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Armbänder: Neuer Look für Ihre Uhr

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Armbänder: Neuer Look für Ihre Uhr

06.04.2016, 14:47 Uhr | Sabine Kelle für wanted.de

Armbänder: Neuer Look für Ihre Uhr. Ein schickes Armband gehört zu einer edlen Uhr einfach dazu. So finden Sie das passende Armband. (Quelle: Omega)

Ein schickes Armband gehört zu einer edlen Uhr einfach dazu. So finden Sie das passende Armband. (Quelle: Omega)

Eine Uhr - verschiedene Looks: Mit austauschbaren Armbändern passen Sie Ihre Uhr nicht nur dem Anlass an, sondern verwandeln im Handumdrehen ihren Typ. Zwei Experten erklären, wie das neben den aktuellen Nato-Straps auch mit normalen Armbändern geht.

Foto-Serie mit 20 Bildern

Echte Uhrenliebhaber verweisen stolz auf eine stattliche Sammlung edler Zeitmesser. Damit die Uhr stets zum Outfit passt, nennt man ein buntes Sortiment sein Eigen: von der digitalen Casio im Retrolook, über diverse Versionen Schweizer Chronographen, einem funkelnden Ausgeh-Exemplar bis hin zum filigranen Erbstück mit Lederarmband.

Wer die Dekadenz nicht ganz so weit treiben möchte, wählt einfach seinen persönlichen Lieblings-Chronographen aus und stimmt ihn mithilfe verschiedener Armbänder auf das Outfit ab. Nicht erst seit dem Siegeszug der auswechselbaren Nato-Armbänder wie von Daniel Wellington liegen Sie damit voll im Trend. Die durchgehenden Uhrenbänder mit ihrem markanten nautischen Look kann man einfach unter der Uhr durchfädeln. Schon Sean Connery, alias James Bond, trug 1965 in Goldfinger seine Rolex am Nylon-Durchzugsband. Die passende Hardware liefern manche Hersteller der Uhren aber auch renommierte Armband-Manufakturen wie Graf und Rios1931.

Die Preise für die Bänder liegen bei RIOS1931 etwa zwischen 20 und 200 Euro. Bei der Firma Graf sieht es ähnlich aus: Ein schlichtes Modell startet bei etwa 23 Euro, extravagante Armbänder aus Aligatorleder kosten etwa 190 Euro und aus Krokodilleder 230 Euro.

Aufwändige Handarbeit

"Das Armband ist das Kleid der Uhr" – so beschrieb einst Andreas Riemers, Großvater und Firmengründer von RIOS1931, die Vielfältigkeit des Uhrenarmbandes. Bereits in dritter Generation  fertigt man in dem Augsburger Familienunternehmen feinste Uhrenarmbänder an – selbstverständlich in aufwendiger Handarbeit.

Ulrich Fröhlich von der Uhrarmbänder-Manufaktur Graf geht sogar so weit, dass "circa ein Drittel des Gesamteindruckes der Uhr von dem Uhrarmband geprägt wird". Grund genug das Armband auf den Rest der Garderobe abzustimmen und damit den eigenen Typ geschickt zu unterstreichen. Denn wer möchte schon eine 0815 Uhr von der Stange, wie sie jeder haben kann. 

Bänder im Vintage-Look

Wie die Baselworld unlängst zeigte: Nicht nur Uhren, sondern vor allem die Armbänder geben sich jetzt gern im Vintage-Look. So wird ein kultiger "Rolex Submariner aus Metall mit Vintage-Leder-Armbändern kombiniert", erklärt Riemer. Da Leder lebt, erhält man zwar recht schnell eine solche Retro-Patina. Wer nicht warten möchte, für den hat Riemer Bänder im Vintage-Look im Sortiment.

Ein ausgezeichnet verarbeitetes Armband erkennt jedoch meist nur der Fachmann. Er achtet auf Stiche, Leder und Polsterung. Weil das Band direkt auf der Haut getragen wird, empfiehlt Riemer chromfrei gegerbte Lederbänder. Nicht ohne Grund liegt Bio voll im Trend. In dem Familienunternehmen RIOS1931 hat man übrigens das erste und bisher einzige bio-zertifizierte Lederarmband entwickelt. Die komplette Wertschöpfungskette vom Tier, über den Halter bis hin zum Band muss dafür zertifiziert werden.

Welche Uhr zu welchem Band

Klassische Modelle mit zeitlosem Design von renommierten Herstellern wie Nomos, Junghans, Glashütte, Stowa et cetera lassen sich hervorragend vielfältig kombinieren. Unser edler Favorit für unendliche Armbandkombinationen: Die auf gerade 50 Stück limitierten Swiss Alp Watch (um 23190 Euro) passt mit ihrer eckigen Form und dem in grauen Farbtönen verlaufende Fumé-Zifferblatt zu beinahe jedem Armband. Beinahe einfach nur, weil die Bandbreite passen muss.

Die große Wirkung, die von einem Uhrenarmband ausgehen kann, machten sich sogar Taucher zu nutze. Im großen Stil werden die bulligen Panerai Taucheruhren mit verschiedenen austauschbaren Bändern versehen. Wer sich zu einem echten Paneristi zählen möchte besitzt zehn bis zwanzig Armbänder, erklärt Andreas Riemer.

Kühle Farben für silberne Chronographen

Bezieht man sich nur auf die Farbe, dann wirken zu einer goldenen Uhr Bänder in warmen Farbtönen wie Braun, Khaki oder Blau meist harmonischer. Silberne Chronographen lassen sich gut mit kühlen Farben wie Türkis, Magenta und dem gerade bei Ziffernblättern so angesagtem Tiefblau  kombinieren. Doch letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack, das gilt gerade bei den im Moment wieder trendigen Bicolor-Gehäusen aus Gold- und Edelstahl.

Gerade jetzt, wo bei Uhren wieder weniger mehr ist, darf das Armband den ohnehin schon schlichten Modellen nicht die Show stehlen. Eine angesagte Max Bill von Junghans (ab 489 Euro) besticht durch ihre filigrane Schlichtheit. Ein massives Armband würde dieses zarte Wesen geradezu erschlagen. Wer Metall mag, der wählt hier ein ebenso zartes Milanaise Gliederarmband. Beim Leder sollte man auf den gleichen Purismus setzen und sich für ein schmales schnörkelloses Band, eventuell aus seltenem Cordovanleder, entscheiden.

Sportlich mit Nato-Strap

Eine relativ junge Modeerscheinung sind die sogenannten Nato-Straps. Zunächst gab es sie aus Perlon und Synthetik, erzählt Riemer. Diese Bänder sind durchgehend und werden auf der Unterseite der Uhr durchgefädelt. Die gewebten Modelle sind oft mit nautischen Streifen versehen, was ihnen einen sehr sportlichen Look verleiht. Die Marke Daniel Wellington spielt das Thema im großen Stil aus und prägt somit den Trend. Jedoch fallen diese Modelle in die eher günstige Preiskategorie. Inzwischen gibt es die Natos aus allen erdenklichen Materialien, selbst Leder.

No Gos bei Armbändern

Wenn es nach Fröhlich geht, darf man eine exklusive Uhr mit Glasboden nicht mit einem Nato-Band kombinieren. Für die einen ist dies ein willkommener Stilbruch, Fröhlich fragt sich dagegen: "Wozu will man die faszinierende Feinstmechanik verdecken?"

Ist der Chronograph selbst schon so auffällig, dann wäre ein ebenfalls exzentrisches Armband aus Alligator-Leder zu viel des Guten. Auch eine Sportuhr verträgt nicht unbedingt ein Band aus empfindlichem Kalbsleder. Hier bietet sich eher ein passendes Sportarmband wie das Nato-Strap oder eines aus Kautschuk oder Silikon an.

Passgenaue Bandbreite

Doch nicht nur stilistisch muss das Armband passen, sondern auch physisch. Das soll heißen, dass das Band millimetergenau auf die Fassung der Uhr abgestimmt sein muss. Sonst rutscht es hin und her, leiert aus und hält einfach nicht. Ganz abgesehen davon, dass solch ein Fauxpas sofort unschön ins Auge fällt.

Neben der Uhrenfassung muss auch  die Schließe abgestimmt werden. Einerseits auf die Breite des Armbandes und andererseits auf das Material der Uhr. Eine Edelstahlschließe zur hochkarätigen Golduhr kann interessant aussehen, muss aber nicht wirklich sein.

Werkzeug zum Wechseln des Armbandes

Was braucht man zum Wechseln des Armbandes? Riemer nennt hier schlicht "Uhrmacherwerkzeug und Seidentuch". Doch ganz so einfach ist das nicht. Fröhlich warnt gerade bei edlen Exemplaren: "Jede Manufaktur hat ihre eigene Konstruktion, deswegen geht man einfacher zum Uhrmacher". Auch Riemer pflichtet dem bei: "Man braucht feinstes Werkzeug, sonst rutsch man ab und zerkratzt die Uhr".

Bei Manufakturen wie RIOS1931 verwendet man deswegen den Wechselfedersteg, ein praktisches System aus Federsteg mit Hohlstift und Schraube, dass das Wechseln des Armbandes erleichtert. Ein wenig Übung und eventuelle Unterstützung vom Fachmann braucht man trotzdem.

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