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Paar-Premiere unter einem Dach

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Paar-Premiere unter einem Dach

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Paar-Premiere unter einem Dach.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu zweit ist der Alltag schöner. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Endlich ist es soweit: Die erste gemeinsame Wohnung ist bezogen, jetzt hat das Zusammenleben auch ganz offiziell ein Fundament. Die Zeit ist reif - schließlich hat drei Jahre lang alles wunderbar funktioniert. Mal bei Ihm eine romantische Nacht, mal bei Ihr zum gemütlichen Brunch, selbst die Urlaube sind nahezu reibungslos über die Bühne gegangen. Dem Zusammenleben steht nichts mehr im Weg. Doch Vorsicht: Bei allem Enthusiasmus ist die erste gemeinsame Adresse auch schnell der erste Schritt ins Beziehungs-Aus!

Zusammenziehen ist mehr als nur Abenteuer

"Die gemeinsame Wohnungssuche, das gemeinsame Einrichten ist aufregend, aber die Beziehung wird auch auf den Prüfstand gestellt", weiß der Hamburger Paartherapeut Martin Post. Er hält Seminare und Workshops zum Thema Paarprobleme. Zusammen zu leben heißt nicht nur Candle-Light-Dinner nonstop und gemeinsamer Raum für die Liebe. "Es geht vor allem darum, den Alltag miteinander zu meistern, den Partner tagein, tagaus zu erleben und ihn sehr nah an sich heran zu lassen". Hier sei viel Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und Verständnis gefragt, so Post. Denn hier zeigt sich, ob die Beziehung dem "Härtetest Alltag" auch wirklich Stand hält.

Mitbewohner mit Eigenleben

Viele Paare gehen mit Idealvorstellungen ans Werk. Doch so simpel es klingt: Nun ist noch jemand in der Wohnung - mit eigenen Vorstellungen, Gewohnheiten und auch Macken. Post rät: “Einfach eine Bestandsaufnahme machen, sich gegenseitig Bedürfnisse, Ängste und Gefühle in Bezug auf die gemeinsame Wohnung und das Zusammenleben klar machen. Von Anfang an klärende Dialoge führen und im Gespräch bleiben“. Doch auch mit den besten Vorsätzen kann sich ziemlich schnell Ernüchterung breit machen. Denn in den gemeinsamen vier Wänden zu leben heißt nicht automatisch, auch mehr Zeit füreinander zu haben.

Beziehungsalltag ist ernüchternd

Werktags wird sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit häufig die gleiche Szene abspielen: Beide fallen nach der Arbeit hundemüde aufs Sofa, viel zu erschöpft, um Tiefsinniges zu diskutieren. Eine Dose Ravioli schmurgelt in der Mikrowelle, beide raufen um die Fernbedienung und lassen den Fernseher kommunizieren. Und wenn ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, sitzt er am Computer - dabei hat sie sich einen gemütlichen Abend vorgestellt. "Sieht so das gemeinsame Leben aus?“. So ernüchternd das klingt: Genau so sieht es aus! "Die Abende sind nach einem harten Arbeitstag gelaufen. Das ist nicht gerade schön, aber so ist das eben. Auch fix und fertig auf dem Sofa zu liegen ist ein Moment der Nähe“, beruhigt der Hamburger Psychologe.

Pflichten und Aufgaben fair aufteilen

Das Geschirr stapelt sich in der Küche, der Staub sammelt sich auf den Regalen, am Wochenende ist schon wieder Treppeputzen angesagt. Ärgerlich, aber die Zeit ist einfach knapp und die lästigen Aufgaben müssen trotzdem erledigt werden. Probleme und Aufgaben als Team zu meistern, schweißt zusammen und festigt so die Partnerschaft. Neben der Teamarbeit sind aber auch Freiräume wichtig. “Distanz zueinander ist notwendig. Aber Nähe heißt nicht immer, Tag und Nacht aufeinander zu hocken“, so Post. Und wenn sie kein Verständnis dafür hat, dass er mal wieder am Computer sitzt, muss sie das bis zu einem gewissen Punkt einfach akzeptieren. Und er muss akzeptieren, wenn sie mal den Kopfhörer aufsetzt und ihre Ruhe haben möchte.

Nicht alles ertragen und gute Kompromisse finden

Die Macken des Partners müssen aber nur bis zu einem gewissen Punkt toleriert werden: Nur noch am PC sitzen, das geht auf Dauer nicht gut. Ständig laute Musik oder in der Wohnung rauchen, obwohl der andere Nichtraucher ist - das kann nicht akzeptiert werden. "Sobald die Bedürfnisse des Mitbewohners eingeschnitten werden, muss das gleich angesprochen werden", empfiehlt der Psychologe. Denn jeder müsse die Bedürfnisse des anderen ernst nehmen. Der Entschluss für eine gemeinsame Wohnung bedeutet nämlich vor allem, dass sich zwei Menschen miteinander arrangieren müssen. Das fängt bei Kompromissen in der Wohnungseinrichtung an und endet bei banalen Alltags-Problemchen. Wenn ein Paar aber diese Prüfung gemeinsam durchsteht, hat es sich ein zukunftsfähiges Fundament geschaffen.

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