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Sinn EZM 10: Ein Meisterwerk zum Geburtstag

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Sinn EZM 10: Ein Meisterwerk zum Geburtstag

13.10.2011, 12:46 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Sinn EZM 10: Ein Meisterwerk zum Geburtstag. Jubiläumsmodell zum 50. Geburtstag von Sinn: Die EZM 10 (Quelle: Hersteller)

Jubiläumsmodell zum 50. Geburtstag von Sinn: Die EZM 10 (Quelle: Hersteller)

Im September hat Sinn mit einer großen Gala seinen 50. Jahrestag gefeiert – zum Geburtstag beschenkt der Spezialuhren-Hersteller aus Frankfurt nun seine Fan-Gemeinde mit einem neuen Meisterwerk. Der Fliegerchronograph EZM 10 ist prall gefüllt mit den wichtigsten technischen Raffinessen aus dem Hause Sinn - und sieht zudem noch äußerst rassig aus. Mehr Bilder gibt's in unserer Foto-Show.

Vor den rund 400 Ehrengästen im Frankfurter Marriott Hotel kam die neue Uhr enorm gut an – Sinn hat bereits Bestellungen vorliegen, das gute Stück kann ab Ende November geliefert werden. Limitiert ist die Uhr nicht. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass es einmal eine limitierte Variante des Modells geben könnte, wie wanted.de im Gespräch mit Pressechefin Simone Richter erfuhr.

Eine Uhr für echte Kerle

Die Buchstaben EZM stehen für Einsatz-Zeitmesser. Das heißt, dass alleine die Ablesbarkeit und die Funktionalität für harte Anforderungen im Vordergrund stehen – gemäß dem Sinn-Motto wonach das Design der Funktion zu folgen hat. Aus diesem Grund werden EZM-Uhren unter anderem von der Spezialeinheit GSG 9 getragen. Die Kämpfer verlassen sich auf Uhren, die Schlägen widerstehen und jederzeit gut ablesbar sind.

Zudem müssen sie natürlich noch die Zeit absolut ganggenau anzeigen. Der neue EZM 10 verzichtet in bester Sinn-Manier auf jeden überflüssigen modischen Schnickschnack.

Das verbaute Werk SZ01 basiert auf dem ausgereiften Valjoux 7750. Eigentlich ähnelt die Weiterentwicklung aber dem nicht mehr produzierten Lemania 5100.

Ähnlich einem Lemania-Werk

Die militärische Zulassung des Lemania-Kalibers beruht übrigens vor allem auf ihrer durch die Ablesbarkeit gegebenen Einsatzqualität. Genau diese Faktoren führten zur Produktion der Uhr – da das Lemania-Werk nicht mehr erhältlich ist, bei Piloten aber nach wie vor äußerst begehrt ist, hat sich Sinn letztlich zur Fertigung entschlossen. Seit 2003 entwickelt der Anbieter aus Frankfurt-Rödelheim das neue Produkt. Das Besondere an der Uhr: In der Mitte läuft nun aber ein Minutenstoppzeiger mit springender Anzeige. Sinn hat damit eine sinnvolle Modifikation vorgenommen: Zum einen lässt sich die gemessene Minuten-Zeit so auf einen Blick

leichter erfassen als bei der Messung über die kleinen Totalisatoren. Zweitens werden so 60 Minuten gestoppt und nicht die sonst üblichen 30  Minuten.

Ringeinlage aus Saphirkristall Über den Drehring lässt sich eine zweite Zeitmessung vornehmen. Die Ringeinlage ist übrigens aus Saphirkristall gefertigt, was besonders hochwertig ist. In Kombination mit dem Stoppzeiger für die Sekunden lässt sich somit das Stoppergebnis noch optimieren. Sinn hat weiter die Totalisatoren auf Tricompax-Format gedreht, das heißt, die 12 Uhr bleibt frei, die Totalisatoren liegen auf der 3, der 6 und der 9. Der Stundenstoppzeiger bleibt unten auf der 6, auf der 9 liegt die mitlaufende Sekunde; auf der 3 der EZM 10 ruht eine 24-Stunden-Anzeige. Dieses Feature wurde von Uhren-Herstellern für Piloten auf Langstreckenflügen und auch für U-Boot-Besatzungen entwickelt, die den inneren Rhythmus beibehalten sollen. Farbe Orange hat nicht nur modischen Hintergrund

Außergewöhnlich ist die orangene Farbe auf der Uhr. Die auch von vielen Auto-Herstellern wieder entdeckte Modefarbe hat durchaus einen technischen Hintergrund: Die Anzeigen der Chronographen-Funktionen werden durch die Tagesleuchtfarbe besser hervorgehoben. Und damit lassen sich die gestoppten Zeiten unter dem in vielen Cockpits verwendeten Schwarzlicht auch im Dunkeln ablesen.

Interessant ist der Aufbau der Drücker für den Chronografen: Diese sind in das Uhrgehäuse integriert. Der Vorteil: Damit bohren sich die Stifte nicht in die Hand der von der 3 bis zur 9 genau 46,5 Millimeter messenden recht imposanten Uhr. Die Distanz von der 6 bis zur 12 beträgt nur 44 Millimeter, damit ragt die Uhr weniger über das Handgelenk hinaus. Zudem erhält das Gehäuse durch die integrierten Drücker eine elegante Linie, es erinnert an Taucheruhren – und die Uhr wird somit auch für Freizeit-Wassersportler interessant. Druckfest ist der EZM 10 allemal, er eignet sich für eine Wassertiefe bis 200 Meter. Die schwarz beschichteten Drücker sind so groß, dass sie auch mit Handschuhen zu bedienen sind. >>

Für sie hat sich Sinn ein D3-System einfallen lassen, das steht für direkt doppelt dichtend. Drückerstifte und Kronenwellen werden durch eine Präzisionsbohrung direkt in einer Gehäusebohrung geführt, dies dichtet das Gehäuse perfekt gegen seitliche Stöße und das Eindringen von Staub oder Feuchtigkeit ab.

Technische Feinheiten en masse

An weiteren technischen Feinheiten hat Sinn seine Ar-Trockenhaltetechnik eingebaut. Das Ar steht für Argon, dieses Edelgas wurde einst für das Entlüften der Uhr verwendet – denn Luft bedeutet Feuchtigkeit und das lässt die Feinmechanik korrodieren. Heure pumpt Sinn Stickstoff in die Uhr und dichtet sie dann mit einer mit Kupfersulfat gefüllten Kapsel ab, die die nachrückende Feuchtigkeit aufsaugt. Außerdem gibt es bei der EZM 10 die schmierstofffreie Diapal-Hemmung mit dazu. Diapal steht für Diamantpaletten – die Edelsteine wurden einst in der Ankerhemmung eingesetzt, um die Reibung zu reduzieren. Heute übernimmt eine geheime Sinn-Materialmischung den reibungsfreien Griff zwischen Ankerpaletten und Stahl. Die meisten Uhren im Markt laufen mit Öl, doch die Schmierung altert irgendwann. Diapal bedeutet – kein Öl, keine Alterung des Öls. Weiter besteht das Gehäuse aus leichtem Titan, das durch die Tegiment-Technologie besonders kratzfest gemacht wurde. Die Kombination von Titan und Tegiment ist ein Novum bei Sinn, bislang gab es solche Uhren nur aus Stahl, die so hart sind wie superharte Zirkonoxid-Keramiken, das ist etwa sechsmal so hart wie herkömmlicher Edelstahl. Ferner ist der Zeitmesser unterdrucksicher, das heißt, bei einem plötzlichen Druckabfall kann das Uhrglas wegen einer besonderen Befestigung nicht wegen des innen herrschenden Drucks nach außen gepresst werden. Das Saphirkristall-Glas bietet beste Ablesbarkeit, denn es ist sowohl innen als auch außen entspiegelt.

Heißer Kandidat für die Goldene Unruh

Fazit: Mit dem EZM 10 positioniert sich Sinn preislich an der Rolex-Klasse – mit Stahlarmband und Sichtboden kostet er 4350 Euro, dafür erhält der Käufer fünf Jahre Garantie. Das Geld dürfte gut investiert sein, denn der Wert von Sinn-Uhren steigt beständig. Mit seinem neuen Chronographen hat sich Sinn an den Bedürfnissen von Piloten orientiert, doch auch Technik-Enthusiasten und Fans von hochwertiger Qualität werden ihren Spaß haben. Beim Test in der Redaktion von wanted.de zog das neue Modell jedenfalls schwärmerische Blicke auf sich. Eine weitere Goldene Unruh – das ist die renommierteste Auszeichnung für Uhren in Deutschland für den Hersteller dürfte sicher sein.

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