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Russisches Staatsfernsehen boykottiert ESC-Übertragung

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Nach Einreiseverbot für Kandidatin Samoilowa  

ESC wird nicht in Russland übertragen

14.04.2017, 14:32 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Russisches Staatsfernsehen boykottiert ESC-Übertragung. Russlands ESC-Kandidatin Julia Samoilowa darf nicht in der Ukraine auftreten. (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Russlands ESC-Kandidatin Julia Samoilowa darf nicht in der Ukraine auftreten. (Quelle: ITAR-TASS/imago)

Das russische Staatsfernsehen wird den diesjährigen Eurovision Song Contest nicht übertragen. Der Grund dafür ist das Einreiseverbot, das das Austragungsland Ukraine gegen Russlands Kandidatin Julia Samoilowa verhängte.

Diese Neuigkeit teilte der Sender Pervy Kanal am Donnerstag in Moskau mit. Man werde auch keine anderen Sänger im Mai zu der Veranstaltung nach Kiew schicken. Denn die Diskriminierung der im Rollstuhl sitzenden russischen Sängerin Julia Samoilowa verstoße gegen die Regeln und Prinzipien des Wettbewerbs.

Keine Ausnahme für die Kandidatin

Samoilowa war 2015 auf der Krim aufgetreten. Reisen auf die Halbinsel über Russland sind seit der Annexion aber von ukrainischer Seite verboten und werden mit einer mehrjährigen Einreisesperre geahndet. Kiew will auch für Samoilowa keine Ausnahme machen.

Die ESC-Veranstalter hatten in einer Ausnahmeregelung zudem eine Live-Zuschalte ihres Beitrags angeboten. Das wurde jedoch sowohl von Kiew als auch von Moskau abgelehnt.

 

+++ TV-Chef tritt zurück: Neues Organisationschaos vor dem ESC in Kiew (1. November 2016) +++

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew werden erneut von organisatorischen Querelen überschattet. So kündigte der Chef des ukrainischen Staatsfernsehens, Surab Alassanija, seinen Rücktritt an. Grund sind ungelöste Finanzprobleme.

"Regierung, meinst du das ernst?", schrieb der 51-jährige Alassanija in seiner Rücktrittserklärung. Nach Abzug der Kosten für den ESC bleibe seiner TV-Anstalt zu wenig Geld für andere Projekte, erklärte er seine Entscheidung. Der Fernsehsender ist einer der Hauptorganisatoren des Wettbewerbs.

Die Regierung hatte zuvor 16 der 43 Millionen Euro des Senderbudgets für den ESC reserviert. Die Stadt Kiew sagte weitere 7,1 Millionen Euro für Infrastruktur zu.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko forderte das Kabinett auf, schnell einen Nachfolger für den TV-Chef zu finden. "Die Situation ist ernst", sagte der Ex-Boxweltmeister.

Schon bei Wahl des Austragungsortes hatte es in der Ukraine einen politischen und finanziellen Streit gegeben. Letztendlich setzte sich die Hauptstadt gegen Odessa und Dnipro durch. Außerdem schwelt ein Konflikt mit Russland, weil gegen viele russische Künstler, die die russische Annexion der Halbinsel Krim unterstützen, in der Ukraine ein Einreiseverbot besteht.

Aktuelles rund um den Eurovision Song Contest 2017

+++ Das Teilnehmerfeld ist komplett (31. Oktober 2016) +++

43 Länder werden 2017 am Eurovision Song Contest in Kiew teilnehmen. Das gab der Veranstalter EBU bekannt. Rumänien und Portugal kehren nach einjähriger Pause zurück. Auch Australien ist wieder dabei.

Drei Länder haben ihre Teilnahme dagegen abgesagt: Bosnien-Herzegowina, die Slowakei und die Türkei. 2016 hatten 42 Länder am ESC teilgenommen. Es gewann der ukrainische Song "1944" von Sängerin Jamala.

+++ ESC-Vorentscheid: Im November Castings in Hamburg und Köln (18. Oktober 2016) +++

Hamburg und Köln. Das sind die Städte, in denen sich Nachwuchssänger bewerben können, wenn sie beim ESC-Vorentscheid mitmachen wollen, um Deutschland mit etwas Glück beim ESC 2017 in Kiew zu vertreten. Beide Städte bieten Castingtermine im November an.

In Hamburg können sich potenzielle ESC-Teilnehmer am 12. November vorstellen, in Köln schon am 5. November. Das Vorsingen vor der Kamera findet jeweils von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr statt. Interessierte können sich über die E-mail-Adressen casting.hamburg@raabtv.de bzw. casting.koeln@raabtv.de ab sofort anmelden - in Hamburg bis zum 7. November, in Köln bis zum 31. Oktober.  

Natürlich kann man sich auch online bewerben. Das geht noch bis zum 18. November. Dazu sollte man sich im Vorfeld die Bedingungen für die Show unter www.unsersong2017.de und www.eurovision.de anschauen.

Am 9. Februar 2017 in der ARD-Show "Eurovision Song Contest - Unser Song 2017" dürfen die gecasteten Musiker live mit speziell für den ESC geschriebenen Songs auftreten. Eine Jury bestehend aus Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen kommentiert die Auftritte, doch das Publikum trifft die Auswahl und bestimmt Sieger-Künstler und -Lied. Die Moderation der Sendung übernimmt wie immer Barbara Schöneberger.

Lena und Roman Lob sind vor ihren Teilnahmen an den Vorentscheiden übrigens auch den Weg über die Castings gegangen. Lena wurde beim ESC-Vorentscheid 2010 entdeckt, Roman startete 2012 durch.

+++ NDR nennt Details zum Vorentscheid 2017 (14. September 2016) +++

Nachdem Deutschland beim ESC zweimal hintereinander auf einem blamablen letzten Platz landete, hat der NDR nun bekanntgegeben, wie der Vertreter für den ESC 2017 in Kiew ermittelt werden soll. Nämlich nach einem bekannten Muster.

Eine Castingshow, fünf Bewerber, drei Juroren und die TV-Zuschauer sollen einen erfolgversprechenden ESC-Kandidaten hervorbringen. Nach diesem Prinzip wurde einst Lena Meyer-Landrut entdeckt und zuletzt 2012 Roman Lob

2017 soll das Prozedere nun folgendermaßen aussehen: Unter allen Bewerbern für die Show "Unser Song 2017" wählen der NDR, die Produktionsfirma Raab TV sowie musikalische Experten 30 Kandidaten aus. Von diesen schaffen es die fünf Besten in den Vorentscheid.

In der Show am 9. Februar singen die Teilnehmer dann Lieder, die national und international erfolgreiche Produzenten für den ESC 2017 vorgeschlagen haben. Eine Jury, bestehend aus Lena Meyer-Landrut, Tim Bendzko und Florian Silbereisen, kommentiert die Live-Auftritte. Die Entscheidung, wer Deutschland im Kiew vertritt, fällt aber das TV-Publikum. 

Doch damit nicht genug: Die Show wird auf mehreren ESC-Seiten live im Internet gezeigt. Über die Eurovision-App können Fans aus ganz Europa dann ihre Empfehlung für die jeweiligen Lieder abgeben. Beim NDR erhofft man sich davon wohl eine Art europäisches Stimmungsbarometer. Einfluss auf das Endergebnis hat das aber nicht. 

Welche Rolle Stefan Raab in der Vorbereitung des Vorentscheids spielt, ist unklar. Auf die Frage, ob der seit dem Ausstieg als Fernsehmoderator Ende vergangenen Jahres abgetauchte Kölner persönlich in die Vorauswahl der Künstler involviert ist, antwortet eine NDR-Sprecherin nur knapp: "Nein." Auch in der Jury des Vorentscheids sitzt er nicht. Dennoch zeigen verschiedene Elemente seine unmittelbare Beteiligung.

Da ist die Jury, in der ESC-Siegerin Lena zusammen mit Sänger Tim Bendzko und Moderator Florian Silbereisen sitzt. Lena und Bendzko sind mit Raab seit langem bekannt. Außerdem singen die Kandidaten zur Musik einer großen Liveband, die von Wolfgang Dalheimer geleitet wird - er war auch der Chef der "Heavytones", die Raabs "TV total" musikalisch begleiteten.

Möglichst viel Anteil von Raab kann nach den bisherigen Erfahrungen nicht schaden. Sechsmal war er in verschiedenen Formen als Komponist, Sänger, Produzent oder Texter beteiligt, sechsmal schaffte es Deutschland in die Top Ten, mit Lenas Sieg als Höhepunkt.

Seit Roman Lobs achtem Platz 2012 in Baku schaffte es dagegen kein deutscher Beitrag mehr unter die besten Zehn. 2015 und 2016 kamen Ann Sophie und Jamie-Lee nur auf den letzten Platz.

+++ Ukraine und Russland zoffen sich jetzt schon (13. September) +++

Kaum hat man sich in der Ukraine auf Kiew als Austragungsort für den Eurovision Song Contes 2017 geeinigt, da werden auch schon verbal die Messer zwischen dem Gastgeberland und Russland gewetzt. Das berichtet "eurovision.de". Es geht um die Einstellung zur Krim und daraus resultierenden Konsequenzen. 

Der ukrainische Kulturminister Jewgeni Nischtschuk stellte klar, dass kein Russe in die Ukraine einreisen dürfe, sofern er die Annexion der zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim durch Russland öffentlich akzeptiere oder gar bejubele.

Einen entsprechenden Bann gegen russische Künstler gibt es bereits und der werde auch für den ESC 2017 nicht aufgehoben. "Wenn Russland solch einen Künstler aussucht, wäre dies eine absichtsvolle Provokation. In Russland gibt es viele Künstler, die verstehen, dass Frieden die wichtigste Sache ist, dass man nicht die Sprache der Aggression und die Herabsetzung anderer Nation sprechen darf, vor allem gegen Nachbarn. Wir sollten professionell miteinander ins Benehmen kommen - durch Musik und Gesang", so Nischtschuk. 

Anscheinend befürchtet man in der Ukraine, dass Russland absichtlich einen Künstler nach Kiew entsendet, der von dem Einreiseverbot betroffen ist. Beharren die Behörden in Kiew auf ihrem Standpunkt und auf ukrainischem Recht, würde die Ukraine als Land ohne freie Einreise dastehen.

Entsprechend selbstsicher klingt der russische Sonderbeauftragte für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Michail Schwydkoi: "Ich denke, dass 'schwarze Listen' in Bezug auf Künstler überhaupt eine große Dummheit sind." Es sei noch ausreichend Zeit, um die Veranstalter zu überzeugen, beim ESC keine Einreiseverbote zu verhängen. Das würde die ganze Veranstaltung in ein schlechtes Licht rücken.

Das verbale Säbelrasseln der Konfliktparteien rief inzwischen auch die European Broadcasting Union auf den Plan: Jon Ola Sand, Direktor des ESC, sagte zur russischen Nachrichtenagentur TASS: "Wir sind in einem konstruktiven Dialog mit den Verantwortlichen der Ukraine und sicher, dass alle Delegierten nach Kiew kommen und bleiben können."

+++ ESC 2017 findet in Kiew statt (9. September 2016) +++

Nach wochenlangem Tauziehen um den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2017 hat sich die ukrainische Hauptstadt Kiew gegen Odessa und Dnipro durchgesetzt. Ausschlagebend waren finanzielle Garantien, sagte Kulturminister Jewgeni Nischtschuk. 

Die Entscheidung für einen Austragungsort hatte sich seit Anfang August verzögert, weil hinter den Kulissen des krisengeschüttelten Landes ein erbitterter politischer Streit zwischen den Bewerbern ausgebrochen war.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko versprach, den beliebten Gesangswettbewerb auf höchstem Niveau zu organisieren. "Die Hauptstadt ist für Veranstaltungen dieses Kalibers objektiv der am besten vorbereitete und geeignete Ort", teilte der 45-jährige Ex-Boxweltmeister mit. Die Dreimillionenstadt Kiew hatte den ESC schon 2005 ausgerichtet. 

Veranstaltungsort wird das Internationale Ausstellungszentrum MWZ am linken Ufer des Flusses Dnipro. Nach offiziellen Angaben bietet das Gelände Platz für bis zu 14.000 Menschen. Shuttlebusse sollen Fans und Teilnehmer vom Stadtzentrum dorthin bringen.

Wissenswertes zum Eurovision Song Contest 2017

Das Finale des Eurovision Song Contest 2017 findet am 13. Mai in Kiew im Internationalen Messezentrum statt. Die Halbfinals sind am 9. und 11. Mai. 43 Nationen nehmen teil. Die ukrainische Sängerin Jamala hatten des ESC 2016 in Stockholm gewonnen. Kiew ist nach 2005 zum zweiten Mal Gastgeber des Wettbewerbs. Übertragungen des ESC werden weltweit von mehr als 200 Millionen TV-Zuschauern gesehen. 

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