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"Die Höhle der Löwen": SugarShape-Investment kam nicht zustande

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Herren steigen bei Dessous-Damen zu früh aus

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Höhle der Löwen: "Es gibt nichts Schlimmeres, als zu eng sitzende BHs". (Screenshot: VOX)
Höhle der Löwen: "Es gibt nichts Schlimmeres, als zu eng sitzende BHs"

Die SugarShape-Girls Sabrina und Laura wollen die "Löwen" zu einem Deal verführen.

Höhle der Löwen: "Es gibt nichts Schlimmeres, als zu eng sitzende BHs". (Screenshot: VOX)


Dass die Besetzung der Inverstoren mit vier Männern und nur einer Frau etwas ungleich ausfällt, war in der Ausgabe von "Die Höhle der Löwen" am Dienstagabend zu beobachten. Als es um BHs ging, stiegen die Herren aus - allerdings zu früh.

Die Gründer

  • SensoPro: Kaspar Schmocker (27), Florian Kuchen (27) und Jan Urfer (33) aus der Schweiz vertreiben ein zwei Meter hohes, multifunktionales Sportgerät, mit dem man mit Hilfe von flexiblen Gummibändern Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer trainieren kann. Das rund 14.000 Euro teure Produkt wird vorwiegend Krankenhäusern, Fitnesscentern und Physiotherapiepraxen angeboten. Angebot: 10 Prozent Firmenanteile für 350.000 Euro.
  • SugarShape: Die Schwestern Sabrina Schönborn (35) und Laura Gollers (27) bieten BHs und Bikinis an, die ihren Kundinnen gewissermaßen auf den Leib geschneidert sind. Expertinnen stellen anhand von Fragebögen die passende Wäsche abseits des handelsüblichen Größensystems zusammen. Angebot: 10 Prozent Firmenalteile für 500.000 Euro.
  • FOVEA: Der Informatiker und Technische Forstoberinspektor Manfred Ide (31) hat eine App entwickelt, die es der Forstwirtschaft erlaubt, mittels Fotos in kürzester Zeit die Anzahl von Holzstämmen in einem Holzpolter - einem Sammelplatz für Langholz - zu ermitteln. Angebot: 7 Prozent Firmenanteile für 300.000 Euro.
  • Nachtwächter: Viele Menschen schnarchen, wenn sie in Rückenlage schlafen. Dagegen helfen soll die "Nachtwächter"-Schlafweste von Marcus Ruoff (46). Ein "Rückenprotektor" aus Schaumstoff soll das Liegen auf dem Rücken und damit auch das Schnarchen verhindern. Angebot: 20 Prozent Firmenanteile für 200.000 Euro.
  • Kickbase: Anatol (28), Ante (30), Daniel (27) und Felix (34) aus München haben ein Bundesliga-Manager-Spiel programmiert, dessen Punktesystem ganz nah am realen Spielverlauf dran ist und im Sekundentakt Werte ermittelt und zuweist. Außerdem besitzen sie die Bundesliga-Lizenz und dürfen die Original-Spielernamen, Bilder und Club-Logos verwenden. Angebot: 10 Prozent Firmenanteile für 600.000 Euro.
  • MALZIT: Stefanie Tomljanovic (55) bietet Brotaufstriche auf Malzbasis an. Die Aufstriche sind vegan und besitzen trotz eines geringeren Zuckeranteils eine vergleichbare Süße. Angebot: 30 Prozent Firmenanteile für 40.000 Euro.

Das Highlight

Die Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers verkaufen mit ihrem Unternehmen SugarShape online maßgefertigte Dessous, die dann in einer schicken "VIB"-Box ("Very Important Boobs"-Box) an die Kundin geliefert werden. Eine tolle Sache, befand Judith Williams. "Es gibt nichts Schlimmeres, als zu eng sitzende BHs".

Doch die männlichen Löwen teilten ihre Euphorie nicht, nestelten etwas unschlüssig in den Muster-VIB-Boxen herum und folgten verständnislos den Ausführungen der Gründerinnen, wie ihre Kundinnen zu Hause ganz einfach ihre Brüste vermessen können.

Kein Wunder, dass einer nach dem anderen ausstieg. Dann lagen alle Blicke auf Judith Williams. "Ich verstehe Sie", sagte die einzige Löwin in der Runde zu den beiden Damen. "Das ist ein Problemlöser. Das wissen die Männer nicht. Sie haben ein Millionengeschäft gefunden." "Ein Milliardengeschäft", setzten die SugarShape-Inhaberinnen noch einen drauf. Drei Milliarden Euro würden jährlich in Deutschland mit Dessous umgesetzt.

Da mussten dann auch die zu früh ausgestiegenen Herren erst einmal durchatmen. So nahm sich Judith Williams Frank Thelen, der mit seinem IT-Wissen neben ihr als optimaler Investor für SugarShape schien, noch einmal beiseite und überzeugte ihn.

Kurz darauf unterbreiteten sie den Schwestern ein Angebot: 500.000 Euro - aber für 20 und nicht für zehn Prozent. Sabrina Schönborn und Laura Gollers mussten kurz beraten, waren sich aber einig: Mit diesen beiden Löwen sind sie bestens bedient: Deal!

Wer investierte wo?

Carsten Maschmeyer zeigte großes Interesse an dem Sportgerät der drei Schweizer von SensoPro. Er wollte statt der gebotenen zehn aber 33 Prozent Firmenanteile. Nach einer harten Verhandlung ging der Löwe auf 30 Prozent runter, die Gründer wollten maximal 25 geben. Der Deal kam nicht zustande. Sabrina Schönborn und Laura Gollers von SugarShape holten mit Judith Williams und Frank Thelen gleich zwei Löwen mit ins Boot, mussten aber für die geforderten 500.000 Euro nicht zehn sondern 20 Prozent ihres Unternehmens abtreten.

Frank Thelen war zwar von Manfred Ides App FOVEA begeistert, was die technische Umsetzung anging. Der anvisierte Markt erschien ihm aber zu klein. Es gab kein Angebot. Dagegen investierte Ralf Dümmel in Marcus Ruoffs Nachtwächter, erhielt für die geforderten 200.000 Euro anstatt 20 sogar 35 Prozent.

Die Jungs von Kickbase hatten zwar ein tolles Konzept mit ihrem Spiel, aber ihr noch in den Kinderschuhen steckendes Unternehmen war dann doch mit einem angegebenen Wert von sechs Millionen Euro in den Augen der Investoren zu hoch bewertet. Keiner wollte einsteigen. Stefanie Tomljanovic überzeugte mit ihren Malzit-Brotaufstrichen alle fünf Löwen, Jochen Schweizer und Ralf Dümmel wollten investieren. Dümmel erhielt den Zuschlag zu den geforderten 40.000 Euro für 30 Prozent Firmenanteile.

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