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Partnerschaft: Wie ändere ich meinen Mann?

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Partnerschaft  

Kann ich meinen Partner ändern?

07.06.2011, 11:37 Uhr | ag

Partnerschaft: Wie ändere ich meinen Mann?. Drohgebärden sind der falsche Weg, den Partner ändern zu wollen. (Foto: imago)

Drohgebärden sind der falsche Weg, den Partner ändern zu wollen. (Foto: imago)

Jeder Mann hat Schwächen: Er trägt gern Schlabber-Look, hat einen stattlichen Bierbauch oder bringt nie den Müll runter. Manche Macken machen ihn liebenswert, aber mit bestimmten Eigenarten können und wollen Frauen einfach nicht leben. Sollen sie auch nicht, sagt Paarberater Christian Thiel aus Berlin. Der Wunsch, den Partner zu ändern, ist für ihn sogar die Grundlage einer lebendigen Beziehung. In seinem Buch "Streit ist auch keine Lösung" (humboldt Verlag) legt er dar, wie man in einer Beziehung das bekommt, was man will und gibt sechs Tipps für die erfolgreiche "Umerziehung" des Partners.

Unterschiede tun der Beziehung gut

Der Wunsch nach Veränderung ist ein typisches Phänomen von Beziehungen, die in eine stabile Phase gekommen sind. Am Anfang der Partnerschaft gibt es das Problem noch nicht. Die Rauschwirkung der Verliebtheitshormone ist so stark, dass man den anderen nur als Idealfigur ansehen kann. Der realistische Blick auf den Partner kommt erst später. Man erkennt, dass es wesentliche Unterschiede gibt und nicht alle Bedürfnisse vom anderen befriedigt werden. Das idealisierte Bild zerplatzt wie eine Seifenblase. Thiel sieht dies jedoch positiv: "Für die Beziehung ist es gut, wenn sich die Partner früh darüber bewusst werden, unterschiedliche Standpunkte zu haben und anders zu sein." Wichtig dabei sei die Bereitschaft, seine Verbesserungswünsche dem anderen auf höfliche Weise mitzuteilen und dabei auch Verständnis für die Bedürfnisse des anderen zu zeigen. Nur werde leider noch immer viel zu wenig in Beziehungen geredet.

Wunschlos glücklich - eine reine Utopie

In einer Beziehung wunschlos glücklich zu sein, hält Thiel für reine Utopie: "Es handelt sich hierbei um eine maßlose Idealisierung, hinter der sich eine gewisse Betriebsblindheit verbirgt." Zahlreiche psychologische Studien hätten belegt, dass Beziehungen, in denen beide immer einer Meinung sind, langfristig gesehen die schlechteren Karten haben. In solchen Beziehungen passiere es schnell, dass einer der beiden Partner seine eigenen Bedürfnisse vernachlässige. Die Folge: "Die Erotik lässt irgendwann nach, es wird genörgelt und gestritten." Dinge, die einen stören, sollte man daher unbedingt dem Partner mitteilen und darauf drängen, eine gemeinsame Lösung dafür zu finden. Eine Änderung des Verhaltens darf dabei ruhig eingefordert werden.

Aus einem Karrieremann wird kein Hausmann

Allerdings sind der "Umerziehung" eines erwachsenen Menschen Grenzen gesetzt. "Änderungen finden hauptsächlich im Verhalten, nicht im Charakter statt", meint Thiel. Das heißt: Ein Mann, der selten die Wohnung geputzt hat oder nie bei der Hausaufgabenbetreuung seiner Kinder dabei war, kann zu Einsicht gelangen und sich zukünftig stärker an Haushalt und Erziehung beteiligen. Unmöglich dagegen ist es, aus einem eingefleischten Karrieremann einen Hausmann zu machen oder einen Chaoten in einen ordnungsliebenden Menschen umzuwandeln.

Veränderungen strategisch umsetzen

Doch passt ein Paar denn tatsächlich zusammen, wenn der eine den Wunsch hegt, etwas am Partner zu ändern? Schließlich heißt es doch so schön "Man soll den anderen so lieben wie er ist." "Ich halte es für einen Fehler, diesem Ideal zu sehr hinterherzuhängen", sagt Thiel. Wer unzufrieden sei, sollte das auch zum Ausdruck bringen - im Interesse der eigenen Partnerschaft. Dabei sei allerdings ein gewisses strategisches Vorgehen wichtig. Der eigene Standpunkt und die Bedürfnisse sollten dem anderen in einem ruhigen Gespräch dargelegt werden. Wenn die Beziehung stabil und liebevoll ist, stünden die Chancen dabei ausgesprochen gut, um die gewünschten Änderungen auch zu erreichen. Wer dagegen versucht, seine Meinung besserwisserisch dem anderen aufzuzwingen oder seine Interessen rücksichtslos durchsetzt, beißt auf Granit und schadet seiner Beziehung genauso wie wenn er schweigen würde.

Weitere Informationen zu Christian Thiel finden Sie auf den Seiten von www.die-partnerschaftsberater.de

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