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Gastronomie in New York klagt gegen Salz-Warnungen

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Amerikaner ernähren sich zu salzreich  

Restaurants in New York protestieren gegen neue Salz-Warnungen

04.12.2015, 18:01 Uhr | AP

In New York müssen zahlreiche Restaurantketten ihre Kunden seit kurzem vor zu salzhaltigen Speisen warnen, doch nun gibt es Gegenwind. Der nationale Gastronomenverband NRAEF legte nur zwei Tage nach Inkrafttreten der Vorschriften Beschwerde ein.

Die Regeln würden Kunden durch inkonsequente Anwendung und wissenschaftliche Verzerrung ironischerweise eher verwirren und zu weniger gesundem Essverhalten verführen, hieß es in der am Donnerstagabend bei einem Gericht in Manhattan eingereichten Klage.

Restaurantketten müssen Salzstreuer-Warnsymbol ausweisen

Die neue Vorschrift des Gesundheitsamts sieht vor, dass bestimmte Restaurantketten Gerichte mit einem Natriumgehalt über 2,3 Gramm - also dem empfohlenen Tageslimit - mit einem Salzstreuer-Warnsymbol ausweisen. Die verordnete Speiseplan-Warnung ist in ihrer Art in den USA einzigartig.

Der Verband NRAEF warf dem Verantwortlichen in New York indes vor, den rechtlich erlaubten Rahmen überschritten zu haben. Im Übrigen sei die Warnung "unsinnig", weil sie nur für einige Restaurantketten gelte. Das Recht der freien Meinungsäußerung von Gastronomen werde zudem beschnitten, indem man sie zum Anbringen von Warnhinweisen zwinge, die ohnehin auf "wissenschaftlich umstrittenen Standpunkten" beruhten.

Amerikaner ernähren sich zu salzreich

Viele Experten sagen, dass Amerikaner sich zu salzreich ernährten und dieses Essverhalten hohen Blutdruck und Herzprobleme begünstige. Doch Salzhersteller weisen auf einige Forschungsergebnisse hin, die das Gegenteil darlegen. Erst 2014 legte eine internationale Studie mit 100 000 Teilnehmern nahe, dass der Salzkonsum der meisten Menschen für ihre Herzfunktion in Ordnung sei. Allerdings haben andere Forscher die Resultate dieser Studie wiederum angefochten.

Die Justizabteilung von New York reagierte gelassen auf die Klage. Man werde die Beschwerden prüfen, sei jedoch zuversichtlich, dass das Gesundheitsamt das Recht auf Durchsetzung der Salz-Regel habe.

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