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"Öko-Test"-Konfitüren: Sieger schmeckt weniger nach Erdbeeren

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"Öko-Test" vergleicht Erdbeerkonfitüren  

Testsieger schmeckt weniger intensiv nach Erdbeeren

26.05.2017, 11:34 Uhr | msc, t-online.de

"Öko-Test"-Konfitüren: Sieger schmeckt weniger nach Erdbeeren. Erdbeeren im Kupferkessel und Zucker auf Holzlöffel  (Quelle: imago/imagebroker)

Erdbeerkonfitüre ist einer der beliebtesten Aufstriche der Deutschen (Quelle: imagebroker/imago)

Jeder Deutsche isst zwei Kilogramm Marmelade pro Jahr. Viele Menschen schwören bei der Lieblingssorte Erdbeer auf das eigene Familienrezept, das streng gehütet ist. Wer sich den süßen Aufstrich lieber fertig kauft, hat die Qual der Wahl aus hunderten Sorten. Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat 19 Produkte unter die Lupe genommen.

Zwei Produkttypen: Konfitüre extra und Fruchtaufstrich

Marmelade dürfen laut Gesetz nur Erzeugnisse aus Zitrusfrüchten heißen. Also sprechen wir lieber von Konfitüren. Sie unterliegen einer Konfitürenverordnung und müssen einen Mindestgehalt an Frucht und Zucker aufweisen. Für den Fruchtaufstrich gibt es solche Bedingungen nicht. Trotzdem gelten sie als die fruchtigere und zuckerärmere Alternative zur Konfitüre.

Was genau ist drin in der Konfitüre?

Nach dem Zerkleinern und teilweisen Pürieren der gefrorenen, ganzen Früchte kommt die Masse in große Kochkessel. Dort wird Zucker oder flüssiger Sirup, Geliermittel Pektin und Zitronensäure dazugegeben. Spezialisierte Betriebe stellen heute aus Apfel- oder Zitrusschalen Pektine her, die je nach Verarbeitungsgrad unterschiedlich stark gelieren. In den Konfitürenwerken hat sich billiger Glukosesirup als Süßungsmittel durchgesetzt. Das reduziert Produktionskosten und dient als Hilfsmittel für eine besonders streichfähige Konsistenz. 500 Kilogramm Konfitürenansatz ergeben gut 1.100 fertig produzierte Erzeugnisse á 450 Gramm.

Das Testergebnis

Die getesteten elf Konfitüren und acht Fruchtaufstriche sind alle zu süß, wenn man die 25 Gramm Zucker zugrunde legt, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) pro Tag und persönlichem Verzehr empfiehlt. Alle getesteten Produkte enthalten mehr als 50 Gramm Zucker pro 100 Gramm Fruchtgehalt.

"Öko-Test" stuft alle 19 getesteten Produkte als "frühstückstauglich" ein. Die Sieger mit dem Gesamturteil "sehr gut" sind laut "Öko-Test" die Bio-Fruchtaufstriche "Zwergenwiese Fruchtgarten", "Allos Frucht Pur", "Denree Fruchtaufstrich" und "Demeter, Die Beerenbauern". Letzterer ist mit 1,65 Euro pro 100 Gramm allerdings auch der Teuerste.

Während bei den meisten Konfitüren mit Zucker oder Glukosesirup gesüßt wird, setzen die vier Testsieger Rohrohrzucker oder Agavendicksaft ein. Interessant ist, dass der Fruchtaufstrich von Allos zwar mit 75 Gramm den höchsten Fruchtgehalt deklariert, laut "Öko-Test" aber "im Vergleich weniger nach Erdbeeren" schmeckt. Der Aufstrich von Zwergenwiese schmeckt ebenfalls "im Vergleich weniger intensiv nach Erdbeere", dafür aber auch "nach Holunderbeeren".

Verlierer der Untersuchung ist die Konfitüre "Tamara Erdbeer Konfitüre Extra" von Aldi Nord. Als einzige der 19 Produkte erhielt sie das Gesamtergebnis "ausreichend". Die Erdbeeren dafür kommen aus Polen und Ägypten und das Produkt hat einen hohe Zuckergehalt von 57,2 Gramm pro 100 Gramm Konfitüre. Immerhin ist sie mit anderen getesteten Konfitüren von Discountern mit 0,20 Euro pro 100 Gramm die Günstigste.

Viel Frucht heißt nicht unbedingt mehr Geschmack

Ein hoher Fruchtanteil ergibt übrigens nicht gleich ein besseres Produkt. Auch fruchtärmere Konfitüren von Darbo oder Bonne Maman überzeugten im Geschmackstest mit intensiven und kräftigen Erdbeernoten. 

Was Sie beachten sollten beim Konfitürenkauf

Wer morgens am liebsten Erdbeerkonfitüre isst, sollte bedenken, dass er sich eine Süßigkeit aufs Brot streicht. Ob in einem Produkt viel oder wenig Zucker steckt, kann man an der Nährwerttabelle pro 100 Gramm ablesen. Enthält eine Konfitüre Glukosesirup, fällt der Zuckergehalt geringer aus. Dann sollte man die Kalorienangaben pro 100 Gramm zu Rate ziehen.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Juni-Ausgabe von "Öko-Test“.

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