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Minimalismus: Richtig ausmisten mit der "Zwölf-Monats-Regel"

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Minimalismus  

Nein zum Überfluss: Ausmisten mit der "Zwölf-Monats-Regel"

23.11.2016, 11:36 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Minimalismus: Richtig ausmisten mit der "Zwölf-Monats-Regel". Viele Dinge, die Menschen in Industrieländern besitzen, benötigen sie nicht. Radikales Ausmisten kann die Lösung sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Dinge, die Menschen in Industrieländern besitzen, benötigen sie nicht. Radikales Ausmisten kann die Lösung sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Irgendwann wurde Tanja Auer alles zu viel: Ihre Wohnung war voll mit Möbeln, in den Schränken stapelten sich Kleider, Bücher und Deko-Artikel. "Ich war umgeben von Dingen, die ich nicht brauchte", erinnert sich die 27-Jährige. Also mistete sie radikal aus - mithilfe der "Zwölfs-Monats-Regel".

Jeder Europäer besitzt Schätzungen zufolge etwa 10.000 Gegenstände. Die meisten davon braucht er nicht - genau da setzt Minimalismus an. Denn minimalistisch zu leben, bedeutet, sich bewusst gegen den übermäßigen Konsum zu entscheiden. Gekauft wird nur das, was man wirklich braucht.

Zugleich ist Minimalismus eine Entscheidung für die Umwelt: Denn wer weniger hat und weniger kauft, spart nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern geht auch sorgsamer mit dem um, was er hat. Tauschen, Teilen und Wiederverwerten rücken in den Fokus.

Bloggerin Tanja Auer lebt nach den Prinzipien des Minimalismus. (Quelle: Blattgrün)Bloggerin Tanja Auer lebt nach den Prinzipien des Minimalismus. (Quelle: Blattgrün)Weg mit überflüssigen Dingen

Es geht auch darum, sich von Dingen zu verabschieden, die Lebenszeit und Nerven kosten. Viele Minimalisten berichten, dass sie sich mit weniger Besitz viel freier fühlen. Auch Tanja: "Minimalismus ist für mich die bewusste Einfachheit des Lebens und eine kritische Selbstreflexion. Was mich glücklich macht, behalte ich. Was mir Energie raubt, lasse ich los."

Dabei sei es egal, ob es sich um Dinge, Beziehungen oder Essen handelt. "Man lernt mit der Zeit, die Überflussgesellschaft kritisch zu betrachten und konzentriert sich mehr auf seine eigenen Leidenschaften und Träume, anstatt auf bunte Werbung", berichtet die Jugend- und Sozialpädagogin, die ihre Erfahrungen auf ihrem Blog "Blattgrün" teilt.

"Zwölf-Monats-Regel" hilft beim ersten Schritt

Ihr Tipp für alle, die zwar gerne Ballast loswerden möchten, sich aber nicht recht trauen: "Augen auf und durch!" Im ersten Schritt müsse Wesentliches von Unwesentlichem getrennt werden. Dabei helfe die Zwölf-Monats-Regel. "Alles, was man in den letzten zwölf Monaten nicht benutzt hat, wird entsorgt." Es sei egal, ob man zuerst das Badezimmer, den Kleiderschrank, die Vorratskammer oder die CD-Sammlung angeht.

Aber entsorgen heißt nicht, alles in die Mülltonne zu werfen. Denn was man selbst nicht mehr mag, können andere Menschen vielleicht gebrauchen. Also gilt: Verschenken, tauschen, verkaufen. So werden keine Ressourcen verschwendet.

Drei Regeln für den Einkauf

Damit die Schränke nicht gleich wieder überquellen, hat die Bloggerin drei Regeln aufgestellt.

Grundsatz 1: Immer nur das kaufen, was man wirklich braucht. "Am besten schreibt man eine Liste mit Dingen, die man unbedingt kaufen möchte - und wartet. Sind die Einkaufswünsche nach drei Monaten nach wie vor von großer Wichtigkeit, kann man diesen nachgehen. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass vieles von der Liste gestrichen wird."

Grundsatz 2: Qualität kommt vor Quantität. Statt billige Kleidung lieber ein wertiges Kleidungsstück aus umweltfreundlicher Herstellung unter guten Arbeitsbedingungen kaufen. Dasselbe gilt für Möbel oder Elektrogeräte.

Grundsatz 3: Teilen statt kaufen. "Man muss nicht alles kaufen. Viele Dinge kann man sich leihen. So hat der nette Nachbar bestimmt einen Rasenmäher zur Hand. Und wer ein Auto braucht, kann es mit 'Car-Sharing' versuchen. Schöne Kleidungsstücke lassen sich auf Tauschpartys finden."

Jeder legt seine Grenzen selbst fest

Wie weit man beim Verzicht gehen möchte, muss jeder selbst entscheiden. Starre Regeln gibt es nicht. "Minimalismus muss nicht automatisch heißen, dass man unter seinen Verhältnissen oder gar spartanisch lebt, sondern dass man kritischer mit Konsum umgeht und seinen Kopf und seine Wohnung von allem Überflüssigen frei macht", findet Tanja.

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