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Jaeger-LeCoultre: Manufaktur in Reinkultur

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Manufaktur in Reinkultur: Jaeger-LeCoultre

04.09.2012, 16:00 Uhr | Martin Häußermann, Fackelträger Verlag GmbH, Köln

Jaeger-LeCoultre: Manufaktur in Reinkultur. Der Transponder von Jaeger-LeCoultre. (Quelle: Hersteller)

Der Transponder von Jaeger-LeCoultre. (Quelle: Hersteller)

Eine solche Kombination aus Innovationskraft und Fertigungstiefe ist in der Uhrenbranche selten anzutreffen: Jaeger-LeCoultre ist eines der wenigen Unternehmen, das mit Ausnahme der Spiralfeder jede Komponente eines Uhrwerks selbst entwickeln und fertigen kann. Das liegt unter anderem in der Tradition des Hauses begründet, das 1833 von Charles-Antoine LeCoultre in Genf gegründet und bald nach Le Sentier im Vallée de Joux verlegt wurde.

Foto-Serie mit 16 Bildern

Man spezialisierte sich auf die Herstellung von Uhrwerken für andere Hersteller, wobei die Kundschaft, darunter so illustere Namen wie Audemars Piguet und Girard-Perregaux, meist keine einfachen Kaliber bezog, sondern Chronografen-, Repetitions- und Kalenderwerke. Ein Beispiel für die technischen Fähigkeiten des Hauses ist das 1929 vorgestellte Kaliber "101", bis heute das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt.

Die enge Geschäftsbeziehung zu Edmond Jaeger, einem Pariser Hersteller von Chronometern und Autoinstrumenten, mündete 1917 in der Fusion der Uhrenbereiche beider Unternehmen. Nach dem Tod von Jacques-David LeCoultre, einem Enkel des Firmengründers, ging das Unternehmen in einer Holding auf, die nach vielen Höhen und Tiefen 1978 vom deutschen Instrumentenhersteller VDO übernommen wurde. >>

Die VDO investierte hohe Summen in das Unternehmen, das auch in Krisenzeiten die traditionelle Uhrmacherkunst pflegte, und machte es so fit für moderne Zeiten, in denen die mechanische Uhr wieder hohes Ansehen bei der Kundschaft genießt.

Technische Innovationskraft und Gestaltungsfreude

Seit Jaeger-LeCoultre 2000 gemeinsam mit IWC und A. Lange & Söhne unter das Dach der Richemont-Gruppe kam, ist die Manufaktur regelrecht aufgeblüht. Die Uhrmacher aus Le Sentier zünden unter der Leitung ihres engagierten Chefs Jérôme Lambert jedes Jahr ein Neuheiten-Feuerwerk, das vor technischer Innovationskraft und Gestaltungsfreude nur so sprüht: Das revolutionäre, weil dreidimensional arbeitende "Gyrotourbillon", der drückerlose Chronograf "AMVOX2" und die moderne "Autotractor"- Uhrwerksfamilie sind nur einige der Highlights, die Jaeger-LeCoultre in seinem Portfolio hat.

Das komplette Angebot der Manufaktur lässt sich in acht Kollektionen aufteilen, wobei zweien eine besonders hohe Marktbedeutung zukommt: Das sind zum einen die runden Uhren, die auf den Namen "Master" hören, sowie die rechteckigen "Reverso"-Modelle. Die erste "Reverso" kam 1932 auf den Markt, und so feierte die Uhr mit dem charakteristischen Wendegehäuse 2012 ihren 80. Geburtstag; trotz ihres Alters (oder vielleicht gerade deshalb) ist sie heute beliebter denn je.

Das älteste Modell im Sortiment ist aber die seit 1928 fast unveränderte "Atmos", die im wahrsten Sinne des Wortes ein Selbstläufer ist. Sie bezieht ihre Energie aus dem Wechsel der Umgebungstemperatur: Ein Grad Unterschied am Tag bringt eine Gangautonomie von 48 Stunden.

Man darf gespannt sein, welche Funken in den nächsten Jahren zu leuchtenden Sternen am Uhrenhimmel mutieren, wenn Jaeger-LeCoultre seine alljährlichen Neuheiten vorstellt.

Einige spannende Uhrenmodelle von Jaeger-LeCoultre sehen Sie in unserer Foto-Show.

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