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Haarige Sache: Die Geschichte der Rasur

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Haarige Sache: Die Geschichte der Rasur

23.08.2012, 21:41 Uhr | fo (CF)

Am Anfang war das Haar. Und dann nahm die Geschichte der Rasur auch schon ihren Lauf. Ob aus hygienischen oder ästhetischen Gründen – schon seit Jahrtausenden ist die Haarentfernung ein wichtiger Teil der männlichen Körperpflege.

Der Begriff Rasur geht aus das lateinische "rasura" zurück, was soviel bedeutet wie schaben oder kratzen. Und damit kommt man dem Ursprung der Haarentfernung schon ziemlich nahe, auch wenn die Geschichte der Rasur bereits lange vor den Römern ihren Anfang nahm: So soll sich bereits der Urmensch von seiner Körperbehaarung getrennt haben, was Höhlenmalereien belegen sollen, die um die 25.000 Jahre alt sind. Anstelle von Fünf-Klingen-Nassrasierern und Hightech-Elektrorasieren griffen unsere Vorfahren allerdings auf primitive Werkzeuge wie Feuersteine oder Muscheln zurück. Und damit schabten Sie die lästigen Haare einfach ab. Als alternative Methode kam auch das vorsichtige Abfackeln der Haare infrage. Der Bart als ästhetisches Schmuckwerk des Mannes war damals aber noch nicht wirklich en vogue. Vielmehr stand die Körperhygiene im Vordergrund: Gib Parasiten keine Chance, lautete das Motto. Ein evolutionärer Schritt in der Geschichte der Rasur war die Erfindung des Rasiermessers aus Metall. Die älteren Bronzemesser haben die alten Ägypter mit Materialien wie Gold oder Kupfer weiterentwickelt. Zur Zeit der Pharaonen galt der haarlose Körper als Schönheitsideal – bei Männern und Frauen gleichermaßen. >>

Haarige Sache: Die Geschichte der Rasur. Haarentfernung - Rasur: Enthaarung beim Profi mit der Messerrasur.

Die gründlichste Rasur der Profis - die Messerrasur.

Ein (Kinn)Bart war hingegen nur den Königen vorbehalten. Abgesehen davon soll die weibliche Schambehaarung einen zu starken Reiz auf die Männer ausgeübt haben.
Bei Griechen und Römern gehörte es auch zum guten Ton, sich des Bartes oder anderer Körperbehaarung zu entledigen. Bart und Schambehaarung galten den Griechen – zumindest zeitweise – als barbarisch. Im alten Rom galt eine gute Rasur als Inbegriff von Zivilisation. Dafür griff man übrigens auf Bimsstein zurück. Komfortabel war dies allerdings nicht, und so können wir froh sein, dass die Geschichte der Rasur hier noch nicht zu Ende ist. Der Bart und die Körperbehaarung an sich unterlagen im Laufe der Zeit verschiedenen Trends und waren in verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen. Sie galten als Symbol der Macht oder Weisheit, das Fehlenals Zeichen der Reinheit. Die Geschichte der Rasur ist entsprechend eng mit den Wertvorstellungen der jeweiligen Zeit verknüpft. Was allerdings die Rasierwerkzeuge betrifft, stellte das einklappbare Rasiermesser im 17. Jahrhundert eine nächste Zäsur dar. Zwar gab es diese bereits gut 1500 v. Chr., nun aber etablierte sich ein ganzer Berufsstand rund um die Rasur. Man suchte Barbiers auf, um sich der Bartpflege hinzugeben. Heutzutage gibt es Barbiers vor allem noch in der arabischen Welt. Die Erfindung der doppelseitigen Rasierklinge und des Elektrorasierers machte die Rasur später zu einer privaten Angelegenheit, die der Mann wieder selbst in die Hand nahm.

Die Rasur als unendliche Geschichte

In den USA erfand King Camp Gilette 1901 die Einwegrasierklinge. Sie war an beiden Seiten geschliffen und konnte auf einem Rasierhobel eingesetzt werden. War sie stumpf, konnte man sie einmal umdrehen und danach wegwerfen und eine neue Klinge verwenden. >>

Etwa 30 Jahre später folgte der erste elektrische Rasierapparat, der durch eine Scherfolie eine sichere Trockenrasur ermöglichte. Die Technik wurde 1939 durch ein rotierendes Drei-Klingen-System von Philips revolutioniert und bis heute von allen möglichen Herstellern weiter perfektioniert. Die Geschichte der Rasur hat uns heute eine große Auswahl an Rasiersystemen beschert, die innerhalb kürzester Zeit neue technische Innovationen hervorbringt. So sollen beispielsweise immer mehr Klingen für eine gründlichere und sanftere Rasur sorgen. Der Bart hat heute vor allem eine modische Funktion und unterliegt immer kurzlebigeren Trends. Die übrige männliche Körperbehaarung wie Brusthaare oder Beinhaare wird mal mehr mal weniger akzeptiert. Die lange und abwechslungsreiche Geschichte der Rasur zeigt, dass die Rasur für den Mann wohl auch in Zukunft mal eine haarige, mal eine weniger haarige Angelegenheit sein wird.

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