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Ab in die Zwischenwelt

08.08.2006, 10:58 Uhr | spiegel-online, t-online.de, Spiegel Online

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An den Türen im U-Bahnhof "Pankstraße" stehen kryptische Zahlenkombinationen, "Zu den Räumen 5 - 19" etwa. Täglich schlendern, stürmen, spazieren Tausende Menschen an den Türen vorbei. Nur die wenigsten werden einen Atomschutzbunker für mehr als 3000 Menschen hinter den weißen Stahlblechverkleidungen des Bahnhofs vermuten. Bei einem Atomangriff sind die Bahnhofswände zurückfahrbar, damit die Berliner schnell Schutz finden können. Vom angekündigten Luxus ist jedoch nicht viel zu sehen: ein kärgliches Arztzimmer, in dem Babybetten aus Blechplatten, vergilbte Tragen und Lampen etwas willkürlich herumstehen. Im Arzneischrank verstauben Wundsalben, Hansaplast- und ACC Akut-Packungen. Die anderen Räume sind Schlafsäle. "So und jetzt dürfen Sie sich alle mal in Ihr Schutzbett legen", fordert Janick auf, "denn für Sie wurden die hier eingerichtet."

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Foto-Serie Berlins Bunker

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Anlagen der Siebziger für Bomben von heute
Auf einmal liegen alle auf besseren Feldlazarettliegen in einem kahlen weißen Raum. Dies wäre im Katastrophenfall die Unterkunft für Tausende Menschen, für maximal zwei Wochen. Auch heute noch. Im Notfall würde die Schutzanlage im Rahmen der "Zivilschutzbindung" des Berliner Senats wieder reaktiviert. Wasser tropft jetzt schon aus den Hähnen, wenn man an ihnen dreht. Auch die "vandalensicheren" Toiletten - ohne Klobrillen und Türen - sind einsatzbereit. Das Toilettenpapier hängt bereits an der Wand.

cc-platzhalter

Wie sicher sind sie?
Aus Geschichte wird so Gegenwart. Ein Unbehagen macht sich breit und die Frage, wie gut uns Schutzanlagen aus den siebziger Jahren in Zeiten von modernen Bomben schützen können? Schnell zum Ausgang. In den Applaus für Reiner Janick mischt sich Freude, hier nie ernsthaft einquartiert worden zu sein. Nach zwei Stunden in der Unterwelt wirkt die erste Prise frische Luft wie in kleiner Urlaub. Als die Metalltür des Bunkers von außen ins Schloss fällt, wird die Zeitkapsel wieder verschlossen. Bis zur nächsten Führung.

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