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Weltall-Whisky von Suntory

15.09.2015, 16:12 Uhr | Frank Lansky - wanted.de/AFP

Weltall-Whisky von Suntory. Die Internationale Raumstation ISS (Quelle: NASA / dpa)

Die Internationale Raumstation ISS (Quelle: NASA / dpa)

Houston, wir haben ein Problem: Die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben den wohl besten Whisky der Welt an Bord - und dürfen ihn nicht trinken. Die Versuchung dauert noch einige Monate. Das alles nur, weil die japanische Edel-Destille Suntory einige ihrer feinen Tropfen prestigeträchtig im Weltall reifen lässt.

Foto-Serie mit 18 Bildern

So geht geschickte Public Relations: Gerade sind die Ampullen für ihren Versuch auf der Raumstation verstaut worden. Die Whisky-Proben trafen gegen Ende August mit anderen Gütern in einer unbemannten japanischen Transportkapsel dort ein, wie die Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte. Die 5,5 Tonnen schwere Kapsel war vom Süden Japans aus mit einer H-IIB-Rakete auf den Weg gebracht worden. Zu ihrer Ladung gehörten auch Lebensmittel, Wasser, Kleidung und wissenschaftliche Instrumente.

Whisky-Reife im All

Die Drinks von Suntory sollen im japanischen Kibo-Modul der ISS reifen. Kibo heißt übrigens Hoffnung. Der offizielle Grund ist die Erforschung der Schwerelosigkeit auf das Aroma der Brände. Dabei soll es sich laut Hersteller-Angaben und gemäß Presseberichten um Whisky handeln,

der frisch aus der Destille stammt. Neben dem New Make wurden auch 10, 18 und 21 Jahre alte Whiskyproben ins All geschickt. Alles in allem soll es sich um zwei Chargen von fünf Whiskys handeln. Die erste Gruppe der Fläschlein soll für 13 Monate an Bord bleiben, die zweite mindestens zwei Jahre – vielleicht länger. Eine Kontrollgruppe mit gleichen Whiskys auf der Erde wird genauso lange reifen. Daneben sollen auch andere alkoholische Getränke getestet werden.

Forscher von Suntory vermuten, dass eine Lagerung bei geringer Temperaturschwankung und begrenzter Bewegung der Flüssigkeit zu einem milderen Geschmack führt. Suntory teilte mit, Whisky-Experten sollten die Proben nach ihrer Rückkehr auf die Erde verkosten, während Forscher die Flüssigkeit wissenschaftlichen Untersuchungen unterziehen würden. Beide Testgruppen sollen unter anderem mit einem Röntgengerät und in einem Magnetresonanz-Tomographen geprüft werden. So soll etwa die Molekularstruktur der Whiskys untersucht werden. >>

Ein Verkauf der Weltall-Proben ist laut Suntory nicht geplant. Der Absatz wäre sicher galaktisch, denn dieser Whisky wäre eine absolute Besonderheit. Überhaupt sind japanische Whiskys weltweit geschätzt und berühmt. Der Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 von Suntory wurde von der renommierten "Jim Murray's Whisky Bible" zum besten Whisky der Welt gewählt. Auch sonst sind Blends und Single Malts aus Japan in den vergangenen Jahren mit Preisen überhäuft worden. Auch wanted.de ist übrigens überzeugt von den Japan-Whiskys.

Welterfolg der Japan-Whiskys

Die Whiskyproduktion in Nippon war in den 20er Jahren begründet worden. Hierzulande liegen die japanischen Brände preislich eher im oberen Segment, das auch, weil die Nachfrage kräftig anzieht. Viele Japaner sind aktuell vergriffen. Das liegt auch daran, dass viel von Yamazaki, Hibiki, Hakushu, Taketsuru, Nikka und co. in Japan selbst getrunken wird.

Unter anderem deswegen, weil im vorigen Jahr der Absatz in Nippon kräftig anzog, nachdem der nationale Fernsehsender NHK ein Dokudrama namens "Massan" über den japanischen Whisky-Pionier und Suntory-Gründer Shinjirō Torii ausgestrahlt hat. Der eröffnete 1923 die erste Whisky-Destille in Japan.

Ein Blick auf die ISS

Wer nun vom kommenden Space-Whisky aus Japan träumt, kann seine Fantasie beim Betrachten der ISS anheizen. Die Station ist selbst vom Boden aus mit bloßem Auge zu sehen, wenn die Bedingungen stimmen. Etwa dann, wenn sie früh morgens oder am Abend von der Sonne beschienen wird und der Himmel hinter der Station dunkel genug ist. Dann leuchtet die ISS heller als alle Sterne. Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in rund 400 Kilometer Höhe.

Ob aber aus dem Versuch im Weltall außer der Publicity ein Nutzen für das Produkt entsteht, sei dahin gestellt. Bei der Destille Ardbeg jedenfalls kurbelte der Ausflug ins All den Absatz kräftig an: Die schottische Konkurrenz aus dem Großkonzern LVMH schickte im November 2011 Ampullen mit ungereiftem und mit Eichenstücken versetztem Whisky mit einer Sojus-Kapsel auf die ISS. Der junge Ardbeg von der Insel Islay wurde in einem Doppeltest mit normaler Schwerkraft auf der Erde und in Schwerelosigkeit untersucht.

Ardbeg schafft den Weltraum-Coup

Danach lancierte Ardbeg die Sonderedition "Galileo" und feierte damit das Weltraum-Experiment. Das Etikett ziert eine aufsteigende Rakete, der Scotch entwickelte sich zu einem veritablen Verkaufsschlager. Viele Fans hatten offenbar spekuliertet, dass Teile der Weltall-Probe dem Ardbeg Galileo hinzugefügt wurden. Allerdings darf sich ein Single Malt Scotch Whisky nur so nennen, wenn das gesamte Destillat sowohl in Schottland destilliert, gelagert als auch abgefüllt wurde. Tatsächlich handelt es sich beim "Galileo" um Whisky verschiedener Qualitäten aus dem Jahr 1999. Das Herzstück ist ein Whisky, der in ehemaligen Marsala-Weinfässern aus Sizilien gereift ist. Dieser Brand wurde mit Ardbeg kombiniert, der in ehemaligen erst- und zweitbefüllten Bourbon-Fässern gelagert wurde.

Und siehe da: Auch der Ardbeg Supernova 2015 - offiziell lanciert im Sommer 2015 zur Feier der Auswertung der Weltall-Ergebnisse - ist definitiv ein irdischer Whisky. Was nichts daran ändert, dass der Brand für mehr als 200 Euro die Flasche reißenden Absatz finden wird.

Impressionen zu diesem Drink und zum Japan-Whisky finden Sie in unserer Fotoshow.

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