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Krebs-Risiko: Akademiker erkranken häufiger an Gehirntumoren

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Gehirntumore  

Akademiker sind gefährdeter als Menschen mit geringerer Bildung

22.06.2016, 12:28 Uhr | AFP

Krebs-Risiko: Akademiker erkranken häufiger an Gehirntumoren. Krebsrisiko steigt wohl mit Uni-Abschluss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Krebsrisiko steigt wohl mit Uni-Abschluss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hirntumore treten bei Akademikern häufiger auf als bei Menschen mit geringerer Bildung. Im Gegensatz zu Menschen mit geringerer Schulbildung erkranken Hochschulabsolventen häufiger an Gehirntumoren.

Dieses Ergebnis erbrachte eine Studie eines internationalen Forscherteams, die im Fachblatt "Journal of Epidemiology" veröffentlicht wurde. Der Hauptautor der Studie, Amal Khanolkar vom Londoner Institute of Child Care, sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um ein "überraschendes Ergebnis, das nicht einfach zu erklären ist".

Krebsforscher erstellen Studie über Gehirntumore

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Hirntumor-Risiko bei Menschen mit mindestens dreijähriger Universitätsbildung 19 Prozent über dem Risiko jener Menschen liegt, die bereits nach neun Jahren die Schule verlassen haben. Bei Frauen liegt das Risiko sogar um 23 Prozent höher.

Für die Studie werteten die Forscher die Krankenakten von 4,3 Millionen Menschen in Schweden aus den Jahren zwischen 1993 und 2011 aus. Sie konzentrierten sich dabei auf drei unterschiedliche Arten von Hirntumoren und den Bildungsstand der betroffenen Patienten.

Keine Erklärung für höheres Risiko der Gliom-Tumore

Bei allen drei untersuchten Tumorarten lag das Erkrankungsrisiko bei Akademikern höher als bei Patienten mit geringerer Bildung. Am ausgeprägtesten war dieser Zusammenhang bei den besonders gefährlichen Gliom-Tumoren, die meist zum Tod führen.

Eine Erklärung für diesen Zusammenhang lieferten die Forscher nicht. Möglich seien Umweltfaktoren oder Lebenswandel der Patienten, was aber nicht Gegenstand der vorliegenden Untersuchung gewesen sei, sagte Khanolkar.

Die Wahrscheinlichkeit, an einem der gefürchteten Gliom-Tumore zu erkranken, ist ohnehin gering - ungeachtet des Bildungsstands. Bei Menschen mit geringerer Bildung dokumentierten die Wissenschaftler fünf Fälle pro 3000 Menschen. Bei Akademikern waren es sechs pro 3000.

 

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