Sie sind hier: Home > Leben > Mode & Beauty >

Die Uhren-Stars aus Genf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

SIHH: Die Uhren-Stars aus Genf

20.01.2015, 13:11 Uhr | Uwe Kauss - wanted.de

Die Uhren-Stars aus Genf. Die Clifton von Baume & Mercier (Quelle: Hersteller)

Die Clifton von Baume & Mercier (Quelle: Hersteller)

Allen Krisen zum Trotz: Der Schweizer Luxuskonzern Richemont brennt auf dem Genfer Uhrensalon SIHH 2015 ein Feuerwerk der Feinmechanik ab. Beim "Salon Internationale de la Haute Horlogie" stellen die Uhrenmanufakturen des Konzerns dem Fachpublikum ihre neuen Modelle vor. wanted.de zeigt die interessantesten Uhren. Uhren der SIHH 2016 finden Sie hier.

Jubiläum in Genf: 25 Jahre ist es her, seit die fünf Hersteller Cartier, Baume & Mercier, Piaget, Gérald Genta und Daniel Roth sich von der renommierten, weltweit beachteten Uhrenmesse Baselworld lösten und eine eigene Schau der Neuheiten organisierten. Heute dürfen nur geladene Fachleute und Händler die Messe mit 4500 Quadratmetern Ausstellungsfläche besuchen.

Edle Uhren der SIHH

Inzwischen hat sich der "Salon Internationale de la Haute Horlogie", kurz SIHH, als die feinste Uhren-Show der Welt etabliert. Er ist zugleich die Hausmesse des Schweizer Luxuskonzerns Richemont und seiner 18 Mode- und Uhrenmarken, von denen Größen wie IWC, Lange & Söhne, Cartier, Baume&Mercier oder Vacheron Constantin in diesem Jahr auf mehr als 40.000 Quadratmetern ihre luxuriösen Zeitmesser präsentieren.

Der SIHH öffnet seit 2009 im Januar seine Türen. Seitdem gilt der Salon unter Fachleuten als Barometer für die Branche der Edeluhren-Hersteller. Die Stimmung der Branche ist seit einigen Monaten rapide gesunken.

Der härteste Schlag war zuletzt die Freigabe des Franken-Wechselkurses gegenüber dem Euro. Der drastische Kursanstieg der Devise sorgt im Ausland um 15 bis 20 Prozent höhere Verkaufspreise nur aufgrund des Wechselkurses. Das ist nicht gut fürs Geschäft. Der Aktienkurs von Richemont stürzte zeitweise um 20 Prozent ab.

Franken-Schock und Rubelkrise

Und was bedeutet der Franken-Schock für den Endkunden? Auf kurze Sicht erst einmal nichts. Ware in den Schaufenstern bleibt preisstabil. Doch Uhren, die demnächst produziert werden, dürften im Preis steigen. Allerdings sinkt die Nachfrage auf breiter Front, was wiederum die Preise drücken dürfte. Schon vor Wochen zogen Gewitterwolken am Horizont auf.

Die anhaltende Antikorruptionskampagne der Regierung in China bremst die Nachfrage – eine Entwicklung, die Richemont schon im Geschäftsjahr 2013 spürte. Dazu kommen die Unruhen in Hong Kong, die Schwäche der Wirtschaft in Japan, wo die erhöhte Mehrwertsteuer die Kauflust bremst. Und natürlich die Rubelkrise in Russland. Dies alles spricht für einen Schwenk der Branche auf günstige Einsteiger-Uhren.

Hohe Uhrmacher-Kunst von Richemont

Trotz allem sind in diesem Jahr in Genf einmal mehr luxuriöse Meisterwerke der Feinmechanik am Start. Und insgesamt 15 Neuheiten sollen vorgestellt werden. Alles in allem setzen die Hersteller auf mehr skelettierte Modelle, die Verbesserung von Schlagwerken und auf Komplikationen wie Mondphasen.

Einen Hingucker auf höchstem Niveau zeigt Cartier mit einer neuen Version seiner 1967 erschienen Kult-Uhr Crash. Sie beweist, dass Luxus und Humor zusammenpassen können. Die Legende erzählt, dass damals ein Kunde nach einem Autounfall mit seiner demolierten Uhr in eine Cartier-Werkstatt kam und fragte, ob man sie reparieren könne. Das Uhrenwrack inspirierte die Designer zu einem neuen Modell zwischen Pop-Art und Dali. Nun hat der Hersteller sie, voll im Trend, mit einem skelettierten Uhrwerk ausgestattet, das zudem über eine Gangreserve von 72 Stunden verfügt. Diesen Zeitraum konnten die Mechaniker nur mit hohen Aufwand in der Konstruktion erreichen. So kostet der "Crash" in Platin so viel wie der Totalschaden eines Mittelklassewagens: Rund 50.000 Euro.

Und es geht sogar noch länger: Volle sieben Tage Gangreserve bietet IWC mit seiner neu vorgestellten Portugieser Jahreskalender. Diese Laufleistung erreicht die Manufaktur mit zwei integrierten Federhäusern. Klar, dass in diesem mit 44,2 Millimetern sehr präsenten Modell eine Gangreserveanzeige dazu gehört. Fünf Jahre lang hat IWC am verwendeten Automatikkaliber entwickelt. In den halbkreisförmigen Fenstern ist das Datum, der Wochentag und der Monat zu sehen. Mit der Krone werden sämtliche Anzeigen eingestellt. Die Uhr erscheint in einem Edelstahlgehäuse für etwa 20.000 Euro sowie in Rotgold.

Die Rotonde de Cartier Astrotourbillon ist längst eine der Ikonen von Cartier. Auch die französische Manufaktur folgt bei ihrem neuen, mit 47 Millimeter Diagonale nicht zierlichen Modell dem Trend zum Skelett – aber in besonderer Weise. Denn hier haben die Konstrukteure auf die Platinen verzichtet und einen eindrucksvollen Effekt mit Karbonkristall, Brücken aus Titan und Gegengewicht aus Platin erzielt: Das sichtbare Tourbillon scheint zu schweben. Zudem bietet sie nun auch einen wunderbar altmodischen Handaufzug. >>

Die Weißgold-Variante kostet 120.000 Euro, nur 100 Stück will Cartier fertigen. Dazu gibt es noch eine Version mit Diamanten im Baguetteschliff. Deren Preis liegt allerdings im siebenstelliger Höhe. Viel zu sehen und noch mehr zu hören gibt es am Stand des Traditionsherstellers Audemars Piguet: Acht Jahre lang haben die Ingenieure und Feinmechaniker des Hauses am Unikat Royal Oak Concept Acoustic Research gearbeitet, das auf der SIHH erstmals zu sehen ist. Seine Besonderheit ist die Minutenrepetition in einem Klang, den der Hersteller als "perfekt" bezeichnet. Die Gongschläge seien lauter und klarer als die anderer Uhren. Nicht nur der Träger hört die hellen Schläge, sondern auch seine Umgebung.

Klangkunst und Tourbillon

Die Manufaktur arbeitete mit Wissenschaftlern der Technischen Hochschule Lausanne sowie klassischen Instrumentenbauern zusammen, um einen präzise abgestimmten Resonanzboden auf kleinstem Raum zu schaffen. Die Uhr besteht aus Titan und ist mit einem Kolonnenrad-Chronographen sowie Tourbillon ausgestattet. Ob und zu welchem Preis das Klangwunder in Serie geht, ist derzeit offen. Der Preis dürfte jedenfalls sechsstellig ausfallen.

Auch Jaeger LeCoultre macht in diesem Jahr das Datum zur Chefsache. Und nicht nur das: Die Master Calendar zeigt ein kleines Stück Meteoritengestein und, passend dazu, die Mondphase. Der Jahreskalender zeigt das Datum mit einer roten, sichelförmigen Spitze, dazu den Wochentag und den Monat mit Zahlen. Das Automatikkaliber ist eine Entwicklung des Hauses, das mit 39 Millimetern Diagonale trotz der komplexen Funktionen erstaunlich zierlich wirkt. Zu haben ist der Feinwerk-Kalender mit Uhrzeitanzeige für 10.900 Euro in Edelstahl oder für 21.700 Euro in Rotgold.

Ob Jahreskalender, elegant sichtbare Feinmechanik und schwingende Glockenschläge aus der drohenden Krise führen, ist allerdings nicht sicher. Diese Uhren laufen wenigstens präzise. Egal, was 2015 kommt. Impressionen der Meisterwerke sehen Sie in unserer Fotoshow.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Mit Echtgold-Dekor! 18-teiliges Kaffeeservice „Christmas“
nur 59,99 € bei Weltbild
Shopping
Das ideale Geschenk – NIVEA Eau de Toilette
bis 18.12.versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Mode & Beauty

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017