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Shopping-Diät: Diese Frau kauft keine neue Kleidung mehr

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Diese Frau kauft keine neue Kleidung mehr

03.01.2017, 15:27 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Shopping-Diät: Diese Frau kauft keine neue Kleidung mehr. Bloggerin Sabrina Kley verzichtet seit drei Jahren auf den Kauf neuer Kleider. (Quelle: Sabrina Kley)

Bloggerin Sabrina Kley verzichtet seit drei Jahren auf den Kauf neuer Kleider. (Quelle: Sabrina Kley)

Als ihr Kleiderschrank immer voller wurde, reifte bei Sabrina Kley die Idee, eine Kleider-Diät einzulegen. Sie wollte ein Zeichen setzen: gegen Ausbeutung, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung. Heute, drei Jahre später, berichtet sie, wie es ihr mit dem Verzicht ergangen ist.

An Kleidungsgeschäften einfach vorbeigehen: Für Kley ist das kein Verzicht, sondern Lebensmotto. "Ich habe in den letzten drei Jahren kein einziges Mal den Wunsch verspürt, Kleidung zu kaufen", erzählt sie im Gespräch mit feelgreen.de. "Im Gegenteil. Es fühlt sich für mich befreiend an, dass ich den Massenkonsum nicht unterstütze. Ich möchte meinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten."

Vom vollen Kleiderschrank zum Regal

Vor einigen Jahren war ihr Kleiderschrank noch bis oben hin voll. Die meisten Stücke darin hat sie nicht getragen. Um Ordnung in ihr Schlafzimmer zu bringen, veranstaltete sie bei sich einen Umsonst-Flohmarkt und verschenkte den Großteil ihres Schrankinhalts. Einen weiteren Teil gab sie bei einem Gebrauchtwarenhof in der Nähe ab.

Was übrig blieb, fand Platz auf einem größeren Regal. "Das Gefühl war großartig. Mein Kopf war plötzlich so frei und aufgeräumt", erinnert sie sich.

Kleidercontainer keine Option

Ganz zufrieden ist sie immer noch nicht: "Ich habe noch etwa 50 Kleidungsstücke, ausgenommen Socken und Unterwäsche", sagt Kley. "Da kann ich schon noch reduzieren. Ein paar Teile warten bereits auf einen neuen Besitzer."

Einfach in den Altkleidercontainer möchte sie die Stücke nicht werfen. "Mir ist wichtig zu wissen, dass jemand Freude damit hat und die Kleidung gerne trägt. Dann weiß ich, dass Arbeitskraft, Materialien und Ressourcen nicht umsonst beansprucht wurden", erklärt die Veganerin.

Flicken statt wegwerfen

Gleich wegwerfen, nur weil der Stoff ein Loch hat oder ausgeleiert ist? Für die Bloggerin, die unter Niemblog.de über Nachhaltigkeit im Alltag schreibt, keine Option. Sie flickt und näht kleine Makel wieder zusammen. "Das letzte T-Shirt, das ich mir gekauft habe, war ein Fairtrade-Shirt mit einem Baum und Vögeln als Motiv. Es ist mein Lieblingsshirt geworden und ich habe mir fest vorgenommen, es erst dann zu entsorgen, wenn es nicht mehr tragbar ist."

Drei Fragen entscheiden über jedes Kleidungsstück

Wenn Kley heute Kleidung braucht, dann stöbert sie in Second Hand-Läden oder besucht Tauschpartys. "Ich möchte auch nach meinen drei Jahren Kleider-Diät möglichst auf Neues verzichten. Wenn, dann müsste es auf jeden Fall Fairtrade und aus Bio-Baumwolle sein. Auch Gebrauchtes nehme ich nur dann, wenn es wirklich notwendig ist", sagt sie. Drei Fragen stellt sie sich immer, bevor sie sich für ein Stück entscheidet: Wie oft ziehe ich es an? Habe ich schon etwas Ähnliches zuhause? Brauche ich es wirklich?

Der spontanen Freude am Kaufen nachzugehen, sei nicht sinnvoll. Besser wähle man bewusst. "Meist ist das Glücksgefühl nur ein kurzes. Nach wenigen Tagen ist es vorbei und das Kleidungsstück ist ein Teil wie jedes andere auch", findet Kley. "Es ist viel sinnvoller, etwas mehr Geld auszugeben und dafür ein neues faires Lieblingsstück zu haben, statt zehn Fünf-Euro-Shirts zu kaufen, die unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen produziert wurden. Weniger ist einfach mehr."

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