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Zweiter Oscar für Christoph Waltz

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Helden-Report: Zweiter Oscar für Christoph Waltz

25.02.2013, 12:40 Uhr | mth, t-online.de

Zweiter Oscar für Christoph Waltz. Christoph Waltz ist jetzt zweifacher Oscar-Gewinner. (Quelle: AFP)

Christoph Waltz ist jetzt zweifacher Oscar-Gewinner. (Quelle: AFP)

Christoph Waltz hat seinen zweiten Academy Award gewonnen. In der Kategorie "Bester Nebendarsteller" gewann der deutsch-österreichische Schauspieler den Oscar für seine Leistung als Kopfgeldjäger Dr. King Schultz in Quentin Tarantinos Western "Django Unchained". Die jährliche Verleihung der Oscars gilt als der wichtigste Filmpreis der Welt.

Waltz verbeugte sich bei seiner Dankesrede vor den mit ihm nominierten Darstellergrößen Tommy Lee Jones ("Lincoln"), Philip Seymour Hoffman ("The Master"), Robert De Niro ("Silver Linings") und Alan Arkin ("Argo") - allesamt ebenfalls Oscar-Gewinner. Anschließend bedankte er sich bei Tarantino. Bereits vor drei Jahren hatte Waltz seinen ersten Oscar als bester Nebendarsteller in "Inglourious Basterds" erhalten - ebenfalls ein Werk des US-amerikanischen Kult-Regisseurs. Auch Tarantino selbst durfte einen Oscar mit nach Hause nehmen. Er gewann die Trophäe für das beste Originaldrehbuch - seine zweite Auszeichnung in dieser Kategorie. Er hatte schon 1995 den Preis für "Pulp Fiction" gewinnen können.

Österreich zu Gast in Hollywood

Der Oscar für Christoph Waltz sollte nicht die einzige Auszeichnung für Österreich bleiben.

Auch Michael Hanekes Drama "Liebe" wurde mit einer begehrten Gold-Statuette geehrt. Die für fünf Oscars nominierte österreichisch-deutsch-französische Koproduktion erhielt den Academy Award in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film".

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    Bester Film von Ben Affleck

    Die wichtigsten Oscars wurden ansonsten friedlich geteilt. Dabei gab es keine Überraschungen. Als bester Film wurde Ben Afflecks Politthriller "Argo" ausgezeichnet. Den Oscar für die beste Regie erhielt zum zweiten Mal nach 2006 ("Brokeback Mountain") Ang Lee für die Literaturverfilmung "Life of Pi". Bester Hauptdarsteller wurde zum dritten Mal Daniel Day-Lewis ("Lincoln"), als beste Hauptdarstellerin wurde Jennifer Lawrence für ihre Leistung in der Komödie "Silver Linings" geehrt. Einen großen Gewinner bei den Oscars 2013 gab es dementsprechend auch nicht. Mit vier Trophäen konnte "Life of Pi" die meisten Goldjungs abräumen, allerdings auch nur in einer der Hauptkategorien siegen.

    First Lady Michele Obama verkündet den "Besten Film"

    Den Gewinner in der Kategorie "Bester Film" verlas übrigens niemand Geringeres als Präsidenten-Gattin Michelle Obama. Sie war live der Oscar-Verleihung zugeschaltet und präsentierte gemeinsam mit dem im Dolby Theatre anwesenden Jack Nicholson die Kandidaten.

    Shirley Bassey feiert Bond und singt "Goldfinger"

    Einen großen Auftritt hatte Shirley Bassey. Um das 50-jährige James-Bond-Jubiläum angemessen zu feiern, bot die britische Sängerin (76) ihren Klassiker "Goldfinger" noch einmal live auf der Bühne dar. Später trat auch noch Adele mit dem aktuellen Bond-Titel "Skyfall" auf, der außerdem den Oscar für den besten Song erhielt. Für ein weiteres musikalisches Highlight und Gänsehautgefühl sorgte Barbra Streisand, die seit 36 Jahren zum ersten Mal bei den Oscars auftrat. Zum Gedenken an die Toten des vergangenen Jahres präsentierte sie ihren Klassiker "The Way We Were" aus dem gleichnamigen Film (dt. Titel "So wie wir waren") von 1973. Moderator Seth MacFarlane brachte bei der 85. Verleihung der Oscars im Dolby Theatre in Los Angeles frischen Schwung in die Show. Alle Befürchtungen, der für seinen derben Humor bekannte Komiker würde die Grenzen des guten Geschmacks sprengen, erwiesen sich als unbegründet. Professionell führte MacFarlane durch die Veranstaltung und sorgte für viele Lacher. Seine Fans dürften sich hier und da sogar die ein oder andere Spitze mehr gewünscht haben. Geschickt nahm MacFarlane sich und die Bedenken an seiner Verpflichtung als Moderator auf die Schippe. So erschien auf einem großen Bildschirm über der Bühne William Shatner in seiner Rolle als Captain Kirk. Er sei aus der Zukunft gekommen, um MacFarlane daran zu hindern, die Oscar-Verleihung zu zerstören. In Einspielern wurden dann dessen zukünftige Verfehlungen während der Show gezeigt.

    Zum Beispiel ein Song über entblößte Brüste oder die Nachstellung der wichtigsten Szenen aus dem Film "Flight" mit sockenähnlichen Handpuppen.
    Zur Freude von Captain Kirk bot MacFarlane dann statt dessen klassische Showeinlagen mit bemerkenswertem Gesangstalent und prominenter Unterstützung von Stars wie Daniel Radcliffe, Joseph Gordon-Levitt und Charlize Theron.Eine herbe Enttäuschung waren die Oscars 2013 dagegen für Steven Spielberg. Sein Historien-Drama "Lincoln" konnte bei zwölf Nominierungen nur zwei Preise (Bester Hauptdarsteller, Bestes Produktionsdesign) einstreichen.

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