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Vorsicht Zecke! So schützen Sie sich vor Borreliose und FSME

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Borreliose oder FSME drohen  

Beim Wandern vor Zecken schützen

24.06.2016, 12:27 Uhr | dpa-tmn

Vorsicht Zecke! So schützen Sie sich vor Borreliose und FSME. Zecken auf der Haut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zecken mögen es warm und feucht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für Wanderer sind sie ein nur begrenzt vermeidbares Übel: Zecken. Sie halten sich vor allem in Gräsern und Büschen auf. Das Problem: Zum Teil übertragen sie gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) mitteilt.

Weil es gegen Borreliose keine Impfung gibt, ist es wichtig, sich mit festen Schuhen und langen Hosen davor zu schützen, dass die Zecken überhaupt auf die Haut gelangen. Freie Haut lässt sich mit Zecken-Repellent einreiben.

Nach dem Wandern nach Zecken absuchen

Trotzdem finden die Tiere manchmal einen Weg. Deshalb spielt das Absuchen nach der Wanderung eine wichtige Rolle, vor allem auf den von Zecken bevorzugten Körperregionen wie Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel, Bauchfalten und dem Bereich hinter den Ohren.

Entdeckt man eine Zecke, entfernt man diese mit einer Pinzette an ihrem Kopf ganz dicht an der Haut. Nicht den Körper quetschen, sonst kann Sekret - möglicherweise mitsamt Erreger - in die Stichstelle gelangen. Nach dem Herausziehen die Stelle desinfizieren und diese anschließend weiter im Blick behalten. Wird sie nämlich rot oder treten Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit auf, ist ein Gang zum Arzt fällig.

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Gegen FSME gibt es eine Impfung. Diese kann Sinn machen, wenn man sich häufig und länger in FSME-Verbreitungsgebieten aufhält, dazu gehören etwa Teile Deutschlands, Österreichs, der Schweiz sowie Nordost- und Osteuropas. Für Deutschland gibt es vom Robert Koch-Institut eine Karte mit den betroffenen Gebieten.

2016 wird das Jahr der Zecken

Warum wird 2016 ein Zeckenjahr? "Diese Frage entscheidet sich schon ein Jahr zuvor und die klimatischen Bedingungen waren günstig für Ixodes ricinus, den Gemeinen Holzbock", sagt die Professorin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenstein. Der letzte Sommer war zwar einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, doch gab es viele regionale Unwetter. Nach Regenperioden sind Zecken besonders aktiv. Und im November war es so warm wie nie - beste Bedingungen zum Überwintern.

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