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Beliebt bei Kennern: Uhren aus Deutschland

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Beliebt bei Kennern: Uhren aus Deutschland

19.01.2012, 13:56 Uhr | Fackelträger Verlag GmbH, Köln/Martin Häußermann

Beliebt bei Kennern: Uhren aus Deutschland. Ideal für Mechanik-Einsteiger: Die Kollektion "Club" von "Nomos" (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Ideal für Mechanik-Einsteiger: Die Kollektion "Club" von "Nomos" (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Osterzgebirge - Uhren aus Glashütte. Neubauten und Neueinstellungen, neue Uhren und ein neues Museum – Glashütte boomt. Die Kleinstadt in Sachsen ist zu einer Uhrenmetropole mit Weltgeltung gereift. Sehen Sie sich die Schönheiten aus Glashütte in der Foto-Show an.

Glashütte in Sachsen hat rund 2500 Einwohner, einen Bahnhof, einen Kindergarten, zwei Kirchen und fünf Kneipen, jedoch kein Hotel. Eine Metropole? Auf jeden Fall, zumindest aus der Sicht eines Uhrenliebhabers. Schließlich entstehen schon seit vielen Generationen im lieblichen Müglitztal mechanische Zeitmesser der Spitzenklasse.

Davon zeugt nicht zuletzt das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte, das im Mai 2008 eröffnet wurde. Träger dieses Museums sind die Stadt Glashütte sowie die Swatch Group mit der Marke Glashütte Original an der Spitze. Weiterhin sind hier die Marken A. Lange & Söhne, Nautische Instrumente Mühle-Glashütte und Nomos sowie die Wempe Chronometerwerke und Bruno Söhnle zu Hause.

Bis auf Wempe und Söhnle haben alle ihren Hauptsitz an der Altenberger Straße (und deren Verlängerung, der Müglitztalstraße), die folglich mit Fug und Recht als Deutschlands Uhrenmeile bezeichnet werden darf. >>

Nomos: Kunstsinnig und kreativ

An dieser Uhrenmeile liegt auch der Glashütter Bahnhof. Dort werden allerdings schon längst keine Fahrkarten mehr verkauft sondern Uhren gebaut. Nomos kaufte das leer stehende Gebäude – vis-à-vis von Glashütte Original – im Jahre 2000, renovierte es und nutzt es seit rund drei Jahren als Hauptfirmensitz. Der ehemals graue Kleinstadtbahnhof ist zu einem Schmuckkästchen geworden – besser vielleicht: zu einer lichtdurchfluteten Uhrenschatulle.

Weil man bei Nomos geneigt ist, die Dinge manchmal etwas anders anzugehen als andere, wurde kein Architekt mit der Gestaltung des neuen Firmenzentrums beauftragt, sondern ein Künstler.

Der Rheinländer Klaus Schmitt war in Düsseldorf Meisterschüler von Günther Uecker, ist Maler, Bildhauer und ein Freund von Roland Schwertner, dem Gründer und Gesellschafter von Nomos. >>

Schwertner war 1990 einer der ersten "Wessis", die sich nach dem Fall der Mauer an dem heruntergewirtschafteten Traditionsstandort der deutschen Uhrenindustrie niederließen. Er sicherte sich den Markennamen Nomos, der einst ein Unternehmen bezeichnete, das Ende des 19. Jahrhunderts in Glashütte mit Schweizer Werken schlichte Uhren herstellte. Eine Geschäftsidee, die sich durchaus in die Nachwendezeit transferieren ließ.

Modell "Tangente" - die Form folgt der Funktion

Gemeinsam mit der Grafikdesignerin Suzy Günther kreierte der kunstsinnige Kaufmann Schwertner eine kleine Kollektion aus runden und quadratischen Uhren. Ohne dies so zu benennen, nahmen die Zeitmesser die "Bauhaus"-Philosophie auf, wonach die Funktion die Form bestimmt. Nicht umsonst ist denn auch das runde Modell "Tangente", das jener Philosophie in Perfektion entspricht, seit der ersten produzierten Uhr im Jahre 1993 ein regelrechter Renner. Gezielt unterstützt wird der Absatz dieser Uhr von einem überaus pfiffigen Marketing und der engen Zusammenarbeit mit der Juwelierkette Wempe, die immer wieder Sonderserien der "Tangente" ordert. Weil es an der formalen Gestaltung der Modelle kaum etwas zu verbessern gab, kümmerten sich die Uhrmacher bei Nomos in den vergangenen Jahren verstärkt um die inneren Werte der Uhren. Konsequent entwickelten sie das bei Uhrenfreaks auch als "Peseux-Kaliber" bekannte brave Schweizer Werk "ETA 7001" weiter – ganz im Sinne der Glashütter Uhrmachertradition. Das Uhrwerk bekam unter anderem eine neue Einrichtung zur Feinregulierung ("Triovis"), eine Datumsanzeige, die typische Glashütter Dreiviertelplatine und eine Gangreserveanzeige. Das alles entwickelten die Nomos-Leute nicht nur, sondern sie bauten es auch selbst. Ein Höhepunkt in dieser Genesis ist das Modell "Tangomat". Es ist die große Schwester der "Tangente", ausgestattet mit einem bei Nomos selbst gebauten Automatikuhrwerk, was auch den eigenwilligen Namen erklärt (Tangente + Automatik = Tangomat).

Schöpfer dieses Uhrenmotors ist Mirko Heyne. Der Sachse, gerade mal Mitte Dreißig, einst Lehrling bei A. Lange & Söhne, lässt die Brust seiner Kollegen und Chefs vor Uhrmacherstolz schwellen.

"Nomos ist jetzt erwachsen geworden."

So kommentierte Roland Schwertner sichtlich stolz bei der Vorstellung der Uhr im Jahre 2005. Denn seither darf man sich, den ungeschriebenen Gesetzen der Branche folgend, auch als "Manufaktur" bezeichnen. Die Schönheiten aus Glashütte sehen Sie in unserer Foto-Show.


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