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Männer: Männer finden Familie und Ehe wichtiger als Arbeit

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Männer  

Sind Sie ein "Rosinenmann"?

19.03.2009, 13:14 Uhr | AP

Männer: Für "moderne Männer" ist Familie wichtiger. (Foto: imago)Für "moderne Männer" ist Familie wichtiger. (Foto: imago) Deutsche Männer steuern auf einen Konflikt zu. Auf der Suche nach ihrer eigenen Männer-Rolle werden sie heute von modern denkenden Frauen überholt. Doch einige Männer blicken einer bahnbrechenden Entwicklung entgegen. Die Studie "Männer in Bewegung", die im Auftrag der Kirchen erstellt wurde, zeigt: Männern sind Familie und Ehe immer wichtiger, die Arbeit verliert an Bedeutung. Aber sie müssen sich schneller entscheiden, in welche Richtung sie gehen wollen. Wer das nicht macht, sei ein "Rosinenmann", so die Studie.

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Männer oft unentschlossen

Heute ist eine Vielzahl der Männer unentschlossen oder springt zwischen den Rollenbildern hin und her. Die Wissenschaftler Rainer Volz und Paul Zulehner befragten 1.470 Männer und 970 Frauen. Sie teilten die Männer für ihre Studie in vier Typen ein: Mehr als die Hälfte ist demnach auf der Suche nach Orientierung oder gar ein "Rosinenmann". Das sind Typen, die je nach Lage zwischen der modernen und der alten Rolle hin und her springen, sagte Zulehner.

Frauen denken schon viel moderner

Diese Unentschlossenheit ist nicht ungefährlich: Erst 19 Prozent der Männer bekennen sich zu einer modernen Einstellung. Sie sehen Frauen ganz selbstverständlich als gleichberechtigt im Beruf an und schätzen die Familie mehr als die Arbeit. Dabei leben schon 32 Prozent der Frauen nach dieser Einstellung. Aus der Diskrepanz ergibt sich ein Ungleichgewicht. "Da kann sich jeder denken, was das für den Heiratsmarkt bedeutet", sagte Zulehner. Familienministerin Ursula von der Leyen vertraut ganz auf die selbstheilenden Kräfte eben dieses (Heirats-)Marktes. Der rücke das Problem langfristig zurecht. Aus der Erfahrung wisse man, dass Männer in der Entwicklung langsamer hinterher kommen. Die modernen Männer findet sie "spannend", sagte die Ministerin und lächelte verschmitzt. Die wichtigste Erkenntnis sei jedoch, dass die modern geführte Ehe weiter Bestand haben wird.

Auch für Männer zählt Treue und Verlässlichkeit

Männer sind der Studie zufolge immer mehr begeistert von einer Ehe der totalen Gleichberechtigung. In der heutigen kalten Welt mit all ihren Krisen suchten die 19 Prozent der modernen Männer ein "Obdach der Seele" und fänden es immer öfter in der Ehe, meinte Zulehner. "Die modernen Männer stehen für partnerschaftliche Ehe, nicht für patriarchale Ehe." Aber Männer neigen auch zur Übertreibung. Forscher Zulehner und sein Kollege Volz beobachten auch eine "Überromantisierung der Ehe". Treue und Verlässlichkeit zähle immer mehr. Deshalb werde die moderne Ehe labiler.

Gläubige Männer

Auch das Vorurteil, Männer seien weniger spirituell, stimme nicht. Für Zulehner war diese Erkenntnis die "Überraschung sondergleichen": Im Vergleich zu 1998 wenden sich mehr Männer der Religion zu und verlangen mehr von den Kirchen. 31 Prozent der Männer erwarten Unterstützung der Kirchen bei der Neugestaltung ihrer Männerrolle. Auch die Kirchen seien in der Pflicht, die Männerrolle umzubauen, meinte von der Leyen. Mehr Männer würden in Kitas und im Pflegebereich benötigt. Diese Bereiche seien vielfach in Kirchenhand. Von der Leyen forderte die Kirchen auf, "lebensnahe Antworten" zu finden. Denn es dürfe nicht sein, dass der Erzieherinnen-Anteil in den Kindertagesstätten bei 97 Prozent bleibe.

Traditionell denkende Männer akzeptieren Gewalt

Ein Ergebnis stimmte sowohl die Kirchen als auch die Familienministerin nachdenklich. Unter den traditionell denkenden Männern verstehen 60 Prozent Gewalt als eine Form der Kommunikation. Diese Männer stimmten bei der Befragung Aussagen zu wie "Man muss Kinder schlagen, damit sie zur Vernunft kommen" oder "Wenn eine Frau vergewaltigt wird, hat sie im Zweifelsfalle den Mann provoziert", sagte Studien-Autor Volz. Die Gewalt-Akzeptanz ist nicht nur ein Männer-Problem - auch 30 Prozent der traditionellen Frauen denken so. Bei Männern nimmt dies aber stärker zu als bei Frauen. Von der Leyen sieht das Versagen vor allem in der Erziehung. Hier liege der Schlüssel zur Gewalt-Akzeptanz. In der Vergangenheit sei aber das Verständnis dafür in der Gesellschaft drastisch gesunken. Eine Antwort auf diese "dumpfe Haltung" sei Bildung.

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