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"Öko-Test": Worauf Sie bei der Weihnachtsgans achten sollten

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"Öko-Test"  

Worauf Sie bei der Weihnachtsgans achten sollten

27.11.2017, 14:21 Uhr | cch, t-online.de, dpa-tmn

"Öko-Test": Worauf Sie bei der Weihnachtsgans achten sollten. Für viele ist ein Gänsebraten der perfekter Weihnachtsschmaus. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Tier aus artgerechter Haltung stammt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/bhofack2)

Für viele ist ein Gänsebraten der perfekter Weihnachtsschmaus. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Tier aus artgerechter Haltung stammt. (Quelle: bhofack2/Thinkstock by Getty-Images)

Soll es an Weihnachten als Festtagsessen Gans geben, sollte diese möglichst aus einer deutschen Aufzucht stammen. Das empfiehlt das Magazin "Öko-Test" in der aktuellen Ausgabe.

In Deutschland wachsen die meisten Gänse relativ gut auf. In Belgien, Ungarn, Frankreich, Bulgarien und Spanien hingegen werden viele von ihnen gequält: In diesen Ländern ist Stopfmast erlaubt. In Polen ist wiederum Lebendrupf an der Tagesordnung. Das macht "Öko-Test" in einer Untersuchung deutlich (Ausgabe Dezember 2017).

"Öko-Test": Bio-Gänse von drei Betrieben sind "sehr gut"

Für diese wurden die Haltungsformen der Gänse von insgesamt 18 Betrieben aus unterschiedlichen Ländern genauer unter die Lupe genommen. Hierzu schickte "Öko-Test" den Herstellern Fragebögen. Darin wurde zum Beispiel abgefragt, wie eng der Stall der Gänse ist oder auch ob Genfutter in ihrem Trog landet. Die gemachten Angaben mussten die Mastbetriebe belegen.

Drei der Produkte erhielten ein "sehr gutes" Testergebnis ("Bio-Gans mit Innereien frisch" von Bioland, "Gans frisch H.Kl.A" auch von Bioland und "Deutsche Bio-Freilandgans frisch" von Demeter). Die Gänse stammen alle aus Deutschland, hatten viel Freiland zur Verfügung, wurden nicht mit gentechnisch verändertem Futter ernährt und vergleichsweise spät geschlachtet.

Die Gänse von sieben Betrieben im Test wurden mit "ungenügend" bewertet

Ebenfalls jeweils drei Mal gab es die Noten "gut" und "ausreichend". "Mangelhaft" war das Testergebnis bei Gänsen zweier Hersteller. Sieben Mal vergaben die Tester zudem die Note "ungenügend". Vier dieser schlecht bewerteten Gänse stammten aus Polen, eine aus Ungarn und eine sogar aus Deutschland. Allerdings kamen die schlechten Testergebnisse hauptsächlich dadurch zustande, dass die Hersteller keine Angaben zu bestimmten Aspekten machten, was zu einer Abwertung des Gesamtergebnisses führte.

In Deutschland wachsen laut "Öko-Test" die meisten Gänse mit Platz, einem gesunden Federkleid und Freiland auf. In der Stopfmast, die in fünf EU-Ländern erlaubt ist, hingegen sind die Bedingungen alles andere als optimal: Die Küken leben auf engstem Raum ohne Tageslicht. Sie bekommen Kraftfutter und haben kaum Bewegung. Durch die schnelle und unnatürliche Zunahme deformieren sich laut "Öko-Test" die Knochen der Tiere. Federn tragen diese Gänse nicht; Arbeiter rupfen sie ihnen heraus. Sie werden an die Daunenindustrie verkauft. Mehrfach am Tag wird den Tieren Maisbrei und Fett in den Magen gepumpt.

Lebendrupf ist in der EU eigentlich verboten, sie wird allerdings nach wie vor praktiziert. 80 Prozent der in Deutschland verkauften Gänse stammen laut "Öko-Test" aus Polen und Ungarn. 75 Prozent aller deutschen Gänse werden demnach zwischen Oktober und Dezember geschlachtet.

Das rät der Deutsche Tierschutzbund

Wer auf den Gänsebraten zum Weihnachtsfest nicht verzichten möchte, sollte ein Tier aus artgerechter Freilaufhaltung kaufen. Das rät auch der Deutsche Tierschutzbund in Bonn. Insbesondere Zuchtbetriebe in Deutschland werden demnach meist strenger kontrolliert. Wer ganz sicher sein will, sollte nur Gänsebraten mit einer gesetzlich geschützten Kennzeichnung kaufen. Dazu gehören: "Auslaufhaltung", "bäuerliche Auslaufhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung", "Bio-" oder "Ökogans".

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von "Öko-Test".

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