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Partnerschaft: Zu viel Nähe killt die Leidenschaft

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Partnerschaft  

"Superteam, aber seit sechs Jahren kein Sex"

12.07.2012, 16:37 Uhr | vdb

Partnerschaft: Zu viel Nähe killt die Leidenschaft. Zu viel Nähe killt die Leidenschaft.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu viel Nähe killt die Leidenschaft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es gibt immer mehr Singles in Deutschland, das belegen Statistiken: Jeder fünfte Deutsche lebt alleine. Aber auch Partner, die sich in einer langjährigen Beziehung finden, sind nicht unbedingt glücklich. Der Paartherapeut Robert Coordes vom Institut für energetische Paartherapie in Berlin hat im ZDF-Morgenmagazin verraten, was dahinter steckt.

"Die Mehrheit der Alleinlebenden sehnt sich nach einem Partner", sagt der Experte. Heute seien so viele Menschen Single, weil wir in einer offenen Zeit leben, in der alles möglich ist. "Früher vor 50 Jahren, gab es ganz andere Werte. Scheidungen waren verpönt und es war ein Zeichen von Schwäche, Single zu sein", so Coordes. Allerdings würden auch heute nur wenige tatsächlich für sich entscheiden, dass es besser ist, sich auf Dauer alleine auszuleben.

Viele Singles haben zu fixe Vorstellung

Wie aber findet man die Beziehung fürs Leben? "Die meisten sagen: Ich würd ja gern, aber irgendwie klappt es nicht", so der Beziehungsexperte. Das Problem sei eine riesige Schere, die heute in der Gesellschaft auseinander klafft: Alles ist uns möglich und gleichzeitig haben wir keinerlei Konzepte mehr, herauszufinden, was wir wollen. Langzeitsingles rät er, genau hinzusehen, was bei einem selber dem Beziehungswunsch entgegensteht. Oftmals seien es schlechte Erfahrungen in vorherigen Beziehungen, die das Finden einen Partners schwer machen. Wer sich in seinen letzten Beziehungen eingeengt oder angepasst gefühlt hat, geht an eine neue Partnerschaft befangener heran. Zudem hat, wer lange als Single lebt, oftmals eine fixe Vorstellung: Dann soll plötzlich der Traumprinz kommen, bei dem alles passt. Das Leben ist aber nicht Hollywood. Deshalb sei es besser, die Realitäten anzuerkennen, so der Fachmann.

"Superteam, aber seit sechs Jahren kein Sex"

Doch auch bei von Singles viel beneideten Pärchen ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei Langzeitpaaren kann es geschehen, dass die Libido auf der Strecke bleibt. "Manche Paare sagen: Wir sind sind das Superteam, hatten aber seit sechs Jahren keinen Sex mehr", so Coordes. Aus einer symbiotischen Beziehung zwischen zwei Menschen könne ein Mangel an sexueller Attraktion entstehen. Für das Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und körperlicher Anziehung gebe es keine Konzepte, so der Fachmann. "Seine Selbstständigkeit macht einen Menschen zu Beginn einer Beziehung attraktiv. Im Laufe der Zeit werden dann häufig Kompromisse eingegangen. Dabei nehmen die eigene Selbstständigkeit, der Respekt aber auch die sexuelle Attraktivität ab", so Coordes gegenüber t-online.de. So passiere es, dass Paare über Jahre keinen Sex haben. Die Ursachen würden dabei häufig verdrängt. Die Geburt eines Kindes, Geschäftsreisen und Zeitmangel werden häufig als Begründung für die fehlende Intimität vorgebracht.

Zu viel "Wir" tut nicht gut

Lösungen für das Problem können sich in einer Paartherapie finden. "Wir versuchen dann, von dem Verbindlichen einer Beziehung und vom 'Wir' wegzukommen", so Coordes. Ein gewisser Grad an Gemeinsamkeit ist natürlich nicht falsch. Viele Partner würden aber in eine emotionale Abhängigkeit geraten. "Wenn ich meinen Partner brauche, um dauerhaft Bestätigung zu bekommen, wird damit in der Regel ein falsches Selbstbild bestätigt", meint der Experte. Wenn nur noch von einem "Wir" gesprochen und gegenüber dem Partner keine eigne Meinung mehr vertreten wird, werde es schwierig. ""Wir arbeiten an den Tabu-Bereichen und versuchen auszuloten, was Paare sich nicht sagen." Das soll letztlich dazu führen, dass Konflikte ausgetragen werden und man darüber überein kommt, unterschiedlich zu sein. Innerhalb einer Partnerschaft sollten sich zwei emotional eigenständige Individuen begegnen.

Emotionale Unabhängigkeit bewahren

Allerdings liegt eines auf der Hand: In einer Beziehung sollte sich jeder auch einen Teil seiner Eigenständigkeit bewahren. Eigene Hobbys, Interessen und Freunde machen auch einen selbst für den Partner interessant. Wer alles nur zu zweit im Mikrokosmos einer Beziehung plant, verliert nicht nur sein eigenes soziales Netz, sondern möglicherweise auch die sexuelle Anziehungskraft auf den Partner. "Hilfreich ist auch emotionale Unabhängigkeit und dem anderen zu sagen, was stört, auch in sexueller Hinsicht", so Coordes. Zu viel Nähe und emotionale Abhängigkeit killen die Leidenschaft.

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