daniel Schade vom Verband der Köche Deutschlands in Berlin-Brandenburg.

Schwere Schäden bereits nach einem Spülgang

Daher sollten Küchenmesser niemals im Besteckkorb der Spülmaschine landen. "Die Salze machen die Klinge kaputt. Schon ein einmaliger Spülgang kann schwere Schäden verursachen."

Auch was die Aufbewahrung angeht, gibt es Regeln. So sollten Küchenmesser stets so gelagert sein, dass sich die Klingen nicht berühren. "Einfach kreuz und quer ins Besteckfach werfen, das geht gar nicht", sagt Schade. "Schon allein wegen der Verletzungsgefahr." Besser seien Messertaschen oder Magnetleisten. Von Messerblöcken dagegen hält der Experte nichts. "Die sind unhygienisch, weil sich in ihnen schnell Keime festsetzen."

Regelmäßiger Schliff hält Messer scharf

Küchenmesser brauchen zudem regelmäßig einen Schliff, damit sie ihre Schärfe behalten. "Profiköche schleifen ihre Messer am Wetzstein quasi vor jedem Arbeitseinsatz", erklärt Jens-Heinrich Beckmann vom Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren. Aber um die so genannte Schneidengeometrie wieder aufzubauen, ist ab und zu ein gründlicheres Schleifen notwendig.

"Das sollte etwa alle drei Jahre geschehen", rät Schade. Zum Beispiel in Messerfachgeschäften findet man Hilfe, die Messer werden von dort aus in große Schleifereien geschickt. Wer selbst einen Schleifer beauftragt, sollte darauf achten, dass dieser die Messer nass schleift. "Beim trockenen Schleifen würde die Klinge glühen und beschädigt werden."

Richtig behandelt halten Messer ein Leben lang und länger. "Man braucht nicht viele", meint Schade. '"Es genügen eigentlich zwei, ein großes und ein kleines. Aber sie müssen von hoher Qualität und gut gepflegt sein."

Holz- und Kunststoffgriffe ungeeignet für Maschinenwäsche

Problematisch ist auch Besteck mit Holz- oder Kunststoffgriffen. Das darf nur in Ausnahmefällen in die Spülmaschine. "Durch die Hitze können die Griffe mit der Zeit verbleichen, sich verfärben oder sogar von der Klinge lösen", erklärt Jens-Heinrich Beckmann, Geschäftsführer des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltswaren (IVSH) in Solingen.

Lästige Rostflecken auf Edelstahl-Besteck

Auch für Besteck aus Edelstahl ist die Spülmaschine nur bedingt geeignet. Nicht selten bilden sich nämlich hässliche Rostflecken auf Messern, Gabeln und Löffeln. Dieser so genannte Flugrost entsteht durch die Ablagerung von Rostpartikeln anderer Quellen. "Er kann entstehen, wenn sich gleichzeitig mit dem Besteck rosthaltige Teile in der Maschine befinden", erklärt die Haushaltsexpertin Bärbel Neher vom DHB - Netzwerk Haushalt in Karlsruhe.

Es sind oft Kartoffelschäler, die unbemerkt Rost hineinschmuggeln, oder die Besteckkörbe, wenn ihre Kunststoff-Ummantelung nach langem Gebrauch porös wird und das Metall frei liegt. "Flugrost setzt sich auf die Besteckoberfläche drauf, dringt aber nicht ein", erklärt Neher. Er lässt sich mit einem feuchten Tuch und Edelstahlpflege gut entfernen.

Mit Alufolien-Trick gegen den Rost

Um Flugrost vorzubeugen, gibt es einen einfachen Trick für die Geschirrspülmaschine: Befestigen oder legen Sie einfach etwas Alufolie in den Besteckkasten. Die Alufolie verhindert zwar nicht die Entstehung, aber sie ist unedler und damit leichter oxidierbar. Die Folie nimmt deswegen den Rost bevorzugter auf.

Alu-Bad verhindert, dass Tafelsilber anläuft

Auch Tafelsilber sollte besser nicht im Geschirrspüler gereinigt werden, da es schnell anläuft. Das passiert auch, wenn das edle Besteck längere Zeit gelagert wurde. "Ein Alu-Salz-Bad erspart das lästige Polieren jedes einzelnen Teils", lautet Nehers Tipp. Das funktioniert folgendermaßen: Eine flache Schüssel wird mit mit Alufolie ausgeschlagen. Dann gibt man einen Löffel Salz hinein und legt die Besteckteile einzeln nebeneinander hinein. Wichtig ist, dass sie sich nicht berühren, aber Kontakt mit der Aluminiumfolie haben. Anschließend wird heißes Wasser über das Besteck gegossen.

Neher rät allerdings zur Vorsicht: "Das Besteck sollte man nicht zu lange drin lassen, die Lösung erschöpft sich schnell, und es wird wieder schwarz, wenn die Wirkung nachlässt". Anschließend werde das Besteck gründlich abgespült und gut getrocknet.

Wichtige Regeln für spülmaschinentaugliches Besteck

Doch auch für spülmaschinentaugliches Besteck gibt es einige Regeln zu beachten. Zunächst sollte man darauf achten, die Teile gemischt in den Besteckkorb zu geben. Ist dieser senkrecht, kommen die Teile zusammen mit dem Stiel nach unten hinein. Dabei sollte man darauf achten, dass sie sich wenig berühren, so dass das Wasser überall hin gelangen kann.

Grundsätzlich tut es dem Besteck nicht gut, wenn es tagelang in der Maschine auf den Spülgang wartet. "Dann könnten die Speisereste so fest werden, dass sie sich während des Reinigungsprogramms nicht vollständig entfernen lassen", erläutertBeckmann. Ebenso ungünstig sei es, das Besteck nach Programmende in der heißen Maschine zu lassen. Ränder, Schleier oder Flecken könnten auf diese Weise entstehen. Im schlimmsten Fall ließen sie sich nicht mehr entfernen.

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