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Hepatitis gut behandelbar: Das schützt vor Hepatitis A, B und C

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Hepatitis  

Hepatitis ist gut behandelbar: So schützen Sie sich vor Hepatitis A, B und C

10.07.2015, 14:31 Uhr | dpa-tmn

Hepatitis gut behandelbar: Das schützt vor Hepatitis A, B und C. Entzündete Leber? Hepatitis ist heutzutage gut behandelbar. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Entzündete Leber? Hepatitis ist heutzutage gut behandelbar. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Viele von Hepatitis Betroffenen ahnen nichts von ihrer Erkrankung. Doch je frühzeitiger eine entzündete Leber festgestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Viele leiden an chronischer Hepatits B oder C - und wissen es einfach nicht. Denn eine entzündete Leber macht sich nicht immer bemerkbar. Experten schätzen, dass in Deutschland vermutlich über fünf Millionen Menschen von einer Lebererkrankung betroffen sind. Oft genug werden erste Anzeichen wie Abgeschlagenheit als grippaler Infekt fehlgedeutet.

Hepatitis-Symptome können falsch gedeutet werden

Ein erstes Warnsignal können erhöhte Leberwerte bei einer Routineuntersuchung sein. Doch ein solcher Befund wird häufig unterschätzt. Das ist gefährlich, denn unbehandelt können Lebererkrankungen zu einer Leberzirrhose oder zum Leberzellkrebs führen. So weit muss es aber nicht kommen. Je früher die Infektion entdeckt wird, desto besser.

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Weil bei den Betroffenen mitunter die Haut oder der weiße Teil der Augen gelb gefärbt ist, wird die Erkrankung gelegentlich auch Gelbsucht genannt. "Bei einer Hepatitis sind Leberzellen geschädigt oder zerstört", erläutert Markus Cornberg vor dem Welt-Hepatitis-Tag (28. Juli). Er ist Medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Leberstiftung.

Ursachen für Hepatitis liegen in der Lebensweise

Übermäßiger Alkoholgenuss kann die Leber schädigen. "Aber auch zu viel Fett oder bestimmte Arzneimittel können eine Rolle spielen", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Vorerkrankungen wie etwa Diabetes, Krebs- oder Stoffwechselerkrankungen haben unter Umständen ebenfalls einen leberschädigenden Einfluss. Zur

Risikogruppe gehören außerdem Drogenabhängige sowie Frauen und Männer, die sexuellen Kontakt mit häufig wechselnden Partnern haben oder in der letzten Zeit eine Bluttransfusion bekommen haben. Wer beruflich viel mit Giftstoffen wie etwa Tetrachlorkohlenstoff zu tun hat, gilt auch als gefährdet.

Impfung schützt vor Hepatitis A

Hepatitis A gehört zu den typischen Reisekrankheiten. Risikofaktoren sind belastetes Trinkwasser und verunreinigte Lebensmittel wie etwa Muscheln und Austern oder mit Fäkalien gedüngtes Gemüse. Das Hepatitis-A-Virus wird über den Darm ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt daher vor allem über den virushaltigen Kot. Spezielle Medikamente zur Behandlung von Hepatitis A gibt es nicht. Vor Reisen etwa in die Tropen sollte man sich impfen lassen, sagt Mediziner Thomas Harder vom Robert Koch-Institut in Berlin.

Medikamente gegen Hepatitis B

Hepatitis B wird durch Viren übertragen, etwa bei Sexualkontakten. Auch der Kontakt mit infiziertem Blut kann Hepatitis B auslösen. Bei einem chronischen Krankheitsverlauf steht eine antivirale Therapie mit Medikamenten an. "Jeden Tag muss dann über Jahre hinweg eine Tablette eingenommen werden", erklärt Cornberg. Gegen Hepatitis B gibt es Impfstoffe. "Alle Säuglinge ab dem Alter von zwei Monaten und Kleinkinder beziehungsweise noch nicht geimpfte Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sollten sich impfen lassen", rät Harder. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Hepatitis C durch Blut übertragen

Hepatitis C wird in aller Regel durch Blut übertragen. Mit dem Hepatitis-C-Virus infizieren sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit jedes Jahr drei bis vier Millionen Menschen neu. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung. Durch neue Kombinationstherapien verschiedener antiviraler Medikamente sind nach Angaben von Cornberg Heilungsraten von 90 bis 100 Prozent möglich. "Die Kosten belaufen sich aktuell auf circa 50.000 bis 60.000 Euro pro Behandlung", sagt er. Für die Kosten kommen die gesetzlichen Krankenkassen auf.

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