Sie sind hier: Home > Leben > Liebe >

Psychologie - Der kleine Unterschied: alles nur ein Mythos?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

LIEBE | SEXUALITÄT  

Der kleine Unterschied: alles nur ein Mythos?

20.09.2005, 08:56 Uhr | Spiegel Online

Mit Klischees kann man gut Geld verdienen. Etwa in dem man Bücher schreibt, warum Männer nie zuhören und Frauen schlecht einparken können. Das amerikanische Ehepaar Allan und Barabara Pease landete mit derartiger, leicht verdaulicher Küchenpsychologie Bestseller. Das Männer vom Mars und Frauen von der Venus kommen, thematisieren auch die übrigen Medien gerne. Zu Unrecht, wie Janet Shibley Hyde meint, Psychologin von der University of Wisconsin. Sie hält die Geschlechterunterschiede für völlig überschätzt. Hyde führte gewissermaßen eine Meta-Meta-Studie durch, als sie die Ergebnisse von 46 Meta-Studien aus den vergangenen 20 Jahren analysierte. Dabei fand sie kaum Differenzen zwischen Männern und Frauen, egal ob es um die Persönlichkeit, Kommunikationsverhalten, Gedächtnisfähigkeit oder Führungsstil ging.

Zehn Argumente Warum Frauen es einfach besser haben
Zehn Gründe Warum es besser ist ein Mann zu sein

Die Motorik macht den Unterschied

Starke Unterschiede bestehen laut Hyde nur bei den motorischen Fähigkeiten - etwa dem Weitwurf, bei der Häufigkeit des Masturbierens, beim sexuellen Verhalten in Kurzzeitbeziehungen und beim Auftreten körperlicher Aggression. Geschlechtsunterschiede hingen zudem davon ab, in welchem Umfeld sie gemessen worden seien, schreibt Hyde im Fachblatt "American Psychologist" (Vol. 60 Nr. 6, S. 581). Sobald Testpersonen gesagt würde, dass ihr Geschlecht nicht erfasst würde, wichen sie von dem üblichen, stereotypen Rollenverhalten ab.

Alles eine Erfindung der Medien?

Die weit verbreitete Meinung, dass Jungen im Fach Mathematik begabter als Mädchen seien, stimme nicht. Bis zur High-School gebe es keine Leistungsunterschiede, erst danach hätten Jungen einen kleinen Vorsprung. Hyde hält die angeblich großen Geschlechterunterschiede für ein Phänomen der Massenmedien, das Männer wie Frauen in Beruf und Partnerschaft beeinflusst. Die behaupteten Differenzen seien wissenschaftlich nicht begründet, sagte sie, schadeten jedoch Männern und Frauen in vielen Lebensbelangen. "Die These kann die Möglichkeiten von Frauen im Beruf einschränken", erklärte Hyde, und sie könne Paare davon abhalten, ihre Konflikte zu lösen, weil sie glaubten, diese seien naturgegeben.

Mehr aus Lifestyle:
Test Wie krisenfest ist Ihre Partnerschaft?
Seitensprung Beichten oder schweigen?
Haare ab? Wann ist eine neue Frisur fällig?

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Verkehrschaos in Vietnam 
Dieser Rollerfahrer muss irre sein

Dieser vietnamesische Rollerfahrer rast mit seinem Zweirad rücksichtslos durch die Straßen von Hanoi. Video

Anzeige

Shopping
Anzeige
MADELEINE - jetzt die neue Kollektion entdecken!

Souveräne Businesslooks, elegante Eventmode und Lieblingsbasics bei MADELEINE.

Shopping
Die NIVEA Fotodose mit Ihrem Lieblingsbild

Gestalten Sie Ihre eigene Cremedose mit Ihrem Lieblingsfoto. Jetzt bestellen auf NIVEA.de.

Meistgesuchte Themen

Anzeige
shopping-portal