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Das perfekte Hemd

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Stilkunde: Das perfekte Hemd

12.12.2012, 14:58 Uhr | Sabine Kelle, wanted.de

Das perfekte Hemd. Ein perfektes Hemd braucht jeder Mann. (Quelle: Austin Reed)

Ein perfektes Hemd braucht jeder Mann. (Quelle: Austin Reed)

Als Basic gehört es in die Garderobe eines jeden Mannes: das Hemd. Doch Hemd ist nicht gleich Hemd und schnödes Beiwerk schon gar nicht! Auch wenn es meist unter einem Sakko verschwindet, will das gute Stück mit Bedacht gewählt sein. Die drei großen Ws lauten: Welche Farbe, welcher Kragen, welcher Schnitt? Die Lösung und noch viel mehr finden Sie in unserer Foto-Show.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Bis ins 18. Jahrhundert hinein spielte das Hemd im wahrsten Sinne eine untergeordnete Rolle, denn es zählte einfach zur Unterwäsche. Seit es in das Blickfeld gerückt und ihm somit eine Hauptrolle zugeteilt wurde, gilt der Hemdenauswahl besondere Aufmerksamkeit. Schließlich bleibt in der klassischen Herrenmode nicht viel Spielraum, um Status, Stil und Trendgefühl auszudrücken.

Die perfekte Auswahl

Zunächst einmal sei gesagt, dass ein einzelnes Hemd bei weitem nicht ausreicht. Eine gut sortierte Herrengarderobe beherbergt laut Umfragen von Herstellern durchschnittlich ganze 21,5 Hemden, die meisten davon sind uni. Das heißt nicht, dass Sie nun loslaufen und wahllos zwanzig Hemden kaufen sollen. Vier Hemden wären jedoch schon ein guter Anfang.

Selbstverständlich nicht vier mit denselben blauen Streifen oder Karos – die Auswahl in Ihrem Kleiderschrank will bedacht sein.
Dabei gilt: Die Details machen aus einem guten ein perfektes Hemd.

Die passende Größe Doch zunächst will die richtige Größe gefunden sein. Weil die Größe, je nach Hersteller, deutlich variieren kann, nützt es nichts, wenn Sie einfach auf eine Zahl beharren. Kein Wunder, dass einige Männer Ihre Hemden eine ganze Nummer zu groß oder zu klein wählen. Folge: unschönes Aufplustern oder hautenge Kluft. Solche Fehlgriffe können Sie ganz leicht verhindern. Nehmen Sie Maß

Trug man Hemden in den achtziger und neunziger Jahren noch breitschultrig und weit, so wendeten sie sich um die Jahrhundertwende zum kompletten Gegenteil: beinahe tailliert. Heute wählt man eher den eleganten Mittelweg und so ist das moderne Hemd schmal

bis lässig geschnitten. In keinem Fall sollte es so eng sein, dass der Stoff zwischen den Knöpfen spannt. Für kräftige Männer eignet sich ein Hemd mit einer Falte zwischen den Schulterblättern am Rücken. Sie gibt dem Körper in der Bewegung mehr Platz, trägt aber nicht unnötig auf. Männer mit normalem Körperbau hingegen dürfen körpernahe Hemden tragen. Zu kurz darf Ihr Hemd selbstverständlich nicht sein. Ein einfacher Test hilft: Wenn Sie sich die Schuhe zubinden, sollte das Hemd nicht aus der Hose rutschen.

Die Ärmel-Formel Ist die passende Rumpfform gefunden, sollten Sie sich der Ärmellänge zuwenden. Hier gilt: Zu kurze Ärmel gehen gar nicht! Ihre Hemdsärmel sollten immer, wirklich immer, etwas länger als die Ärmel Ihres Sakkos sein. Das setzt natürlich voraus, dass Ihr Sakko schon die perfekten Maße hat. Es sollte idealerweise bis zur Handwurzel reichen. In jedem Fall hilft Ihnen die goldene Ärmelregel: Dieser zufolge sollten die Manschetten genau an der Beuge zwischen dem unteren Ende des Daumens und dem Handgelenk sitzen. Nicht länger und nicht kürzer! Genau Ihre Kragenweite

Damit Ihnen der Kragen nicht platzt, gleich hinterher eine einfache, aber goldene Kragenregel: Sind alle Hemdknöpfe geschlossen, müssen zwei Finger ganz locker zwischen Hals und Hemdkragen passen. Bei der Form bleibt Ihnen deutlich mehr Auswahl. Ein klassischer, spitzer Kentkragen wie ihn Barack Obama gerne trägt ist der optimale Kragen für alle Gelegenheiten. Er passt wunderbar zu allen Krawattenformen und Knoten, ja sogar zur Fliege. Der breitere Hai-Kragen ist optimal für Businessanzüge und wird bevorzugt geschlossen getragen. Hier bietet sich ein eleganter doppelter oder einfacher Windsorknoten an. Schmale Kragen sind tolle Solisten. Der sportliche Button-Down-Kragen ist eher für ungezwungene Gelegenheiten geeignet.

Der Kragen kann in der Freizeit zum Beispiel offen zum Tweed-Anzug oder auch unter Pullis mit V-Ausschnitt getragen werden. Zu diesem Kragen passt ein kleiner (einfacher) Krawattennoten. Gerne auch eine Strickkrawatte.
Zu festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Galas oder in der Oper, wenn es heißt "Black Tie only" (Smokingpflicht), steht Ihnen der Kläppchenkragen zur Seite. Er wird ausschließlich mit einer Fliege getragen. In jedem Fall sollte Ihr Kragen ausreichend verstärkt sein, denn ist er zu weich drohen Knitterfalten und unschöne Eselsohren.

Treiben Sie es bunt und vergessen Sie den Dauerbrenner nicht

Dass Mann nicht mehr nur graue Hemden tragen darf, muss man nicht extra erklären. Prinz Charles und David Beckham schwören auf Eton-Shirts. Das schwedische Luxuslabel beweist wie spielerisch und elegant Sie gemusterte Hemden mit ebenso farbenfrohen Krawatten kombinieren können. Für den klassischen Typ bietet der Hemdenhersteller eine ebenso umfangreiche Auswahl an schnittigen unifarbenen Hemden. Doch nicht immer ist Farbe das beste Mittel, um modisch herauszustechen. Inzwischen zählt ein schlichtes weißes Hemd nicht mehr zu einem Muss, sondern zu einem Darf. Nichts ist so edel, weniges so lässig wie ein weißes Hemd. Ob zum Anzug oder zur Jeans – ein weißes Hemd aus feinster ägyptischer Baumwolle übernimmt die glanzvolle Hauptrolle. Bei so viel farbiger Schlichtheit rückt das Material in den Vordergrund. Als echte Luxusfaser gilt die feine Pima-Baumwolle aus Peru. Sie hat einen natürlichen Glanz und fühlt sich weich auf der Haut an. Ebenso edle Alternativen stellen ägyptische, italienische Baumwolle oder leicht schimmernder Herringbone-Twill dar. Kurz gesagt: Ein weißes klassisches Button-Down Hemd, ein elegantes mit Kläppchenkragen zum Smoking, ein helles sportlich gemustertes Hemd und eines in einem edlen gedeckten Farbton sollten sich mindestens in Ihrem Kleiderschrank finden.

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