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Kompromisse  

Wie viele Kompromisse einer Beziehung gut tun

03.05.2009, 10:26 Uhr | ali

Sich aus Liebe zum Partner zu verändern, kann die Liebe zerstören. (Foto: Archiv)Sich aus Liebe zum Partner zu verändern, kann die Liebe zerstören. (Foto: Archiv) Werner war ein Typ, der nicht gerade als Schwiegermutters Liebling durchgegangen wäre. Mit langen Haaren, abgewetzter Lederjacke, Motorrad und Tattoo auf dem Oberarm war er nicht der Musterknabe, den Elkes an der Seite ihrer Tochter gerne sahen. Aber Werner liebte Elke und deshalb fasste er einen schweren Entschluss: Er trennte sich von seinen langen Haaren und seinem Motorrad und legte sich langärmelige Hemden zu, damit das Tattoo nicht mehr zu sehen war. Heute weiß Werner, dass sein Engagement zu weit ging. Denn: Seine Beziehung zu Elke ist aus. Kennen Sie das? Sind Sie auch manchmal zu kompromiss- bereit? Machen Sie den Test:

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Kompromiss ja, radikale Veränderung nein

Werner hat etwas getan, was eigentlich im ersten Moment sehr löblich ist. Er ist Kompromisse eingegangen, um die Beziehung mit Elke harmonischer zu gestalten. Nur: Er hat sich nur selbst dabei vergessen. Langfristig ist es wichtig, den schmalen Grad zwischen Kompromiss und radikaler Veränderung richtig auszuloten. Den Punkt hat Werner überschritten. Und das konnte nicht gut gehen. Denn ein Kompromiss sollte nicht Selbstaufgabe bedeuten.

Entgegenkommen in wohlüberlegten Dosen

Kompromisse sind in Ordnung und notwendig, aber wer sich den Wünschen des Partners komplett unterwirft, macht sich und auch den Partner auf Dauer unglücklich. Es muss von beiden Seiten ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen herrschen. Wer sich selbst zu sehr hinten anstellt, durchlebt auch in den Augen des Partners eine Veränderung, die dieser oft auch nicht versteht. Unzufriedenheit entsteht und die Konflikte sind vorprogrammiert.

Kompromisse für eine Partnerschaft wichtig

Aber Liebespaare sollten sich irgendwann klar darüber sein, dass beide Partner nur so lange Freude an einer Beziehung haben, solange sich beide in der Partnerschaft wohlfühlen. Das kann zu einer spannenden Entdeckungsreise werden. Kompromisse braucht es vor allem dann, wenn die erste Verliebtheit vorbei ist und eine langfristige Beziehung sich ihren Weg bahnt. Liebe ist kompromisslos, Partnerschaft kompromissbereit. Ein Widerspruch? Sicher, aber auch eine spannende Herausforderung, aus Liebe eine Partnerschaft wachsen zu lassen. Partnerschaft bedeutet nicht automatisch Verzicht.

Kompromissen mit Gelassenheit begegnen

Letztlich hat ein Kompromiss viel mit einem Kuchen gemein: Beide müssen nach dem Anschneiden das Gefühl haben, das beste und größte Stück bekommen zu haben. Beide müssen sich nach den Zugeständnissen als Gewinner fühlen. Aber einen kleinen Haken gibt es dabei. Denn: Die Geschlechter sind in der Herangehensweise an Kompromisse verschieden. Während Frauen auf der Suche nach Lösungen und Kompromissen sind, fühlen sich Männer oft in eine Konkurrenzsituation gedrängt, aus der sie als Sieger hervorgehen müssen. Wer die Macht nicht so gar nicht teilen will, lässt die Beziehung scheitern.

Wann Beziehungen nach Kompromissen verlangt

Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer zeigt in seinem Buch Lässt sich Sex verhandeln? Situationen auf, wann in einer Beziehung Kompromisse notwendig sind. Er analysiert Situationen aus dem Alltag, bei denen Kommunikation aneinander vorbeiläuft, Kränkungen und Missverständnisse entstehen und zu Konflikten führen. Die Situation fährt sich fest. Werner und Elke kamen irgendwann zu diesem Punkt. Einige Zeit nach der Trennung lief Werner Elke zufällig über den Weg. An ihrer Seite ein Typ mit langen Haaren, Motorradjacke und Oberarmtattoo.

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