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Das Studium durch "Sugardaddys" finanzieren?

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Anstatt Studienkredit  

Französinnen sollen ihr Studium durch "Sugardaddys" finanzieren

26.10.2017, 12:33 Uhr | Sebastian Kunigkeit, dpa

Das Studium durch "Sugardaddys" finanzieren?. Viele Studenten erhalten keine finanzielle Unterstützung während des Studiums. (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Nick White)

Viele Studenten erhalten keine finanzielle Unterstützung während des Studiums. (Symbolbild) (Quelle: Nick White/Thinkstock by Getty-Images)

Die Reklame eines Datingportals, das Studentinnen und Studenten mit wohlhabenden älteren Leuten zusammenbringen will, hat in Frankreich Empörung ausgelöst. Es geht um Werbung für das Portal "RichMeetBeautiful", das nach eigenen Angaben Kontakte zwischen "erfolgreichen Männern und Frauen" und "Sugarbabys" vermittelt.

Nach Angaben von Pariser Lokalpolitikern wirbt ein mobiles Großplakat der Webseite vor einer Pariser Universität. "Hey Student(inn)en! Romantik, Leidenschaft und keinen Studentenkredit", stand laut der Stadtverwaltung darauf. Und weiter: "Geht aus mit einem Sugardaddy oder einer Sugarmama". Hochschulministerin Frédérique Vidal sprach nach Angaben des Senders Franceinfo von einer "Anstiftung zur Prostitution für Studenten und Studentinnen". Sie sagt:"Ich werde wirklich alles tun, damit das so schnell wie möglich aufhört.".

Was ist ein "Sugardaddy"?

Ein "Sugardaddy" ist ein reicher älterer Mann, der junge Frauen oder Männer übermäßig beschenkt und deren Rechnungen bezahlt. In der Regel wird dafür von den jungen Leuten Sex als Gegenleistung erwartet.

Werbung auch in Deutschland?

"Wir verurteilen diese beschämende Werbung entschieden. Wir arbeiten mit der Polizeipräfektur, um sie von unseren Straßen zu holen", so das Rathaus der Hauptstadt auf Twitter. Die französische Gleichstellungsstaatssekretärin Marlène Schiappa sagte im Sender Sud Radio, der Fall werde derzeit rechtlich geprüft.

Das Unternehmen kündigte auf Anfrage eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen an. Die gleiche Kampagne gibt es laut einer Pressemitteilung von Anfang der Woche auch in Berlin, die fahrbaren Plakate sollten dort an "allen großen Bildungsinstituten umher fahren".

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