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Darum sollten Sie einen Seitensprung nicht gestehen

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Kolumne "Lust, Laster und Liebe"  

Darum sollten Sie einen Seitensprung nicht gestehen

13.09.2017, 08:33 Uhr | Jennifer Buchholz, t-online.de

Darum sollten Sie einen Seitensprung nicht gestehen. Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex.  (Quelle: Vstock LLC, t-online.de)

Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex. (Quelle: Vstock LLC, t-online.de)

Es ist passiert: Sie hatten einen Seitensprung, waren untreu und jetzt spielen auch noch Ihre Gefühle verrückt. Es ist eine Mischung aus Euphorie, Schuldgefühlen und Scham. Das Ego ist gepusht, aber die Gewissensbisse mehren sich: Warum Sie Ihrem Partner den Seitensprung nicht gestehen sollten.

Fehlende Aufmerksamkeit, Langeweile sowie verweigerter oder schlechter Sex: Das sind die häufigsten Gründe für einen Seitensprung. Dabei sind Männer öfter untreu (25 Prozent) als Frauen (13 Prozent). Die Dunkelziffer liegt sicher viel höher – denn wer gibt schon gerne zu, dass er seinen Partner betrügt oder die Beziehung nicht gut läuft?

Dennoch würde die Hälfte der Untreuen es jederzeit wieder tun. Logisch. Schließlich hat ja alles geklappt: Hemmschwelle überwunden, Lügen sind nicht aufgeflogen und man hatte – hoffentlich – Spaß und guten Sex. Doch wie bei Alkohol, Zigaretten und Co. währen die scheinbar positiven Auswirkungen eines Seitensprungs nur kurz: Dann wird "Ich bin heiß und hab es immer noch drauf" zu "Ich haben meinen Partner betrogen, belogen und hintergangen! Ich bin so furchtbar!". Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass Sie nach dem ganzen Sex und durch die neue Energie denken: "Ich kann so viel mehr haben, als nur den Langweiler, der den ganzen Tag vor der Glotze hängt." Am liebsten würden Sie das Ihrem Partner jetzt auch noch brühwarm erzählen. Natürlich mit ordentlich Streit und Drama. Schließlich sind Sie noch voller Adrenalin und das muss raus. Aber Halt! Stopp! Egal ob Wut oder Verzweiflung, ob es nur ein Flirt, ein Kuss oder mehr war: Überlegen Sie sich gut, was Sie nach Ihrem Ausrutscher tun.

Was ich nicht weiß, …

Mal ehrlich! Ganz nach dem Motto "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“, wollen Sie auch nicht wissen, ob Sie betrogen wurden. Schließlich ist Vertrauen und Treue noch immer das höchste Gut einer Beziehung. Und was haben Sie dadurch gewonnen? Ein reines Gewissen? Und den Single-Status! Denn für die meisten Männer und Frauen ist nach dem Geständnis des Ausrutschers Schluss, aus, vorbei – auch, wenn es nur eine einmalige Sache war.

Wo fängt Fremdgehen an?

Klingt Schluss machen zu arg nach Drama-Queen? Ja! Vor allem, wenn Sie sich überlegen, wann "Fremdgehen" anfängt: Für jeden Vierten beginnt der Betrug nämlich schon beim Knutschen. "Die meisten Menschen jedoch definieren Sex außerhalb der Beziehung als Seitensprung – die klassische Definition also", sagt Paartherapeut Christoph Uhl gegenüber t-online.de. Schlimmer als das Wissen, der Partner wurde von einem anderen verführt und befriedigt, finden viele jedoch den emotionalen Betrug. Schließlich bedeutet das ja, man reiche dem Partner nicht aus.

Wer reagiert wie?

Klar, Frauen werden dramatisch, heulen und leiden richtig unter dem Seitensprung, aber sie kämpfen auch mehr um die Beziehung als Männer – ansonsten würden sie einen potenziellen Versorger ihrer Nachkommen verlieren. Und so übel ist der Schnarcher dann doch nicht, dass er kampflos aufgegeben wird.

Und was ist mit gehörnten Männern? Die zeigen weniger Emotionen und leiden nicht so stark. Allerdings ist der Betrug wie eine Kampfansage eines Nebenbuhlers an sie. Außerdem ist ihre Frau nun "beschmutzt" und dafür muss sie büßen: Sie soll "eine klare Absage dem anderen Mann gegenüber machen. Als eine Art Wiedergutmachung für die Schmach", sagt Uhl. Im Klartext: Die untreue Frau soll richtig leiden – und das nicht nur im stillen Kämmerlein. 

Seien Sie ehrlich zu sich selbst

Wichtig ist, dass Sie als Untreuer ehrlich zu sich und der Situation sind. Handelt es sich um einen lustvollen Fehltritt oder tendiert der Ausrutscher zu einer erotischen Affäre zu werden? Im ersten Fall ist es klüger, kein Wort über den Vorfall zu verlieren und die Angelegenheit zu vergessen. Schließlich tun kleine Geheimnisse einer Beziehung gut und halten die Spannung aufrecht. Außerdem kann der Seitensprung helfen, auf neue Ideen (Sex, Beziehung) zu kommen und Schwung in das Liebesspiel zu bringen. Und sobald man seinen Marktwert wieder abgeschätzt hat, kann man auch beruhigter schlafen.

Gehen Sie regelmäßig Ihrer Lust mit anderen nach? Dann ist Ihre Beziehung vielleicht nicht mehr das, was Sie wollen, brauchen und sich wünschen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über die Situation, lassen Sie dabei aber intime Details aus. Auch bei Nachfragen. Schweigen ist hier Gold. Weitere Informationen sorgen nur für noch mehr Kopfkino beim Gehörnten. Aber vielleicht haben Sie auch Glück und Ihr Schatz denkt sich "Stoß dir ruhig deine Hörner ab. Dann gehst du mir mit deinen Wünschen nicht mehr auf die Nerven"? Okay, klingt utopisch, ist aber manchmal wirklich so. In manchen Situationen hat man einfach keine Lust mehr auf seinen Partner, aber liebt ihn noch.

Was denn nun ?

Gestehen Sie Ihren Seitensprung nicht. Genießen Sie den einmaligen Ausflug, nehmen Sie das Knistern und die Lust mit in Ihre Beziehung und halten Sie auf jeden Fall den Mund. Wer weiß, vielleicht ist das der erste Schritt, wieder mehr neuen Schwung in Ihre Beziehung zu bringen?

Haben Sie ein Kind, sollten Sie nicht nur aus diesem Grund zusammenbleiben. Die Kleinen spüren nämlich ganz genau, wenn was nicht stimmt und bekommen später einen richtigen, psychischen Knacks. (Tipps für den Umgang bei Familienkonflikten, gibt unser Ratgeber.)

Fremdgehen liegt in den Genen

Auch wenn Frauen gerne die "Du beachtest mich nicht"-Ausrede herausholen oder Männer mit der "Es liegt in meinen Genen“-Keule kommen, gehören zu einem Seitensprung immer zwei. Setzen Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin vielleicht zu straffe Grenzen? Sind Sie zu eifersüchtig? Oder sind Ihre Ansprüche an Ihren Liebsten vielleicht zu hoch? Schließlich hat jeder unterschiedliche Bedürfnisse und Ansichten. Und das sollten Sie spätestens seit Ihrer Pubertät wissen.


Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex. 

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