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Haarwuchsmittel schränken Potenz über Monate ein

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Gefährliches Mittel  

Haarwuchsmittel als Potenzkiller

29.06.2011, 11:20 Uhr | wanted.de

Haarwuchsmittel schränken Potenz über Monate ein.  Haarwuchsmittel können für Potenzprobleme verantwortlich sein (Quelle: Zoonar)

Haarwuchsmittel können für Potenzprobleme verantwortlich sein (Quelle: Zoonar)

Volles Haupthaar oder lieber uneingeschränkte Potenz: Geht man nach einer US-Studie, müssen sich viele Männer wohl oder übel für eine der beiden Optionen entscheiden. Zumindest gilt das für Männer, die Haarwuchsmittel mit dem Inhaltsstoff Finasterid anwenden. Wissenschaftler der George Washington University Medical School wollen herausgefunden haben, dass eben diese Präparate in nahezu allen Fällen zu Erektionsproblemen führen.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher 71 Männer zwischen 21 und 46 Jahren. Alle Probanden waren gesund und nahmen durchschnittlich 28 Monate lang Haarwuchsmittel mit Finasterid. Bei 94 Prozent der Studienteilnehmer stellten die Mediziner einen verminderten Sexualtrieb fest.
Fast genauso viele Männer litten unter erektiler Dysfunktion oder entwickelten andere Potenzprobleme. Schwierigkeiten beim Orgasmus hatten 70 Prozent der Beteiligten.
Besonders schlimm: Die Potenzprobleme blieben bis zu 40 Monate bestehen, auch nach Absetzen des Haarwuchsmittels. Das vollständige Studienergebnis ist im "Journal of Sexual medicine" erschienen.

Finasterid ist eine hormonähnliche Substanz, die als Arzneistoff zur Bekämpfung des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern eingesetzt wird. Es hemmt die Umwandlung des Sexualhormons Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) und fördert so den Haarwuchs.

Doch die die schöne Haarpracht hat ihren Preis: Der Eingriff in den Testosteronstoffwechsel schwächt bei vielen Männern die Potenz.

Diabetes und Stress erhöhen Impotenz-Risiko

Umgekehrt gilt: Setzt man das Haarwuchsmittel wieder ab, verschwinden die Potenzprobleme. Dafür fallen die Haare erneut aus. Finasterid-Präparate können nur vom Arzt verschrieben werden. Doch nicht nur Haarwuchsmittel können der Potenz schaden.

Im Gegenteil: In den meisten Fällen stecken hinter Impotenz organische oder psychische Ursachen. Zu letzteren zählen unter anderem Stress, Depressionen, Leistungsdruck und berufliche oder familiäre Probleme. Diese Faktoren führen vor allem bei jüngeren Männern zu Erektionsstörungen. Bei Älteren sind Erektionsprobleme meist körperlich bedingt. So gehören Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen zu den häufigsten Auslösern. Was viele nicht wissen: Körperliche und psychische Risikofaktoren können zusammenwirken und sich sogar gegenseitig verstärken. Wer zum Beispiel wegen Diabetes Erektionsprobleme hat, kann Versagensängste entwickeln, die sich ebenfalls negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken.

Ein Besuch beim Arzt kann schnell helfen Doch wann genau hat ein Mann Potenzprobleme? Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie liegt eine Erektionsstörung vor, wenn in den vergangenen sechs Monaten mehr als 70 Prozent der versuchten Geschlechtsakte nicht stattfinden konnten, weil sich der Penis nicht ausreichend oder nicht lange genug versteifte. Vorübergehende Probleme sind in der Regel also nicht schlimm. Gleiches gilt für die nachlassende Potenz im Alter, diese ist normal. Eine erektile Dysfunktion kann sich aber auch an anderen sexuellen Beschwerden zeigen: Ein vorzeitiger Samenerguss oder fehlende Lust auf Sex sind weitere Formen. Viele Ursachen für ein Problem

Auch wenn Erektionsprobleme vielen Männern peinlich sind und sie nicht darüber sprechen möchten, sollten sie zum Arzt gehen. Am besten ist es, einen Urologen oder Andrologen aufzusuchen. Denn hinter Impotenz stecken oft andere Ursachen, zum Beispiel ernste organische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose. Nur Viagra zu schlucken, bringt dagegen nichts: Die Pillen ermöglichen zwar eine Erektion, bekämpfen aber nicht die Ursachen. Auch wenn die Impotenz das seelische Wohlbefinden oder die Partnerschaft belastet, empfiehlt sich der Gang zum Experten.

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