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Bei Verliebten setzt das Hirn aus

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Bei Verliebten schaltet das Gehirn aus

13.11.2012, 15:20 Uhr | nho

Bei Verliebten setzt das Hirn aus. Frisch Verliebte machen sich gerne mal zum Narren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frisch Verliebte machen sich gerne mal zum Narren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Den gut bezahlten Job kündigen, die Ehefrau verlassen, sich tätowieren lassen – verliebte Menschen machen mitunter verrückte Sachen. Warum das so ist, haben Neurologen des University Colleges in London herausgefunden. Doch dieser Zustand kann auch außer Kontrolle geraten.

Verliebte machen sich zum Narren

Ein Dutzend Hirnregionen sorgen beim Verliebtsein für das Kribbeln im Bauch. Doch bei verliebten Menschen werden nicht nur Hirnregionen aktiviert, sondern einige sogar abgeschaltet. Betroffen davon ist der Frontal-Kortex, der sich an der Stirnseite des Gehirns befindet. Dieser ist für die Urteilsfähigkeit zuständig, so die Londoner Forscher. Ist dieser Bereich nicht aktiv, nimmt die Zuneigung zu einer Person überhand und Kritik und Zweifel werden vorübergehend eingestellt. Dies führt dazu, dass Verliebte häufig irrational und lächerlich handeln.

Hormone führen zu Stimmungsschwankungen

Auch bestimmte Hormone lösen die typischen Verliebtheitssymptome aus. Das Stresshormon Adrenalin nimmt im Körper zu und sorgt für Anspannung und zitternde Knie. Dagegen sinkt der Serotin-Spiegel. Das Hormon sorgt für Ausgeglichenheit und führt zu pubertären Stimmungsschwankungen. Andere Hormone wie Dopamin und Endorphine sind für den inneren Höhenflug und die Zuversicht auf eine gemeinsame, glückliche Beziehung bei frisch verliebten Pärchen verantwortlich.

Auch der Körper spielt verrückt

Das Ausschalten dieser Hirnregion und die veränderte Hormonzufuhr des Körpers führen nicht nur zu einer Umstellung im Gehirn, sondern auch zu einer körperlichen und psychischen Veränderung. Diese äußern sich beispielsweise in schweißnassen Händen, Herzrasen oder dem typischen Kribbeln im Bauch. Durch die abwechselnden Höhenflüge und Trauergefühle vergeht zudem oft sowohl der Appetit als auch das Schlafbedürfnis.

Vom Liebesnarr zum Stalker

Bei manchen Menschen kippen die Verliebtheitsgefühle aber ins Negative. "Bei Menschen mit einer gewissen Neigung zu Störungen kann dieser Zustand jedoch außer Kontrolle geraten und bei unerwiderter Liebe zu grenzüberschreitenden Schritten führen", erklärt Sexualtherapeut Johannes Wahala auf pressetext.de. Menschen, die an Bindungsängsten, Kontaktarmut oder unbefriedigter Sexualität leiden, bringen diese sogar dazu einen anderen Menschen zu stalken. Das geringe Selbstwertgefühl kann aber auch eine Depression, Schlafstörungen, innere Unruhe oder sogar einen Suizidversuch verursachen. Wie sich dieser irrationale Ausnahmezustand genau äußert hängt laut Wahala von der Individualität eines Menschen ab. "Diese Lage hängt damit zusammen, ob ein Mensch grundsätzlich dazu neigt, sich seinen Gefühlen hinzugeben, quasi haltlos hinein zu stürzen oder ob er gelernt hat, damit auch reflektiert umzugehen", führt der Therapeut aus.

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