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Olympia in Rio: So viel Hightech steckt in der Zeitmessung

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Olympia in Rio: So viel Hightech steckt in der Zeitmessung

20.07.2016, 13:52 Uhr | mfu

Olympia in Rio: So viel Hightech steckt in der Zeitmessung. Sensoren in den Startblöcken erkennen Fehlstarts - die Zeitmessung bei Olympia wird immer raffinierter. (Quelle: Omega)

Sensoren in den Startblöcken erkennen Fehlstarts - die Zeitmessung bei Olympia wird immer raffinierter. (Quelle: Omega)

Kaum ist die Fußball-EM vorbei, bietet das Sportjahr 2016 mit den Olympischen Spielen in Rio das nächste Highlight. Schon ab dem 5. August messen sich wieder die Top-Athleten der Welt im Kampf um die besten Zeiten und Weiten. Die Zeitmessung übernimmt der Schweizer Luxusuhrenhersteller Omega. WANTED.DE sprach mit dem Chef der Zeitmessungs-Abteilung, Alain Zobrist, über die Herausforderungen der Zunft und erklärt, warum die Regularien manchmal die Technik ausbremsen. 

Für die Zeitmessung bei den Olympischen Spielen waren schon viele namhafte Hersteller verantwortlich, wie etwa der Schweizer Uhrenbauer Tag Heuer oder der japanische Hersteller Seiko. Doch bei den meisten Olympischen Spielen der neueren Zeit kam Omega zum Zug.

Omega seit 1932 Zeitmesser bei Olympia

Bereits 1932 übernahm der bekannte Hersteller zum ersten Mal die Zeitmessung bei den Olympischen Spielen. In Rio übernimmt Omega diese Aufgaben zum 27. Mal. So wie sich die Spiele von ihren vergleichsweise bescheidenen Anfängen weiterentwickelt haben, gilt dies allemal für die Zeitmessung. Bei den Sommerspielen 1932 in Los Angeles gab es immerhin schon 116 Wettbewerbe mit rund 1300 Teilnehmern, während sich in Rio bei 306 Entscheidungen vermutlich über 10.000 Athleten messen.

Vorbereitung begann schon 2012

Für Olympia im Jahr 1932 bot Omega gerade einmal 30 Hochpräzisionsstoppuhren auf. Kein Vergleich zu Rio, wo allein 480 Offizielle mit der Zeitmessung beschäftigt sind. Der Aufwand ist immens, worauf Alain Zobrist gegenüber WANTED.DE hinweist. "Die Vorbereitungen begannen gerade als die Olympischen Spiele 2012 in London endeten", sagte der Chef von Swiss Timing und Manager bei Omega.

"Wir begannen mit dem Schiffstransport des Equipments im Juli 2015". Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Schweizer 450 Tonnen an Ausrüstung mit 200 Kilometern Kabel aufgebaut haben.

Startpistole im futuristischen Look

Darunter befindet sich auch die Startpistole im futuristischen Look, die so gar nichts mehr mit den klassischen Schießgeräten früherer Wettkämpfe zu tun hat.

Diese benachteiligten die Athleten, die weitab von der Pistole starteten und den Knall erst später mitbekamen. Bei neueren Systemen wie etwa bei der Anlage, welche Omega seit den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver einsetzt, besteht dieses Problem nicht mehr. Nach dem Druck des Knopfes im roten Startgerät wird ein akustisches Signal ausgelöst, das bei jedem Startblock – etwa beim 100-Meter-Lauf – zu hören ist. Ganz wichtig bei den Startblöcken ist außerdem: Darin befinden sich Sensoren, die die Reaktionszeit des Athleten, aber auch einen Fehlstart, messen.

Kein Problem am Flughafen

Ganz nebenbei bietet die neuartige Startpistole den Vorteil, dass sie so gar nicht mehr nach Pistole aussieht. Und so bekommt man "die neue Pistole einfacher durch den Sicherheitscheck am Flughafen", wie Alain Zobrist anmerkt.

Die Startpistolen sind indes nur ein Teil des komplexen Systems zur Zeitmessung.

10.000 Aufnahmen pro Sekunde

Für Zobrist sind die wichtigsten Meilensteine die automatischen Anschlagtafeln bei Schwimm-Wettbewerben und die elektronische Zeitmessung, die erstmals 1948 bei der Olympiade in London zum Einsatz kam. Dazu zählt auch die erste Fotofinish-Kamera von der britischen Firma British Race Finish Recording Co. Ltd, die den Spitznamen "Magic Eye" trug. In Rio setzt Omega mit der Scan'O'Vision-Fotofinish-Kamera Myria eine Photofinish-Kamera ein, die 10.000 Aufnahmen pro Sekunde macht. Ein System mit vier fotoelektrischen Zellen erfasst die ins Ziel laufenden Athleten.

Technik wird ausgebremst

Dank der Technik können die Zeiten der Sportler am Ende laut Zobrist bis auf eine Millionstel Sekunde exakt gemessen werden. Doch eine solche Genauigkeit wird gar nicht verlangt. Und so kann die Zeitmessung gemäß den Regularien der verschiedenen Sportarten ausgebremst werden. Bei Schwimmwettbewerben erfassen die Zeitnehmer die Sportler bis auf eine 100stel Sekunden genau, während die Leichtathleten es mit eine Toleranz von einer tausendstel Sekunden etwas genauer nehmen.

Olympia-Uhren von Omega

Es sind vermutlich nicht die letzte Olympischen Spiele, bei der Omega seine Technik einsetzt. Nicht zuletzt bieten die Spiele eine gute Gelegenheit, die Uhren der Marke in Szene zu setzen. Zu den Spielen in Rio haben die Schweizer mit der Seamaster Diver 300M "Rio 2016" (Preisempfehlung 4000 Euro), der Seamaster Bullhead "Rio 2016" (7900 Euro)  und der Speedmaster Mark II "RIO 2016" (5400 Euro) gleich drei passende Sondermodelle auf den Markt gebracht.  

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