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Bademode-Trends 2017: Das tragen Damen am Strand

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Sexy wie Pamela am Strand  

Der rote Baywatch-Badeanzug feiert ein Comeback

08.05.2017, 10:50 Uhr | dpa/tmn

Bademode-Trends 2017: Das tragen Damen am Strand. Pamela Anderson im roten Baywatch-Badeanzug (Quelle: imago/United Archives)

Der rote Baywatch-Badeanzug ist der größte Bademoden-Trend 2017 (Quelle: imago/United Archives)

Sie wird 50 in diesem Jahr. Doch Pamela Anderson gilt nach wie vor als Sexsymbol für jene, die vor den 90er Jahren geboren wurden. Ihr roter Baywatch-Badeanzug ist ein Modeklassiker. Nun kommt er zurück in die Regale – und gerade Jüngere greifen zu. Ohne Pam zu kennen. Alle Bademode-Trends sehen Sie in unserer Foto-Show.

Wenig Stoff war gestern

Der Bauch bleibt weiß. Das ist der vielleicht größte Trend der Bademode im Jahr 2017. Denn mit dem Comeback des Badeanzugs erreicht eine modische Entwicklung ihren Höhepunkt, die sich für Frauen seit einigen Jahren schon langsam andeutete. Statt so wenig Stoff wie nötig für eine durchgehende Sonnenbräune zu tragen, setzen Modebewusste nun auf so viel Textil wie möglich.

Trend Eins: Es bleibt freizügig

Cilly Hassenmeier, Geschäftsführerin eines Bademode-Geschäftes in Minden, sagt über den Badeanzug: "Wir werden ihn vermehrt auch bei jüngeren Frauen sehen, die bisher immer zum Zweiteiler gegriffen haben." An der Freizügigkeit der Bademode ändert das aber nichts. Die Einteiler sind oft einfarbig blau oder knallrot. Ganz klar: "Das erinnert an Baywatch", sagt Designerin Katrin Recktenwald aus Esslingen am Neckar. "Der Beinausschnitt ist hoch, der Rücken tief. Sehr sexy." Mit altbackener Schwimmware hat das nichts zu tun.

Warum sollte man dazu greifen? Kleinere Frauen können damit ein wenig größer wirken. "Sowohl der tiefe Rücken als auch der hohe Beinausschnitt strecken optisch", erklärt Recktenwald. Aber ein breiter Rücken wird betont. "Vorteilhafter sind da pfiffige Rückenlösungen mit überkreuzten Schnürungen", rät Hassenmeier.

Trend Zwei: Mehr Volumen für kleinere Brüste

Natürlich erfreut sich auch der Bikini weiterhin großer Beliebtheit. Während vergangenes Jahr noch sportive Modelle das Bild bestimmten, sind die neuen Kreationen romantisch verspielt. "Da haben wir viele Rüschen und Volants, gerne in Kombination mit einem Carmen-Ausschnitt", berichtet Recktenwald. Hier sitzen die Träger nicht auf den Schultern, sondern unterhalb des Schultergelenks.

An Stoff wird auch hier nicht gespart, zum Vorteil für viele Frauen. Denn die Raffungen kaschieren das eine oder andere Pölsterchen und geben kleineren Brüsten optisch mehr Volumen. "Man sollte aber darauf achten, wo sie platziert sind", erklärt Recktenwald. "Wer einen großen Busen hat oder den Po nicht betonen möchte, sollte dort von Drapierungen absehen."

Und auch für sportliche Betätigungen seien diese Oberteile eher unpraktisch. "Liege-Bikini wäre die treffende Beschreibung", sagt Recktenwald. Das trifft auch auf die Bandeaus zu, die weiterhin im Handel eine große Rolle spielen. "Sie gibt es sowohl mit Innenbügeln als auch mit Schalen", sagt Miriam Herrmann, Bademodendesignerin aus Brannenburg (Bayern).

Trend Drei: Umklappbare Bikinihöschen

Bei den Bikini-Höschen sticht insbesondere eine Variation ins Auge – die hüfthohe Taillenhose. Viele davon haben einen umklappbaren Bund. So erreichen die Sonnenstrahlen beim Sonnenbaden ein wenig mehr Haut, berichtet Alexandra von Richthofen, Redakteurin der Zeitschrift "Textilwirtschaft". Zum Schwimmen wird der nahtlose Bund hochgeklappt oder -gerollt. Gerade für Frauen, die kleine Hüftpolster verstecken wollen, sind diese Hosen optimal.

Trend Vier: Verkleinerung der Körperform

Streifen sind auch in der Oberbekleidung ein großes Thema. Dort wie auch in der Bademode gibt es sie in allen möglichen Varianten, von dünn bis dick, manchmal werden sie sogar mit Blumenmustern kombiniert. Symmetrische Streifen sind oftmals entweder längs angeordnet oder laufen diagonal zur Mitte zu. "Damit lässt sich etwas mogeln, denn es bewirkt eine optische Verkleinerung der Körperform", erklärt Designerin Recktenwald. "Ein Querstreifen, der ein Stück über dem Brustende sitzt, streckt optisch", ergänzt Herrmann.

Zu diesem Trend gehören auch grafische Muster, insbesondere in Kontrastfarben, die Spannung erzeugen. Schwarz-weiß als klassische Farbkombination gehört dazu. "Im jungen Bereich sind indianische Designs, aber auch Batikoptiken populär", ergänzt Herrmann. Die reinen Blumenmuster bleiben gerade in Kombination mit Volants für einen romantischen Ausdruck in Mode. Es finden sich aber auch oftmals große Drucke etwa von Palmenblättern sowie von der scheinbaren Trendfrucht des Jahres, der Ananas, berichtet Recktenwald.

Trend Fünf: Schnürungen im Brustbereich

Kleine Hingucker verleihen der Bademode das besondere Etwas. Das sind in dieser Saion senkrechte Reißverschlüsse auf dem Oberteil und angedeutete Gürtel. Aber auch sogenannte Cut-outs, also bewusst gesetzte Löcher im Stoff. "Die freien Stellen werden gerne mit transparentem Gewebe, meist Mesh, hinterlegt", erläutert Recktenwald. Diese sich absetzenden Stoffpartien definieren den Körper optisch.

"Auch werden wir viele Schnürungen an der Seite und im Brustbereich sehen", erwartet Hassenmeier. Oder die Höschen und der Stoff am Dekolleté werden mit Bändchen mit bunten Kugeln gerafft. Das variiert Breite und Tiefe des Stoffes, erklärt Modeexpertin von Richthofen.

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